
Schach mit Bällen
A
WIE AUSDAUER
Spiele dauern, je nach Wettkampfklasse, bis zu einer Stunde oder mehr. Bei bis zu fünf Partien am Tag bei großen Turnieren ist extreme Ausdauer gefragt.
B
WIE BEEINTRÄCHTIGUNG
Aufgrund ihrer Assistenzmöglichkeiten ist Boccia eine Sportart, die auch Menschen mit schwerer zerebraler Beeinträchtigung oder einer degenerativen Muskelerkrankung ausüben können. Die Spielerinnen und Spieler sind je nach Schweregrad ihrer körperlichen Behinderung in Wettkampfklassen eingeteilt. Es ist also egal, ob du nur noch deinen Kopf bewegen oder den Ball noch 20 Meter weit werfen kannst. Boccia kann dein Spiel werden.
F
WIE FLEXIBILITÄT
Zu Beginn jedes Spieles ist alles offen. Nach jedem Ball kann aber eine neue Situation entstehen. Dann heißt es im Kopf – und damit im Spiel – flexibel zu sein und seine Taktik umzustellen, anzupassen und die Partie neu zu lesen.
G
WIE GESCHICKLICHKEIT
Eine perfekte Wurftechnik, gepaart mit der notwendigen Spielintelligenz, machen dich zum Superstar des Sports. Selbst wer die Bälle über eine Rampe spielt, muss die Anstoßstärke perfekt kontrollieren.
H
WIE HALLENBODEN
Para-Boccia wird in der Halle und nicht, wie Boccia für Menschen ohne Behinderung, im Freien gespielt. In den Hallen herrschen, wie auch draußen, unterschiedliche Bedingungen. Je nach Bodenbeschaffenheit und Temperatur rollen etwa die Bälle unterschiedlich weit. Und wenn der Hallenboden schief ist, kann das den besten Wurf zum Unwurf machen.
J
WIE JACK
Der weiße Ball wird Jackball genannt. Warum? Wissen wir nicht …
K
WIE KOPFSPIEL
Boccia spielst du im Prinzip für dich alleine. Wenn was schiefgeht, ist es deine Schuld, geht alles auf, bist du dafür verantwortlich. Es ist wie Schach – aber mit einer Geschicklichkeitskomponente.
M
WIE MIXED
Männer und Frauen spielen gemeinsam.
P
WIE PARALYMPISCH
Sich in Tokio mit den weltbesten Boccia-Cracks messen? Geht! Denn Boccia ist seit 1984 paralympisch, einer der wichtigsten Sportarten im Behindertensport und wird deshalb auch in fast allen Ländern gespielt.
R
WIE RAMPE
Durch ein genormtes Hilfsmittel, eine Rampe, können auch die mitspielen, die selbst den Ball nicht werfen können. Mit Hilfe der Assistenz gibt man vor, wo die Rampe hinzeigen soll, und von welcher Höhe die Bälle gespielt werden. Die Anweisungen werden verbal oder nonverbal mittels Mimik und Gestik gegeben. Die Assistenz darf den Ball nur positionieren, die Spielerin/der Spieler muss selbst den Ball loslassen, etwa mit einem Stab oder einem Headpointer.
S
WIE SPIELREGELN
Die Regeln des Para Boccia sind relativ einfach. Zu Beginn jedes Satzes wird der sogenannte Jackball gespielt, anschließend werfen die Spielerinnen und Spieler abwechselnd insgesamt sechs Bälle und versuchen, so nahe wie möglich an den Jackball heranzukommen. Wessen Ball am Ende eines Satzes am nächsten bei dem Jackball liegt, erhält je einen Punkt für jeden Ball, der näher am Jackball liegt als der nächstgelegene Ball der Gegenspielerin/ des Gegenspielers. Wer am Ende aller Sätze die meisten Punkte sammelt, gewinnt das Spiel. Gespielt wird im Einzel und im Team.
T
WIE TAKTIK
Die richtige Taktik entscheidet über Sieg oder Niederlage. Man kann offensiv und passiv spielen, den Gegner blockieren, die Bälle des Gegners wegschießen, Punkte verhindern oder selbst mit Risiko so viele Punkte wie möglich sammeln.
V
WIE VOLLE KONZENTRATION
Wer nicht bei jedem Wurf und Spielzug voll konzentriert ist, befindet sich schnell auf der Verliererstraße. Die Konzentration muss man dazu den ganzen Tag aufrechterhalten.
Z
WIE ZENTIMETER
Im Boccia entscheiden oft Zentimeter, ja gar Millimeter. Präzision im Spiel ist entscheidend.
















![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Gruppenfoto. Zahlreiche Personen, viele davon in E-Rollstühlen haben sich für ein Gruppenfoto vor einem grünen Zaun aufgestellt und jubeln in die Kamera. Viele Personen haben beide Arme in die Höhe gestreckt.](/fileadmin/_processed_/0/6/csm_IMG_8976_9bf2fd5423.jpeg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Zwei Gruppen stehen sich gegenüber und halten sich am selben Seil fest. Sie stehen auf einer Wiese und warten auf das Signal zum Ziehen.](/fileadmin/_processed_/8/e/csm_IMG_5341_0fb622870a.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Fünf Personen sitzen und stehen auf einer Bank und blicken in die Kamera. Hinter ihnen ein Alpenpanorama mit Berglandschaften, Wanderwegen und Wäldern.](/fileadmin/_processed_/3/b/csm_IMG-20250812-WA0020_723486cddd.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Christian Schimpl sitzt in seinem E-Rollstuhl. In seiner linken Hand hält er eine Silbermedaille in die Kamera. Er hat blondes Haar, trägt eine Brille und ein weiß-rotes T-Shirt mit dem Logo des Paralympischen Committee. Im Hintergrund ist eine Sponsorenwand.](/fileadmin/_processed_/0/9/csm_GEPA-20250727-101-156-0165-2_677e577b13.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Ein junge Dame im Rollstuhl nutzt einen Becher voller Wasser, um einen Herren abzuspritzen. Beide lachen dabei und befinden sich auf der Laufbahn des Bundesportzentrums.](/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Familiensportwoche_630_c2b34bdaae.jpg)