E-Rolli-Fußball: Kicker läuteten erfolgreich den Frühling ein

Die Gewinner des Turniers stehen mit ihren E-Rollis in der Turnhalle für ein Gruppenfoto zusammen.
Das Siegerteam - die Wild Wheels 1 © erollifussball.at

Die heimische E-Rolli-Fußballszene feierte beim Frühlingsturnier in Wien nicht nur ein wundervolles Sportfest – sie setzte auch ein starkes Ausrufezeichen einer lebendigen, starken Community.

Fünf Teams, ein Pokal

Alles, was Rang und Namen in der österreichischen E-Rolli-Sportszene hat, versammelte sich am 6. April in der Sporthalle Brigittenau in Wien. 25 Spielerinnen und Spieler in fünf Teams kamen zusammen, um sich mit- und gegeneinander beim großen Frühlingsturnier zu messen. Für eine reibungslose Organisation sorgten der ASKÖ Integration & Behindertensport sowie der ÖBSV. Damit auf dem Spielfeld alles mit rechten Dingen zuging, hatten die Schiedsrichter Christoph Habicher, Nordin Sabovic und Rijad Kasumovic ein wachsames Auge auf das Geschehen.

Um den Pokal kämpften drei Wiener Teams – Thunder Eagles 1, Thunder Eagles 2 und Burning Eagles – sowie zwei Mannschaften aus dem Burgenland: Wild Wheels 1 und Wild Wheels 2.

Mit insgesamt zehn Spielen war das Turnierprogramm gleichermaßen dicht wie intensiv. Auf dem Feld gaben die Kickerinnen und Kicker alles – wie auch Coach Michael Streit bestätigte: „Die Teams haben sich nichts geschenkt und hart gekämpft! Ich bin stolz auf die Leistungen aller Beteiligten. Harte, aber faire Kämpfe – den ganzen Tag lang!“

Henri Ziegner treibt das Spiel an © erollifussball.at
Martin Ladstätter und Iljas Jusic im Spiel © erollifussball.at

Tordifferenz gab den Ausschlag

Im Laufe des Turniers stachen zwei Teams besonders hervor: Thunder Eagles 1 und Wild Wheels 1. Beide Mannschaften gewannen alle ihre Partien, ehe es im direkten Duell um den Turniersieg ging. Dass ein Spitzenspiel nicht immer torreich sein muss, um packend zu sein, bewiesen die beiden Teams eindrucksvoll. Das ausgeglichene Spiel endete torlos.

Damit standen sowohl die Eagles 1 als auch die Wheels 1 am Ende bei jeweils zehn Punkten – doch aufgrund der besseren Tordifferenz sicherten sich die Wild Wheels 1 den Turniersieg, gefolgt von den Thunder Eagles 1. Bronze ging an die Thunder Eagles 2, Platz vier an die Wild Wheels 2 und der fünfte Rang an die Burning Eagles.

Nationalspieler und Torschützenkönig Henri Ziegner von den Wild Wheels 1 kannte das Erfolgsrezept seiner Truppe: „Unsere Mannschaft hat sich vor allem defensiv verbessert – und dadurch konnten wir das Turnier knapp für uns entscheiden.“ Für seine Teamkollegin Nicola Dotta war der Spieltag auf mehreren Ebenen wertvoll: „Wir haben neue Taktiken ausprobieren können und sind weiter zusammengewachsen. Ich freue mich schon auf die nächsten Spieltage.“

Emotion und Begeisterung

Am Ende des Tages konnten alle Spielerinnen und Spieler mit ihren Leistungen zufrieden sein. Die Community ist lebendig wie eh und je und mit großer Begeisterung bei der Sache – das spürte auch Nationalcoach Leo Vasile: „Es war ein E-Rolli-Fußballfest für alle Teilnehmenden. Die Motivation, E-Rolli-Fußball in Österreich voranzubringen, ist jetzt noch größer.“

Für Boccia-Dauermeister Michael Kiefler von den Thunder Eagles 2 war die Rückkehr von den kleinen Kugeln zum großen Ball besonders emotional: „Für mich war es etwas ganz Besonderes, nach fünf Jahren wieder auf meiner Stammposition spielen zu dürfen – und zu können. Besonders das Zusammenspiel mit meinem Teamkollegen Winfried Zwanziger hat alte Erinnerungen geweckt. Wir waren zwar das älteste Team am Platz, aber definitiv das mit dem meisten Spaß.“

Alle weitern Infos findet ihr auf erollifussball.at

Gruppenfoto © erollifussball.at

Das könnte dich auch interessieren

Alle Berichte anzeigen
Zwei Rollstuhlbasketballer im Zweikampf um den Ball

Rollstuhl-Basketball: Sitting Bulls erfüllen Hausaufgaben

Bericht lesen
Rollstuhl-Basketballer Mehmet Hayirli hält den Ball mit beiden Händen fest und blickt in Richtung Korb.

Rollstuhl-Basketball: Sitting Bulls laden nach Klosterneuburg

Bericht lesen
Rene Eckhart, Elisabeth Aigner, Veronika Aigner and Markus Salcher gehen eine Piste entlang und halten dabei eine Österreichische Fahne in die Kamera.

OHNE GRENZEN bei den Deaflympics, am Tennisplatz und auf der Piste

Bericht lesen
Die Mitglieder der Tagung versammeln sich für ein Gruppenfoto im Wald. Sie positionieren sich auf einer Felsformation, das Boden ist mit Laub bedeckt.

Treffen vom Kompetenzgremium für Cerebralparetikersport in Obertraun

Bericht lesen
Vier Kinder sitzen in ihren E-Rollstühlen in einer Turnhalle und versuchen den Ball mit ihrem Rollstuhl zu treffen. Auf den Rollis sind vorne Körbe montiert, mit denen sich der Ball leichter treffen lässt.

E-Rolli-Fußball: Oberösterreich startet wieder durch – und sucht neue Kicker!

Bericht lesen
Nationalspielerin Jasna Puskaric treibt den Ball mit ihrem E-Rolli voran, im Hintergrund sieht man zahlreiche Zuseherinnen und Zuseher die gespannt aufs Spielfeld blicken.

Großer Auftritt: E-Rolli-Fußball-Team im Austria Center Vienna

Bericht lesen
Tennisspieler Dominik Thiem überreicht Melissa Köck die NIKI Trophäe im Rahmen der Sportgala.

Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025: Frühwirth und Köck räumen ab

Bericht lesen
Rollstuhl-Tenniis-Spieler Nico Langmann schlägt in der Stadthalle eine Vorhand.

Tennis: Nico Langmann spielt bei den Erste Bank Open

Bericht lesen
Zwei Spieler sitzen in ihren e-Rollstühlen in der Sporthalle. Ihnen gegenüber steht Trainer Leo Vasile mit einem weißen Brett in der Hand, auf dem mittels bunter Magneten die Spielzüge angebracht sind.

E-Rolli-Fußball: Teilnehmerrekord beim Trainingslager in der Steiermark

Bericht lesen
[Translate to Deutsch (Leichte Sprache):] Im Vordergrund steht FrameRunner Max Krehon in seinem Sportgerät. Ein Framerunner ist ein dreirädriges Gerät mit einem Sitz oder einer Beckenstütze, einer Bruststütze, einer Lenkstange und drei Rädern. Dahinter stehen drei Personen aus dem Begleiterteam, Christa Grabher ganz rechts mit einer großen Österreich-Fahne in der Hand.

FrameRunning: Eine besondere Woche in Kopenhagen

Bericht lesen