Boccia: Das Imperium schlägt zurück

Medaillenvergabe beim 2. ÖBSV Cup in Wien. © TBSV

Von 8. bis 9. Juni trafen sich Österreich beste Para-Boccia-Athletinnen und Athleten zur 2. Cuprunde in Wien. Einmal mehr stellte sich der Sager „Der Cup hat eigene Gesetzte“ als wahr heraus.

Der ÖBSV-Cup besteht heuer aus 3 Terminen. Im Februar ging in Innsbruck die erste Runde über die Bühne. Im Juni war Wien an der Reihe, ehe zum Jahresabschluss das traditionelle Turnier in Schärding die Saison abschließt. Für die Sportlerinnen und Sportler geht es in jedem Spiel um alles, jeder Umfaller kostet wichtige Punkte.

In der Sportanlage Brigittenau versammelten sich Anfang Juni 23 Athletinnen und Athleten. An zwei Tagen spielten sie in 2 Klassen um Cup-Punkte, aber auch um den Sieg in der Tageswertung.

Frauenpower in der Klasse BC1

Bei ihrem Heimspiel in Innsbruck im Februar schied Staatsmeisterin Laura Santer bereits früh aus dem Turnier aus. In Wien wollte die Tirolerin es nun besser machen, was ihr auch eindrucksvoll gelang. In der Vorrunde gewann Santer alle Spiele souverän. Im Viertelfinale bezwang sie Philipp Asenstorfer knapp mit 3:2, im Halbfinale ihren Team-Kollegen, Thomas Schweiger, wieder knapp mit 5:4. Das Finale war dann Frauensache: Gegen Anna-Sophie behielt Santer erneut die Oberhand, holte sich den Tagessieg und schloss in der Cup-Wertung zur Spitze auf.

Auch in der zweiten Division der BC1-Athletinnen und Athleten ließ eine Dame das gemischte Feld hinter sich: Judith Nagy gewann 4 ihrer 5 Gruppenspiele. Einzig gegen Laura Harrer setzt es ein 2:2-Unentschieden. Im Finale ließ sie Thomas Feige mit 8:0 keine Chance. Das Spiel um Platz 3 gewann Laura Harrer gegen Routinier Georg Unterladstätter.

Nummer Eins: Staatsmeisterin Laura Santer war auch in Wien eine Klasse für sich. © TBSV
Machen einander stärker: die Teamkollegen Michael Kiefler und Steffi Proßegger. © Kiefler Privat

Überraschung und Revanche

In der Klasse BC 3 rechneten alle Anwesenden mit einem Durchmarsch des bisherigen Dominators, Michael Kiefler. Allerdings hat er dich Rechnung ohne seine Teamkollegin, Steffi Proßegger, gemacht. In der Vorrunde gelingt der Spielerin vom WAT die dicke Sensation, sie gewinnt gegen den Favoriten mit 5:3.

Im Finale treffen die beiden erneut aufeinander, diesmal mit dem besseren Ende für Kiefler, der wichtige Schlüsse aus dem Turnier zieht: „Es war sehr aufregend. Nach gefühlt 100 Spielen habe ich mal wieder ein Spiel verloren. Aber aus Niederlagen lernt man das Meiste. Im Finale konnte ich mich rehabilitieren und gewinnen. Ein nettes Zitat, das den Tag perfekt beschreibt: ‚Das Imperium schlägt zurück.‘ Aber so ist Boccia. Der Cup war eine sehr gute Vorbereitung für mein nächstes Weltranglistenturnier in Polen.“ 

Den dritten Platz erkämpft sich Christian Schimpl mit einem 4:1-Sieg gegen Manuela Mauthner.

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