Patrick Moor ist Vorarlbergs Behindertensportler des Jahres
Patrick, Gratulation zur Auszeichnung „Behindertensportler des Jahres von Vorarlberg“. Was bedeutet dir diese Ehrung?
Dass ich die Auszeichnung zum zweiten Mal erhalte, hat mich überwältigt und ist eine große Ehre. 2017 hat mich ein lebensbedrohlicher Autounfall weit zurückgeworfen: dass ich wieder in die Top-5 der Welt im Sehbehindertenschießen vorstoßen kann, ist ein echtes Wunder und eigentlich unvorstellbar. Das Land Vorarlberg hat mein Zurückkämpfen honoriert.
Wie ist die Veranstaltung mit Landeshauptmann Markus Wallner, Sport Landesrätin Martina Rüscher und VBSV Präsident Edgar Mayer abgelaufen?
Die Ehrung war so persönlich wie noch nie zuvor. Man ist individuell auf die SportlerInnen und Sportler eingegangen, für jede und jeden war es eine besondere Veranstaltung. Auch meine Frau Daniela wurde als meine Begleitsportlerin geehrt, das war wunderschön.
Kannst du dein sportlich so erfolgreiches Jahr etwas Revue passieren lassen?
In Hannover habe ich Platz zwei erreicht, in Osijek den dritten. Der Vizeweltmeistertitel bei der Para-Shooting-WM in Australien war dann die Krönung. Ich konnte meine Topform über das ganze Jahr konservieren und freue mich riesig, dass meine Leistungen so positiv wahrgenommen wurden.
Ist die Auszeichnung auch eine Wertschätzung für den Para-Schießsport?
Definitiv, denn der Schießsport wird häufig als Randsportart betrachtet, wird oft gar nicht als Leistungssport wahrgenommen und bekommt wenig mediale Aufmerksamkeit. Umso mehr macht es dann Spaß, wenn man mit solchen Ehrungen in den Vordergrund treten und Werbung für diese großartige Präzisionssportart machen kann. Das freut mich als Funktionär wie als Sportler gleichermaßen.
Wie sieht es in naher Zukunft für dich aus?
Heuer ist bedingt durch COVID-19 sportlich gesehen ein schwieriges Jahr. Für mich waren die Auswirkungen bisher nicht dramatisch, da ich nach der WM sowieso ein halbes Jahr Trainingspause eingeplant habe. Vor derartigen Events stehe ich immer fünf Tage die Woche am Schießstand, daher ist es notwendig, etwas Abstand zu bekommen. Schade ist natürlich, dass sämtliche anstehenden Events für die nächsten Monate wie die Österreichischen Staatsmeisterschaften oder die EM in Slowenien abgesagt wurden. Es ist aber absolut nachvollziehbar, da viele Schießsportler zur Risikogruppe gehören.
Eine Ausnahme gibt es aber, oder nich?
Der Home-Range-Cup ist der einzige Bewerb, den wir in der Corona-Zeit durchführen können. Seit über 35 Jahren wird der dezentrale Österreich-Cup abgehalten, ich konnte den Bewerb vor drei Jahren internationalisieren. Seit letztem Jahr können auch Rollstuhlfahrer, Handamputierte und alle anderen Behinderungsgruppen mitmachen – und zwar weltweit.
Wieviele AthletInnen nehmen teil und wie läuft der Cup ab?
Letzten Herbst waren es 160, während des Lockdowns waren immerhin 102 Athleten aus 17 Nationen dabei. Egal ob aus Singapur oder Hongkong - die Athleten kommen aus der ganzen Welt. Möglich macht das der flexible Ablauf: Die SchützInnen wählen die Zeit und den Schießstand selbst. Sie müssen sich nur eine Stunde zuvor im Internet anmelden. Das Ergebnis wird dann eingetragen und es werden Random-Kontrollen durchgeführt, damit niemand schummelt. Es ist eine gute Möglichkeit, um das Leistungsniveau hoch zu halten und einen Wettkampf zu haben. Den braucht es nämlich, damit alle am Ball - oder besser gesagt am Gewehr - bleiben. Und dann kann es hoffentlich bald wieder richtig losgehen.











![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Gruppenfoto. Zahlreiche Personen, viele davon in E-Rollstühlen haben sich für ein Gruppenfoto vor einem grünen Zaun aufgestellt und jubeln in die Kamera. Viele Personen haben beide Arme in die Höhe gestreckt.](/fileadmin/_processed_/0/6/csm_IMG_8976_9bf2fd5423.jpeg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Zwei Gruppen stehen sich gegenüber und halten sich am selben Seil fest. Sie stehen auf einer Wiese und warten auf das Signal zum Ziehen.](/fileadmin/_processed_/8/e/csm_IMG_5341_0fb622870a.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Fünf Personen sitzen und stehen auf einer Bank und blicken in die Kamera. Hinter ihnen ein Alpenpanorama mit Berglandschaften, Wanderwegen und Wäldern.](/fileadmin/_processed_/3/b/csm_IMG-20250812-WA0020_723486cddd.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Ein junge Dame im Rollstuhl nutzt einen Becher voller Wasser, um einen Herren abzuspritzen. Beide lachen dabei und befinden sich auf der Laufbahn des Bundesportzentrums.](/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Familiensportwoche_630_c2b34bdaae.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Gruppenfoto der Sportwochen-Steilnehmer. Die Sportlerinnen und Sportler sowie das Betreuerteam auf einem Gruppenfoto auf einer Wiese. Die Teilnehmenden halten Urkunden in die Kamera und lachen. Im Hintergrund zeichnet sich ein Wald ab und dahinter die Berge.](/fileadmin/_processed_/2/e/csm_image00002_c0befe5286.jpeg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Die Schülerinnen und Schüler haben sich auf der roten Laufbahn für ein Gruppenfoto mit den Trainerinnen und Trainern versammelt. Manche sitzen im Rollstuhl, manche stehen. Dahinter befindet sich eine große Wiese mit Bäumen.](/fileadmin/_processed_/f/7/csm_WhatsApp_Image_2025-07-04_at_10.54.03__4__295a8de51d.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Drei Teilnehmer stehen auf einer Straße im Wald, hinter ihnen zahlreiche Bäume. Sie tragen Klettergurte für den Hochseilgarten. Zwei von ihnen haben das Downsyndrom. Sie lachen in die Kamera und haben die Arme um die Schultern des anderen gelegt.](/fileadmin/oebsv/bilder/Newsbeitr%C3%A4ge/2025/Juli_2025/Sportwoche/e9c3d800-199e-423f-9ff9-1a8cb943c271_2.jpeg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Blindenschützinnen und Schützen auf dem Schießstand. Sie tragen Sichtschutzbrillen, die Ellbogen sind auf einer Plattform aufgestützt, die Gewehre zeigen in Richtung Ziel. Dahinter stehen Begleitpersonen, die bei der Einrichtung der Gewehre helfen.](/fileadmin/_processed_/d/4/csm_EO4A0286-Verbessert-RR_7f83a96293.jpg)