
Du brauchst nur deine Schuhe
ÖBSV: Hallo Ronny! Wie bist du zum Laufen gekommen?
Ronny: Ich habe bis 2010 im Verein Fußball gespielt. Bin dann, da ich mit Sport nicht aufhören wollte, ins Fitnessstudio gegangen und habe Kraft trainiert. Leider habe ich nach einer Zeit einen Tennisarm bekommen und konnte das Krafttraining vorübergehend nicht weiter betreiben. Daher habe ich dann mit dem Laufen begonnen. Da sich relativ schnell kleinere Erfolge eingestellt haben, bin ich dann beim Laufen geblieben.
Seit wann ist Laufen deine Leidenschaft?
Die Leidenschaft für den Laufsport kam automatisch. Und vor ein paar Jahren war dann auch relativ schnell klar: ohne Trainer wird nicht mehr viel weitergehen.
Wann hast du dich entschlossen, es als Leistungssport zu betreiben?
Zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich an Bernhard Schimpl gewandt habe. Bernhard ist heute noch mein Trainer und ich bin anscheinend mit meinen bald 42 Jahren immer noch nicht am Zenit. Auch heuer konnte ich schon wieder Persönliche Bestzeiten erreichen – und das in der noch sehr jungen Saison.
Was gefällt dir am Laufen?
Das beste: Du kannst überall Laufen, brauchst nur Schuhe und los geht’s!
Du bist stark sehbehindert - wie äußert sich das Im Training, wie im Wettkampf, wie im "normal" Laufen? Wie kann man sich das als nicht sehbehinderter Mensch vorstellen?
Wirklich Einschränkungen habe ich im Training eigentlich nicht. Natürlich ist es im Gelände für mich etwas schwieriger, aber das sehe ich dann auch als sensomotorisches Training. Meine Seebehinderung ist somit eine Art Verletzungsprofilaxe. Das eine oder andere Mal habe ich mich bei diversen Läufen, wenn die Streckenposten nicht aufmerksam gewesen sind, auch schon mal verlaufen. Aber das gehört dazu Ich glaube ein normal Sehender kann sich das gar nicht vorstellen und es ist auch für mich sehr schwer zu erklären, weil ich meine Augenkrankheit, die mein Sehen einschränkt, seit Geburt habe.
Wird in Österreich genug für Menschen mit Sehbehinderung gemacht?
Ich denke ja, aber ich habe mich damit eigentlich nicht wirklich auseinander gesetzt. Ich brauche zum Glück kaum Hilfe im alltäglichen Leben. Was schon lästig ist: etwa zu kleine Ablaufdaten, meine Frau kann die bei manchen Produkten kaum lesen und sie sieht ganz normal. Und an den Bahnhöfen gehören die Anzeigentafeln alle in Kopfhöhe.












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