Schwimmen: Drei Sportlerinnen starten zum ersten Mal bei einer EM

Drei Frauen in roten und weißen Sportjacken mit DBSV-Logo stehen und sitzen vor einem Schwimmbecken, zwei von ihnen halten Blindenstöcke
Daniela Angerer, Carina Premstaller und Angelika Angerer schnuppern in der Türkei erstmals EM-Luft © Lena Ernhofer

Nächste Woche beginnt die Para-Schwimm-Europameisterschaft in der Türkei. 
Die besten Para-Schwimmerinnen und Para-Schwimmer aus Europa treten dort gegeneinander an. 
Auch sechs Sportlerinnen und Sportler aus Österreich sind dabei. 
Drei von ihnen starten zum ersten Mal bei einer Europameisterschaft.

Lange war nicht klar, ob es 2026 eine Para-Schwimm-Europameisterschaft geben wird. 
Auch der Ort war lange nicht bekannt.

Das war für die Sportlerinnen und Sportler schwierig. 
Denn für einen wichtigen Wettkampf muss man gut trainieren und sich vorbereiten.

Jetzt steht fest: Die EM findet vom 7. bis 12. September in Kocaeli in der Türkei statt. 
Die Bewerbe werden im Olympischen Schwimmzentrum in Gebze ausgetragen. 
Gebze liegt ungefähr 100 Kilometer östlich von Istanbul.

Österreich ist mit einem starken Team dabei. 
Janina Falk, Andreas Ernhofer und Andreas Onea haben schon viel Erfahrung. 
Bei der letzten EM vor zwei Jahren gewannen sie gemeinsam drei Medaillen.

Dieses Jahr sind auch drei Sportlerinnen zum ersten Mal dabei: Carina Premstaller sowie die Zwillingsschwestern Angelika und Daniela Angerer.
Wir haben die drei gefragt, wie sie sich auf ihre erste EM freuen und welche Ziele sie haben.

Carina Premstaller

„Vor knapp fünf Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich einmal bei einer Europameisterschaft im Paraschwimmen starten werde.
Damals wurde mir gesagt, dass ich querschnittgelähmt bin. 
Ich konnte nicht mehr laufen. Auch meine Finger konnte ich nicht mehr bewegen.

Jetzt darf ich Österreich bei der Europameisterschaft vertreten. 
Das bedeutet mir sehr viel. Es ist mein erstes großes Sport-Ereignis. 
Gleichzeitig ist es ein wichtiger Schritt zu meinem großen Traum: Ich möchte eines Tages bei den Paralympics starten.

Ich bin sehr stolz und dankbar. 
Ich werde alles geben und möchte meine beste Leistung zeigen.

Ich möchte mir nicht zu viel Druck machen. 
Die EM ist ein großes Ereignis. 
Davon möchte ich mich nicht einschüchtern lassen.

Natürlich möchte ich auch neue Bestzeiten schwimmen. 
Besonders zwei Zeiten möchte ich verbessern: 1:20 Minuten über 50 Meter Rücken und 3:00 Minuten über 100 Meter Freistil.“

Angelika Angerer

„Ich bin sehr stolz, dass ich mich für meine erste Europameisterschaft qualifiziert habe.
Meine Schwester und ich haben schon lange von der EM geträumt. 
Wir haben viel trainiert, um dieses Ziel zu erreichen.
Jetzt haben wir es geschafft. Das fühlt sich sehr gut an.

Ich bin schon sehr gespannt auf meine erste EM. 
Ich freue mich, Österreich vertreten zu dürfen. 
Natürlich möchte ich dabei mein Bestes geben.

Mein sportliches Ziel sind drei neue persönliche Bestzeiten.
Ich möchte mich bei meiner ersten EM gut präsentieren. 
Vielleicht kann ich auch eine Schwimmerin auf einer anderen Bahn schlagen.

Ich möchte zeigen, dass sich das Training der letzten Monate gelohnt hat. 
Das wäre auch eine Belohnung für unsere Trainerinnen und Trainer.“

Daniela Angerer

„Meine Schwester und ich wollten schon lange bei der Europameisterschaft starten.
Als wir erfahren haben, welche Zeiten wir für die Teilnahme erreichen müssen, wurde aus unserem Traum ein großes Ziel.
Ich bin sehr stolz, dass ich dieses Ziel erreicht habe.

Ich freue mich sehr auf meine ersten Starts bei der EM. 
Es ist mein erstes großes Sport-Ereignis. 
Deshalb bin ich gespannt, welche Erfahrungen ich dort machen werde.

Wir haben im Sommer und schon davor sehr viel trainiert.
Ich möchte bei beiden Bewerben eine persönliche Bestzeit schwimmen. 
Aber noch wichtiger ist für mich die Erfahrung. 
Diese Erfahrung kann mir niemand wegnehmen.
Ich kann sie später bei anderen Wettkämpfen nutzen.

Vor einem wichtigen Wettkampf bin ich natürlich aufgeregt und nervös. 
Trotzdem freue ich mich viel mehr auf die EM.

Für Österreich starten zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. 
Ich freue mich auch sehr, dass wir heuer mit einem großen Schwimmteam dabei sind.

Besonders schön ist für mich, dass ich meine erste EM gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester erleben darf. 
Das ist etwas ganz Besonderes für uns.
Die EM hat uns beim Training sehr motiviert. 
Ich hoffe, dass sie auch für unsere weitere Schwimmkarriere ein wichtiger Schritt sein wird.“

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