
Boccia: Ein guter Abschluss in Zagreb
![[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Michael Kiefler fährt in seinem E-Rolli in die Sporthalle ein, auf seinem Rolli ist eine rot-weiß-rote Österreich-Fahne montiert. Neben ihm geht seine Assistentin Marie-Therese Plass. Vor ihnen geht eine Dame mit einem Schild in der Hand auf dem Austria steht.](/fileadmin/_processed_/2/6/csm_9-07-72_eb49e98488.jpg)
Ein großes Turnier in Kroatien
Vom 8. bis 16. Juli war die Para-Boccia-Europameisterschaft in Zagreb.
Zagreb ist die Hauptstadt von Kroatien.
Spielerinnen und Spieler aus 22 Ländern waren dabei.
Sie spielten in der größten Sporthalle des Landes – der Arena Zagreb.
Für Österreich spielten:
- Michael Kiefler
- seine Assistentin Marie-Therese Plass
- und Trainer Michael Geiling.
- Außerdem war ein österreichischer Schiedsrichter dabei: Erwin Löbl.
Michael Kiefler freute sich sehr über die Einladung:
„Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich bei einer Europameisterschaft dabei bin.
Ich war stolz, Österreich in der Klasse BC3 zu vertreten.
Es war eine große Ehre für mich.“
Eine schwere Gruppe
Michael hatte leider sehr starke Gegner in seiner Gruppe.
Er sagte: „Ich kannte alle Spieler schon.
Ich wusste: Das wird sehr schwer.“
Das erste Spiel war gegen Damian Iskrzycki aus Polen.
Vor zwei Wochen hatte Michael knapp gegen ihn verloren.
Er wollte sich jetzt revanchieren.
Aber der Pole war zu stark.
Michael verlor 0:9.
„Ich habe gut angefangen“, sagte Michael.
„Aber dann habe ich zu viel riskiert und verloren.“
Auch im zweiten Spiel gegen Gabriele Zendron aus Italien
konnte Michael nicht zeigen, was er wirklich kann.
Er verlor wieder – dieses Mal 0:6.
Damit war der Traum vom Aufstieg vorbei.
Michael war enttäuscht.
Aber es gab noch eine letzte Chance.
Ein historischer Sieg
Im dritten Spiel spielte Michael gegen Toni Toomic aus Kroatien.
Jetzt wollte er unbedingt gewinnen.
Und das hat er geschafft!
Michael gewann 6:1.
Das war ein besonderer Moment:
Denn er war der erste Österreicher,
der ein Spiel bei einer EM in der Klasse BC3 gewonnen hat.
So konnte Michael das Turnier mit einem guten Gefühl beenden.
Viel gelernt für die Zukunft
Michael sagte:
„Es war sehr wichtig für mich, dort zu sein.
Ich habe viel beobachtet und gelernt:
Wie trainieren die anderen?
Welche Taktiken benutzen sie?
Ich freue mich, alles im Training in Österreich auszuprobieren.“
Michael hat ein klares Ziel:
„Ich will in zwei Jahren wieder bei der Europameisterschaft spielen.
Und ich will, dass Österreich eine wichtige Rolle im Boccia spielt.“
Dafür braucht es:
- mehr Spielerinnen und Spieler
- junge Talente
- und mehr Turniere im Ausland
„Boccia ist ein Spiel für den Kopf“, sagt Michael.
„Man braucht Geduld und innere Stärke – besonders, wenn man verliert.
Man lernt am meisten aus Niederlagen.“
In Österreich sind Boccia-Spieler noch keine Profis.
Aber Michael glaubt:
„Wir haben viel Potenzial.
Mit guter Planung, Teamarbeit und viel Herz
können wir uns weiterentwickeln.
Ich bin dankbar, dass ich dabei war.
Und ich mache auf jeden Fall weiter.“














