Olympiasieger David Kreiner (l. im Bild neben Cheftrainer Martin Nessler) freut sich auf die Virtus WM und hofft, dass die Athletinnen und Athleten viele Menschen zum Sport bewegen können. Foto (GEPA)

Mit David Kreiner konnten die Verantwortlichen einen weiteren Olympiasieger als Paten für die Virtus WM 2023 in Seefeld gewinnen. Der Kitzbüheler erklärt im Interview, warum er sich an der WM beteiligt.  

David Kreiner hat in seiner Karriere als Nordischer Kombinierer zahlreiche Erfolge gefeiert: Mit dem Team holte er bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver Gold. Darüber hinaus feierte der Tiroler zwei Weltmeistertitel und zwei Weltcup-Siege. Heute kommentiert der 41-Jährige im ORF und frönt seiner zweiten großen Leidenschaft, dem Bergsteigen. Und engagiert sich als Pate für die Virtus WM 2023 in Seefeld. 

Servus David, warum bist du Pate bei der Virtus WM geworden? 

Das war eigentlich ganz einfach: Ein Freund von mir und Teilnehmer der Virtus WM, der Hannes Grander, ist mit mir in die Volksschule gegangen. Er hat mich gefragt, ob ich mit ihm ein paar Mal Langlaufen gehe. Und so hat sich das alles entwickelt. Dann habe ich auch gesehen, zu welchen Leistungen die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler im Stande sind. Denn das hier ist nicht ein bisschen Hampelmann oder Beschäftigungstherapie. Sie bereiten sich richtig vor und nehmen den Sport ernst. Mir gefällt aber auch, dass ab der Ziellinie wieder andere Sachen wichtig sind. Der Zugang, die Freude am Tun, das ist es, was mich beeindruckt.  

Worauf freust du dich am meisten? 

Die Leute zu treffen und auch das Zuschauen. Ich hoffe, dass der Funke auf die Zuseherinnen und Zuseher überspringt. Die Athletinnen und Athleten können dadurch andere inspirieren. Und wenn man so viel Freude und Spaß sieht, dann hoffe ich, dass viele in Bewegung kommen. Das brauchen wir in Österreich. Wir haben nicht so eine Sportkultur. Wir sind zwar große Passivsportler, aber dass wir es dann selber tun und in die Gänge kommen, da tun wir uns ein bisschen schwerer. Bei den Sportlerinnen und Sportlern der Virtus WM gibt keine Ausreden, es gibt nur das Machen. 

Was kann man von Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderung lernen? 

Das authentisch sein. Ich hoffe, dass ich das selber auch bin, aber sie spiegeln das 1:1 wider. Und das holt mich dann auch ins Boot und ist auf jeden Fall das, was ich mir gerne von ihnen abschaue.  

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