Schwimmen: Hartes Training, schnelle Rutschen

Bereit für ein intensives Trainingslager: Das Schwimm-Team auf einem Gruppenfoto vor der Therme Amadé. Foto (c) Privat

Im November stand für unsere Schwimmerinnen und Schwimmer mit Sehbehinderung ein intensives Trainingslager in Salzburg am Programm.

Text: Rebekka Gottwald & ÖBSV

ÖBSV auf der internationalen Bühne

Mit der Entscheidung im ÖBSV-Cup in Salzburg endete Mitte November die Saison hierzulande. International stehen 2023 noch Bewerbe an, in denen sich unsere Schwimm-Asse noch einmal in Best-Form zeigen wollen. Deshalb ackern unsere Athletinnen und Athleten derzeit in diversen Trainingslagern an ihrer Performance. Unter anderem Rebekka Gottwald, die sich heuer in der Klasse der Schwimmerinnen mit einer Sehbehinderung den Cupsieg holte: „Das Schwimm-Trainingslager in der Therme Amade in Salzburg war eine intensive Vorbereitung für die tschechischen Staatsmeisterschaften im Dezember.“

Unter der Leitung des motivierten Trainers, Dustin Stöhr, und den engagierten Betreuerinnen Beate Angerer und Maria Sarma traten Sasa Stojkovic, Dorian Stöhr, Angelika und Daniela Angerer, sowie Rebekka Gottwald den Weg in das Trainingslager an.

„Die Ankunft um 20 Uhr bot uns einen malerischen Anblick einer Schneelandschaft, und die modernen Apartments versprachen eine komfortable Unterkunft für unser Wochenende. Nach dem Beziehen unserer Zimmer folgte eine Vorbesprechung, gefolgt von Trockenübungen unter der fachkundigen Anleitung von Trainer Dustin“, beschreibt Gottwald den ersten Abend.

Sowohl der Marsch durch den Tiefschnee als auch das Training im Wasser verlangte der Gruppe vieles ab.

Keine Zeit verlieren

Der Samstag begann für die Truppe früh um 7.30 Uhr mit dem Marsch zur Therme für das erste Training. Die Trainingseinheiten waren abwechslungsreich, intensiv und äußerst effizient.

„Vormittags haben wir zwei Stunden intensives Training absolviert, gefolgt von einer Pause für das Mittagessen. Das nächste zweistündige Training startete um 14 Uhr. Am Abend haben wir das Training von 18 Uhr bis 19.30 Uhr fortgesetzt. Dazwischen hatten wir aber auch Zeit, die wunderschöne Therme zu genießen und zu entspannen.“, gibt Gottwald einen Einblick in einen ereignisreichen Tag, an dem der Spaß aber auch nicht zu kurz kommen durfte: „Vor allem Dorian war ausschließlich bei den Rutschen anzutreffen. Insbesondere die Looping-Rutsche war ein Highlight für Dustin und mich. Wir haben uns begeistert in die Kurven und Freifallpassagen gestürzt und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreicht.“

Das Abendessen in der Therme wurde von einer abenteuerlichen Schneewanderung zu den Apartments abgerundet. Müde, erschöpft, aber glücklich fiel die Schwimm-Gruppe schließlich in die Betten.

Teamwork makes the dream work

Der Sonntag begann früh mit einem Coffee-To-Go auf dem Weg zurück in die Therme für das Training um 8 Uhr. „Am Sonntag stand das Staffeltraining im Fokus, bei dem wir als Team weiter zusammengewachsen sind. Die Trainingseinheiten waren vielfältig und umfassten Flossen, Paddles, Intervalle, Kraft- und Technikübungen“, so Gottwald. Und dann war das Trainingslager auch schon wieder vorbei. Eines musste jedoch noch sein: „Als krönender Abschluss rutschten wir noch einmal die Looping-Rutsche vor unserer Heimreise.“

Mit Vorfreude auf das nächste Trainingslager verabschiedete sich die Gruppe von der Therme Amade, voller Erlebnisse, neuer Fähigkeiten und einem gestärkten Team-Spirit.

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