Schwimmen Klassifizierung

So funktioniert die Klassifizierung im Para-Schwimmen

Im Para-Schwimmen werden Sportlerinnen und Sportler in Gruppen eingeteilt, damit sie fair gegeneinander antreten können. Diese Einteilung nennt man Klassifizierung. Ziel ist es, dass Menschen mit ähnlichen körperlichen Voraussetzungen in derselben Wettkampfklasse starten.

Wer nimmt die Klassifizierung vor?

Die Klassifizierung wird von speziell ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt (zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte oder Sportexpertinnen und -experten).
Sie entscheiden, welche Startklasse für eine Schwimmerin oder einen Schwimmer passend ist.

Die Klassifizierung findet meist vor Wettkämpfen statt und kann später auch noch einmal überprüft werden, wenn sich der Behinderungsbild verändert.

Wie läuft die Klassifizierung ab?

Für körperliche Behinderungen:

  1. Medizinische Untersuchung (Banktest)
    Dabei werden Beweglichkeit, Kraft und Koordination überprüft.
  2. Test im Wasser (Wassertest)
    Die Person schwimmt vor und zeigt ihre Technik.
  3. Beobachtung im Wettkampf (wenn nötig)
    Falls noch Unsicherheiten bestehen, wird die Leistung im echten Wettkampf beobachtet.

Die verschiedenen Startklassen:

Je kleiner die Zahl, desto größer ist die körperliche Einschränkung.

  • S1 bis S10 für Freistil, Rücken und Delfin
  • SB1 bis SB9 für Brust
  • SM1 bis SM10 für Lagen

Für Sehbehinderungen:

Die Einteilung erfolgt nach medizinischen Kriterien:

  • B1 = S11 (keine oder fast keine Sehkraft)
  • B2 = S12 (eingeschränktes Sehen)
  • B3 = S13 (leicht eingeschränktes Sehen)

Schwimmerinnen und Schwimmer mit Sehbehinderung tragen oft spezielle dunkle Schwimmbrillen und bekommen kurz vor der Wand ein Zeichen von einer Hilfsperson (Tapper), damit sie wissen, wann sie wenden müssen.

Für mentale Behinderungen:

Die Klasse richtet sich nach dem Eintrag im Sportpass:

  • S14 = mentale Behinderun
  • S21 = Trisomie 21 (Down-Syndrom)

Aktuelle Informationen:

Anmeldung zur Klassifizierung
Ablauf von Klassifizierungen
Allgemeine Infos für Vereine

Geplante Termine für Klassifizierungen:

Nächster offizieller ÖBSV-Termin für funktionelle Klassifizierungen ist am 20. September 2026 im Landessportzentrum Innsbruck geplant. 

Ansprechperson für Klassifizierung Para-Schwimmen

Dr.in Taupe-Lehner Anna

klassifizierung.taupe(at)obsv.at

Ein Klassifizierer zeigt anhand eines Sportlers den Beweglichkeitsradius seiner Hand an.
Klassifizierung Para-Schwimmen © ÖBSV
Ein Klassifizierer und ein Sportler, der auf einem Massagetisch liegt, strecken beide ihren rechten Arm in die Höhe, um den Beweglichkeitsradius zu demonstrieren.
Klassifizierung Para-Schwimmen © ÖBSV
Die Atmosphäre am Schwimmbecken ist angespannt, während die Athleten sich auf den Wettkampf vorbereiten und konzentriert wirken.
© (c) Rachel CLARKE - 2012 Paralympics London
Zwei Klassifizierer lachen in die Kamera während sie vor sich Laptop und Dokumente auf dem Schreibtisch stehen haben.
Anna Taupe-Lehner, techn. KL und Hartwig Maurer, med. KL, ULSZ Rif, 2025 © ÖBSV
Mehrere Sportlerinnen mit unterschiedlichen Behinderungen machen sich zum Sprung ins Becken bereit.
© (c) Rachel CLARKE - 2012 Paralympics London
Ein Assistent zeigt anhand eines Stockes einem Blindensportler im Becken an, dass er in Kürze am Beckenrand anstoßen wird.
© (c) Rachel CLARKE - 2012 Paralympics London