Rollstuhl-Basketball-Liga: "Jeder kann jeden schlagen!"

Alle Mannschaften auf ähnlichem Niveau: Die neue Saison wird spannend. Foto (c) Katja Jauk

Neuer Modus - mehr Spannung: Christoph Edler, Spielertrainer der RBB Flink Stones Graz, erwartet mehr Qualität in der neuen Saison der Rollstuhl-Basketball-Liga.

Die neue Saison startet mit einem neuen Spielmodus: Die Rollstuhl-Basketball-Liga fährt in eine neue Ära! Christoph Edler ist seit vielen Jahren mittendrin: Als Nationalspieler, Spielertrainer der ersten Mannschaft der RBB Flink Stones Graz sowie als Trainer der zweiten Mannschaft. Es gibt gute Gründe, warum sein Herz gerade für diese Sportart schlägt: "Rollstuhlbasketball ist so eine actiongeladene Sportart, es ist wie Autoscooter fahren mit Ball. Es passiert unglaublich viel und vereint spektakuläre Körbe, taktische Finessen und pure Athletik", so Edler. Ein Appetithappen war bereits das Internationale Rollstuhlbasketball-Turnier in Kärnten, dass die Flinkstones im Finale gegen die Broncos gewinnen konnten. VIDEO

Die Zuschauer sollten sich also schnell ihren Platz in den Basketball-Hallen sichern, denn die neue Spielzeit startet diese Woche (zu den Spielterminen). Die Aufteilung der Teams soll für viele Spiele gegen gleichwertige Gegner sorgen, erklärt Edler: "In Bundesliga A spielen die derzeit besten drei Teams jeweils drei Mal gegeneinander, in Bundesliga B fünf Teams zwei Mal. Es wird in beiden Ligen unglaublich spannend, weil das Leistungsniveau sehr ähnlich ist. Jeder kann jeden schlagen!"

Volle Action schon beim RSBB-Vorbereitungsturnier auf die neue Saison. Foto (c) Katja Jauk

In Bundesliga A matchen sich die Conveen Sitting Bulls (NÖ), die RBB Flink Stones (STMK) sowie die Carinthian Broncos (K), die in die Österreichische Liga zurückkehren. Edler freut die Rückkehr der Broncos in den heimischen Ligabetrieb: "Wir sind sehr froh, dass sie wieder in Österreich spielen, da sie gute Spieler haben, die die Qualität der Liga heben."

In der Bundesliga B haben die besten zwei Mannschaften die Möglichkeit, sich in einer Qualifikationsrunde gegen den dritten der Bundesliga A für das Semifinale zu qualifizieren: "Das ist schon sehr reizvoll. Ich hoffe, dass unserer zweiten Mannschaft dieses Kunststück gelingt, da sie letztes Jahr ungeschlagen geblieben sind. RSV Union Waldhausen hat jedoch zwei gute Spieler aus der deutschen Bundesliga geholt, die können überraschen. Auch bei den ABSV LoFric Dolphins Wien hat sich etwas getan, die muss man ebenfalls auch auf der Liste haben.“

Internationalen Input gibt es vom ungarischen Nationalteam, das in der Bundesliga B mitspielt: "Die Ungarn bringen frischen Wind in die Liga, da ist die Philosophie und der Spielstil ein bisschen anders." Die RSC Heindl Rebound Warriors aus Oberösterreich komplettieren die Bundesliga B.

Spielertrainer Edler nimmt mehrere Funktionen parallel ein. Foto (c) Katja Jauk

Für Teams, die derzeit noch in benachbarten Ländern spielen, könnte durch den veränderten Modus ein neuer Anreiz entstehen, die Körbe doch wieder im Heimatland zu werfen. Bei den Kärntnern hat das bereits funktioniert, die westlicheren Teams spielen derzeit noch in der starken zweiten deutschen Rollstuhlbasketball-Bundesliga, die mit RSB Thuringia Bulls den aktuellen Sieger der des IWBF-Champions Cup stellt. „Man muss daher – aus sportlicher wie geografischer Sicht – verstehen, dass es für den RSV Basket Salzburg und RSC Tirol sehr reizvoll ist, in der zweiten deutschen Rollstuhlbasketball-Bundesliga zu spielen", sagt Edler.

Dennoch hebt Edler hervor: "Der Weg, den wir mit der Liga und dem Nationalteam gehen, muss konsequent weiterentwickelt werden. Sebastian Eggert als Koordinator und der ÖBSV treiben das toll voran. Außerdem dürfen wir Euroleague spielen - das ist ein absolutes Highlight."

Der Traum von einem Auslandsengagement bei erfolgreichen internationalen Auftritten lebt in Edler wie in jedem Sportler. "Jede Off-Season darf man ein bisschen damit spekulieren, dass sich ein Klub aus einer Top-Liga meldet." Edler stellt aber klar: "Ich trage in Graz große Verantwortung für meine Grazer Mannschaften. Da gibt es Entwicklungspotenzial - wie generell in ganz Österreich. Daher sehe ich meinen Platz momentan in der Heimat." Und das könnte auch noch länger so bleiben - mit vielen spannenden Spielen in der Österreichischen Rollstuhl-Basketball-Liga!

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