Para-Dance-WM: Tanzen mit Herz und freiem Kopf
240 AthletInnen aus 26 Nationen: Para Dance Sport dringt mit der Weltmeisterschaft in Bonn (Deutschland) in neue Dimensionen vor. Mittendrin sind auch Österreichs Rollstuhltanz-Aushängeschilder Sanja Vukasinovic und Sabrina Gostner. Die Sportlerinnen des Wheelchairdancesportteam Austria wurden ebenso wie das Trainerteam in Salzburg bei einer Tanzshow Richtung Bonn vom Salzburger Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger verabschiedet.
Für Kerstin Govkar, bei der WM als Vertreterin des NPC für Para Dance Sport und Coach des österreichischen Duos im Einsatz, ist das keine Selbstverständlichkeit: „Es zeigt den Stellenwert, den Rollstuhltanzen mittlerweile in der Gesellschaft erreicht hat. Wenn man dann derartige Wertschätzung erhält, ist das wirklich eine schöne Bestätigung der Leistung unserer RollstuhltänzerInnen.“
Die Verabschiedung dient aber nicht als zusätzliche Motivationsspritze. Diese ist nämlich gar nicht notwendig, steht mit der WM doch das absolute Jahreshighlight bevor. Österreichs Vertreterinnen haben sich gezielt darauf vorbereitet. „Die Jahresplanung wurde komplett auf die WM ausgerichtet und die Trainingsintensität angepasst. Um auch die Wettkampf-Frequenz zu erhöhen, hat das Team die Reisen nach Russland, Taiwan und Polen in Kauf genommen“, bestätigt Govekar.
Das Ziel ist klar: „Natürlich wollen wir eine Medaille, das steht außer Frage. Wenn eine Sportlerin zur WM fährt, will sie nicht nur dabei sein, sondern auch Edelmetall mit nach Hause nehmen. Das ist der sportliche Ehrgeiz, der uns antreibt.“ Einfach wird es aber nicht, die Konkurrenz ist so groß wie nie zuvor. „Viele Sportlerinnen nehmen nur an wenigen oder sogar gar keinen Turnieren teil. Wenn diese mit einer Withecard bei der WM im Einsatz sind, kann es immer wieder zu Überraschungen kommen. Die Russinnen werden vorne mit dabei sein, die Ostblock-Nationen stellen ebenfalls starke Konkurrenz dar“, progonostiziert die Trainerin.
Die Weltrangliste zeigt, dass für die rot-weiß-roten WM-Starterinnen alles möglich ist. Im Single Women liegt Gostner auf Rang zwei, Vukasinovic auf vier (und das mit nur drei Wettkämpfen in dieser Saison!). Im Single Women Freestyle liegt nur die Belgierin Sofie Cox vor Vukasinovic, die hier ebenfalls den zweiten Platz innehat. Aber dennoch ist klar: Eine WM hat ihre eigenen Gesetze. Stärkere Nervosität, anderes Umfeld, größere mediale Aufmerksamkeit. Mentale Stärke ist also gefragt.
Druck soll deshalb gar nicht erst aufkommen, denn dieser ist im Leistungstanzsport nicht förderlich: „Sanja und Sabrina sollen ihre beste Leistung bringen. Das Ziel wäre, im Kopf frei zu sein und mit Herz zu tanzen. Die beiden haben hart dafür gearbeitet, in Bonn dabei zu sein. Sie sollen dieses Feeling einer Weltmeisterschaft daher genießen können. Wenn sie ihre Stärken gut ausspielen, dann ist alles möglich“, prophezeit Govekar.
Betreut werden die Beiden neben Kerstin Govekar als Coach von Manuel Gostner, der die Rolle des Teamleaders einnimmt und sich um organisatorische Belange kümmert. Wer die Bewerbe mit rot-weiß-roter Beteiligung ansehen will, sollte gleich den Kalender zücken. An folgenden Tagen kann man per Livestream mitschauen und Daumen drücken.
Freitag, 29. November, 09:45 Uhr:
Sabrina Gostner und Sanja Vukasinovic im Single Women: ZUM LIVESTREAM
Sonntag, 1. Dezember, 13:00 Uhr:
Sanja Vukasinovic im Single Women Freestyle: ZUM LIVESTREAM














![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Gruppenfoto. Zahlreiche Personen, viele davon in E-Rollstühlen haben sich für ein Gruppenfoto vor einem grünen Zaun aufgestellt und jubeln in die Kamera. Viele Personen haben beide Arme in die Höhe gestreckt.](/fileadmin/_processed_/0/6/csm_IMG_8976_9bf2fd5423.jpeg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Zwei Gruppen stehen sich gegenüber und halten sich am selben Seil fest. Sie stehen auf einer Wiese und warten auf das Signal zum Ziehen.](/fileadmin/_processed_/8/e/csm_IMG_5341_0fb622870a.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Fünf Personen sitzen und stehen auf einer Bank und blicken in die Kamera. Hinter ihnen ein Alpenpanorama mit Berglandschaften, Wanderwegen und Wäldern.](/fileadmin/_processed_/3/b/csm_IMG-20250812-WA0020_723486cddd.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Ein junge Dame im Rollstuhl nutzt einen Becher voller Wasser, um einen Herren abzuspritzen. Beide lachen dabei und befinden sich auf der Laufbahn des Bundesportzentrums.](/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Familiensportwoche_630_c2b34bdaae.jpg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Gruppenfoto der Sportwochen-Steilnehmer. Die Sportlerinnen und Sportler sowie das Betreuerteam auf einem Gruppenfoto auf einer Wiese. Die Teilnehmenden halten Urkunden in die Kamera und lachen. Im Hintergrund zeichnet sich ein Wald ab und dahinter die Berge.](/fileadmin/_processed_/2/e/csm_image00002_c0befe5286.jpeg)
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Im Vordergrund steht FrameRunner Max Krehon in seinem Sportgerät. Ein Framerunner ist ein dreirädriges Gerät mit einem Sitz oder einer Beckenstütze, einer Bruststütze, einer Lenkstange und drei Rädern. Dahinter stehen drei Personen aus dem Begleiterteam, Christa Grabher ganz rechts mit einer großen Österreich-Fahne in der Hand.](/fileadmin/_processed_/1/b/csm_3b537c8f-01dc-4af0-9659-63e0489f3482_b558ff3df4.jpg)