Meilenstein: Die Winter Deaflympics kehren nach Tirol zurück

Gruppenfoto bei der Presskonferenz im Haus des Sports. Die Gruppe lächelt in die Kamera, dahinter befinden sich Aufsteller mit dem Logo der Deaflympics, das zwei Hände die einschlagen und dabei wie die Flügel eines Adlers aussehen, symbolisiert.
Bereit für die Deaflympics: v.l.n.r.: Georg Spazier (LOC), Bernhard Kurzmann (Vizepräsident ÖGSV), Günther Duschet (Präsident ÖGSV), Barbara Janisch (Generalsekretärin ÖGSV), Melissa Köck (Gehörlosensportlerin), Adam Kosa (Präsident ICSD), Julian Hadschieff (Präsident ÖBSV), David Netzer (LOC). © Peter Mayr/ITS GR8

Die Winter Deaflympics 2027 werden vom 15. bis 24. Januar in Tirol ausgetragen – ein bedeutendes Ereignis für den internationalen Gehörlosensport und ein starkes Zeichen für Inklusion und Vielfalt.

Zurück zu den Wurzeln

Pressekonferenz, Haus des Sports: Die traditionsreichen Austragungsorte Innsbruck und Seefeld werden Gastgeber für rund 1.400 Athletinnen, Athleten und Begleitpersonen aus über 100 Nationen. Damit kehren die Spiele nicht nur nach Österreich, sondern auch an ihren historischen Ursprungsort zurück: 1949 fanden die ersten Winter Deaflympics ebenfalls in Seefeld statt.

Die Deaflympics gehören zu den ältesten Multisportveranstaltungen der Welt und zeichnen sich dadurch aus, dass sie vollständig auf die Bedürfnisse gehörloser Sportlerinnen und Sportler abgestimmt sind – etwa durch den Einsatz visueller statt akustischer Signale. Die Spiele demonstrieren eindrucksvoll, dass sportliche Spitzenleistungen unabhängig von körperlichen Einschränkungen möglich sind und machen die Leistungen gehörloser Athletinnen und Athleten sichtbar, die in der breiten Öffentlichkeit oft zu wenig Beachtung finden.

Organisiert wird das Großereignis durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Gehörlosen Sportverband (ÖGSV) und dem International Committee of Sports for the Deaf (ICSD) mit Unterstützung des ÖBSV. Alle Partner verfolgen das gemeinsame Ziel, dem Gehörlosensport auf höchstem Niveau eine Bühne zu bieten und ihn strukturell wie gesellschaftlich weiter zu stärken.

© Peter Mayr/ITS GR8
ÖBSV Präsident Julian Hadschieff im Gespräch mit der fünffachen Deaflympics-Siegerin Melissa Köck. © Peter Mayr/ITS GR8

ÖBSV als Wegbegleiter

Julian Hadschieff, Präsident des ÖBSV, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Ereignisses für den heimischen Sport und die Anerkennung der Leistungen gehörloser Athletinnen und Athleten: “Der Sport in Österreich lebt von seiner Vielfalt. Der Gehörlosensport hat spezialisierte Strukturen entwickelt, um auf die besonderen Kommunikationsbedürfnisse seiner Sportlerinnen und Sportler bestmöglich eingehen zu können. Der ÖGSV hat durch sein erfolgreiches Wirken für mehr Sichtbarkeit und viel Anerkennung gesorgt. Der Österreichische Behindertensportverband ist Partnerverband und langjähriger Wegbegleiter des ÖGSV und sieht den Winter Deaflympics Innsbruck 2027 mit Freude entgegen, wo uns ein Feuerwerk sportlicher Spitzenleistungen von Menschen mit Gehörbehinderung erwartet.”

Mit diesem internationalen Event wird nicht nur Tirol als Wintersportdestination gestärkt, sondern auch ein bedeutendes gesellschaftliches Zeichen gesetzt – für Inklusion, Respekt und das Potenzial von Menschen mit Behinderung. Die Winter Deaflympics 2027 sollen zeigen, dass Sport Brücken baut und Menschen verbindet – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Sinneswahrnehmung.

www.winterdeaflympics2027.com

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