Ski Alpin: Österreichs Team glänzt bei der Ski-WM der Gehörlosen in Jasna

Die Medaillengewinner des österreichischen Teams posieren mit ihren Skiern und Medaillen vor einer Sponsorenwand bei den World Deaf Alpine Skiing Championships 2025 in Jasna. Von links nach rechts: Johanna Köttl mit einer Bronzemedaille, Melissa Köck mit fünf Goldmedaillen und Christoph Lebelhuber mit einer Gold- und zwei Bronzemedaillen. Alle drei tragen rot-weiße Teamkleidung und strahlen stolz in die Kamera.
Österreichs erfolgreiches Trio bei der Ski-WM: Johanna Köttl, Melissa Köck und Christoph Lebelhuber (v.l.n.r.) © ÖGSV

Großer Erfolg für Österreich: Bei der Ski-Weltmeisterschaft der Gehörlosen in Jasna holte das Team 9 Medaillen. Herausragende Leistungen von Melissa Köck, Christoph Lebelhuber und Johanna Köttl sicherten 6 Gold- und 3 Bronzemedaillen.

Herausfordernde Bedingungen

Die Ski-WM der Gehörlosen, die vom 6. bis 14. Jänner 2025 in Jasna stattfand, brachte Athletinnen und Athleten aus 12 Nationen zusammen. Trotz schwieriger Wetterbedingungen – warmes Wetter, viel Schneefall und starker Wind – überzeugte die Organisation mit hervorragend präparierten Pisten.

„Die Pisten waren für diese Verhältnisse wirklich gut vorbereitet“, lobte Johanna Köttl. Am ersten Wettkampftag jedoch verzögerte der Wind den Start des ersten Rennens. Statt wie geplant um 10:00 Uhr, konnte das Rennen erst um 14:00 Uhr beginnen. Doch das rot-weiß-rote Team ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Johanna Köttl erklärte dazu: „Man lernt als Rennläuferin runterzufahren und den Rennmodus noch auszuschalten. Der Kopf spielt da eine große Rolle.“

Christoph Lebelhuber bereitet sich auf seinen Start bei den World Deaf Alpine Skiing Championships 2025 in Jasna vor. Er trägt die Startnummer 22, einen weißen Rennanzug mit roten und grauen Akzenten sowie einen Helm mit Skibrille. Mit konzentriertem Blick richtet er seine Skibrille, während im Hintergrund weitere Rennbeteiligte und Helfer zu sehen sind.
Christoph Lebelhuber kurz vor dem Start: Voll fokussiert und bereit, Gold mit einer starken Leistung zu holen. © dvslovakia
Melissa Köck in Rennhaltung während eines alpinen Skirennens. Sie trägt einen weißen Helm und ein rot-weißes Rennoutfit mit Startnummer 1. Im Hintergrund sind blauer Himmel und ein Tor des Parcours zu sehen. Der Schnee wirbelt dynamisch auf, während sie in einer kraftvollen Kurve fährt.
Innerhalb von nur zehn Monaten konnte Melissa Köck unglaubliche zehn Goldmedaillen bei zwei internationalen Großereignissen gewinnen. © dvslovakia

Köck: Ein Jahr voller Rekorde

Gerade unter diesen herausfordernden Bedingungen bewies Melissa Köck einmal mehr ihre Ausnahmeklasse. Nach ihrem Triumph bei den Winter-Deaflympics 2024 im türkischen Erzurum, wo sie alle fünf möglichen Goldmedaillen gewann, wiederholte sie diesen außergewöhnlichen Erfolg bei der Ski-WM in Jasna. In allen fünf Disziplinen – Super G, Super-Kombi, Riesenslalom, Parallelslalom und Slalom – holte sie sich die Goldmedaille und war damit die überragende Skirennläuferin der WM.

„Es ist einfach unglaublich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war ein Kampf gegen die Erschöpfung und gegen die Schmerzen“, erklärte Köck emotional nach einem ihrer Rennen. 

Ihr Weg zu diesen Erfolgen war keineswegs leicht: Nach einer Knieoperation im Sommer war lange unklar, ob sie überhaupt an der WM teilnehmen könnte. Mit harter Arbeit, Disziplin und einer intensiven Vorbereitung gelang ihr jedoch das beeindruckende Comeback, gekrönt von einem weiteren Goldrausch. Für Köck war es jedoch nicht nur der Erfolg, sondern vor allem die Möglichkeit, ihre Leidenschaft für den Skisport wieder ausleben zu können, die diesen Moment so besonders machte. 

Lebelhuber und Köttl: Medaillen für Österreich

Christoph Lebelhuber und Johanna Köttl rundeten den Erfolg für Österreich ab. Der Oberösterreicher holte insgesamt drei Medaillen, darunter Gold im Riesenslalom und Bronze im Slalom. Mit seinen starken Leistungen, insbesondere in den technischen Disziplinen, trug er entscheidend zum Team-Erfolg bei.

Johanna Köttl feierte bereits am ersten Wettkampftag ihren Moment, als sie mit einer Bronzemedaille ihre erste WM-Platzierung holte. Ihr starker Auftakt war ein wichtiges Zeichen für das gesamte Team. Nach ihrem Erfolg zeigte sie sich überwältigt: „Es war sehr unerwartet für mich, aber dafür umso schöner.“

Die Medaillengewinnerinnen des Super-G-Rennens bei der World Deaf Alpine Skiing Championships 2025 in Jasna stehen vor einer Sponsorenwand und halten ihre Skier. In der Mitte steht Melissa Köck aus Österreich mit einer Goldmedaille, strahlend in rot-weißem Rennanzug. Rechts von ihr Johanna Köttl, ebenfalls aus Österreich, mit einer Bronzemedaille. Links steht die Zweitplatzierte mit einer Silbermedaille.
Das Podium im Super G der Damen: Nora Lindvall mit Silber, Melissa Köck mit Gold und Johanna Köttl mit Bronze (v.l.n.r.) © dvslovakia
Das österreichische Team feiert ausgelassen auf einer Bühne in einem festlich beleuchteten Zelt. Im Mittelpunkt steht die Skifahrerin Melissa Köck mit der Startnummer 3, die jubelnd ihre Skier in den Händen hält. Links von ihr steht Johanna Köttl, ebenfalls jubelnd, und daneben Christoph Lebelhuber. Alle tragen rot-weiße Teamkleidung und weiße Mützen mit österreichischem Logo. Im Hintergrund ist eine österreichische Fahne.
Starke Leistungen und großer Teamgeist: Das österreichische Team feiert verdient seine Erfolge. © ÖGSV

Ein Team mit Zusammenhalt

Ein Schlüssel zum Erfolg des österreichischen Teams ist das außergewöhnliche Teamgefüge. Die Sportlerinnen und Sportler motivieren sich gegenseitig und freuen sich aufrichtig über die Erfolge der anderen. Dieser starke Zusammenhalt war in Jasna auf und abseits der Piste spürbar. Cheftrainer Jürgen Albel betonte: „Solche Erfolge gehen nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Der Zusammenhalt ist unser Erfolgsgeheimnis.“

Herzliche Gratulation an Melissa Köck, Christoph Lebelhuber, Johanna Köttl und das gesamte Betreuerteam!

Österreichischer Gehörlosen Sportverband

Die drei Medaillengewinner des Rennens posieren vor einer Sponsorenwand bei der World Deaf Alpine Skiing Championships 2025 in Jasna. Von links nach rechts: Der Erstplatzierte mit einer Goldmedaille, in der Mitte die Zweitplatzierte mit einer Silbermedaille, und rechts Christoph Lebelhuber aus Österreich, der als Drittplatzierter eine Bronzemedaille trägt. Lebelhuber hält seine Skier und lächelt stolz in die Kamera.
Christoph Lebelhuber sicherte sich hinter Luca Loranzi (Mitte) und Bruno Maciej Lukaszyk (links) die Bronzemedaille im Super G. © dvslovakia
Das Team Austria posiert stolz bei der Eröffnungszeremonie der World Deaf Alpine Skiing Championships 2025 in Jasna. Sie tragen rot-weiße Teamkleidung und weiße Mützen mit dem Logo der Veranstaltung. Im Vordergrund hält Melissa Köck die österreichische Flagge.
Das Österreichische Team bei der Eröffnungsfeier der Ski-WM in Jasna. © dvslovakia

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