VIRTUS Open: Die Welt zu Gast in Kitzbühel

Eine Gruppe von Skifahrern posiert fröhlich im Schnee, umgeben von schneebedeckten Bergen und blauen Himmel.
Österreichs erfolgreiches Ski-Team brennt auf die Rennen in Kitzbühel. © ÖBSV

Streif und am Hahnenkamm waren gestern: Kommende Woche sind nun die Ski-Asse mit mentaler Behinderung in Kitzbühel gefordert. Rund 50 Athletinnen und Athleten aus aller Welt kämpfen bei den VIRTUS Open um Medaillen – und gleichzeitig um einen begehrten Startplatz bei den Paralympics. 

Absolute Höchstleistungen

Es wird einmal mehr ein grandioses Ski-Fest – das steht jetzt schon fest: Von 4. bis 7. Februar gastieren die VIRTUS Open erstmals in Kitzbühel. An der internationalen Rennserie nehmen Sportlerinnen und Sportler mit mentaler Behinderung, Downsyndrom und Autismus teil.

Auf dem Programm am Kitzbüheler Horn stehen gleich drei spannende Bewerbe: Super-G, Riesentorlauf und Slalom.

Die VIRTUS Open gingen erstmals im Jänner 2024 über die Bühne, initiiert vom engagierten M-Sport-Duo René Schönberger und Paula Grameiser-Scherl. Die beiden zeichneten bereits für die erfolgreiche VIRTUS Ski-WM im März 2023 in Seefeld verantwortlich und kämpfen seither unermüdlich für die Aufnahme des Skisports für Menschen mit mentaler Behinderung in das Paralympics-Programm.

Grameiser-Scherl zeigt sich voller Vorfreude: “Die Virtus Open in Kitzbühel bedeuten für mich und unser Team weit mehr als ein Rennen – sie stehen für jahrelange Aufbauarbeit, für gelebte Inklusion und für das klare Ziel, Ski Alpin im Mentalbehindertensport paralympisch zu machen. Hier zeigen unsere Athletinnen und Athleten, dass sie absolute Höchstleistungen erbringen können."

Zwei Personen stehen nebeneinander auf einer Skipiste. Die linke Person trägt eine rote Jacke mit weißen Streifen, eine helle Kappe und eine Sonnenbrille. Die rechte Person hat das Downsyndrom, trägt einen pinken Skihelm, einen weißen Skianzug mit der Aufschrift 'Virtus World Championship 2025 und der Startnummer 7 sowie Skistöcke. Im Hintergrund sind Schnee und Absperrungen zu sehen.
© Fédération Française du Sport Adapté - FFSA Virtus Sport
Eine Skifahrerin in Rennkleidung fährt mit hoher Geschwindigkeit eine Slalomstrecke hinunter. Die Person trägt einen weißen Helm und einen dunklen Anzug mit auffälligen gelben und weißen Mustern. Die Skifahrerin passiert ein blaues Tor mit zwei Stangen und einer Fahne, auf der ein Logo und Schriftzug zu sehen sind. Im Hintergrund sind verschneite Hänge, einige Bäume und weitere Personen zu erkennen.
© Mario Forgo

Professionelle Leistungen erfordern ein professionelles Umfeld

Nach erfolgreichen Austragungen in Österreich, Italien und Frankreich hat sich die Serie mittlerweile einen fixen Platz im internationalen Rennkalender erarbeitet.

51 Athletinnen und Athleten reisen aus aller Welt zu diesem besonderen Sportereignis an. Neben Österreich sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Australien, Finnland, Frankreich, Italien, Polen, der Türkei und den USA vertreten.

Sie dürfen sich auf eines der besten Organisationsteams im internationalen Rennzirkus freuen: Für zusätzliche Unterstützung sorgt in diesem Jahr der Kitzbüheler Ski Club, der bereits für die FIS-Rennen auf der Streif und am Hahnenkamm verantwortlich zeichnete. Damit sind optimale Bedingungen garantiert – sowohl für die Athletinnen und Athleten als auch für das Publikum.

Alles, was Rang und Namen hat

Österreichs Kader reist erneut mit zahlreichen Medaillenanwärterinnen und -anwärtern nach Tirol.

Bei den Damen mit Downsyndrom führt die neunfache Weltmeisterin Anna-Sophie Friedl das Team an. Stephanie Schlömmer bringt bereits drei WM-Titel mit, während Newcomerin Elena Grabner ebenfalls Gold im Visier hat.

Das Damenteam mit mentaler Behinderung wird von der siebenfachen Weltmeisterin und Grande Dame des heimischen Para-Skisports Eva-Maria Dünser angeführt. An ihrer Seite geht Routinierin Julia Pleikner aus Kärnten auf Bestzeitenjagd. Zudem dürfen wir uns auf die ersten VIRTUS-Einsätze von Jasmin Heim, Special Olympics Sportlerin des Jahres 2025, sowie von Stephanie Kogler freuen.

Auch bei den Herren mit Downsyndrom gehen mehrere Hochkaräter an den Start: Das Tiroler Duo aus dem vierfachen Weltmeister Markus Grameiser und Vize-Weltmeister Michael Konrad kämpft erneut um Spitzenplätze. Mit Lukas Moser tritt ein weiterer Österreicher erstmals auf internationaler Bühne an. Wehrmutstropfen: Leistungsträger Richard Strohhäusl fällt verletzungsbedingt aus. 

Bei den Herren mit mentaler Behinderung vertritt der dreifache WM-Medaillengewinner Christian Öllinger aus Oberösterreich die heimischen Farben.

Vier Personen mit Downsysndrom in Skiausrüstung stehen nebeneinander auf einer schneebedeckten Fläche vor einer Bergkulisse. Sie tragen Helme, Skibrillen, nummerierte Startwesten und Skischuhe. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge und ein Absperrzaun mit teilweise sichtbarem Schriftzug zu sehen. Die Startwesten sind weiß mit roten und schwarzen Elementen sowie mehreren Logos und Zahlen.
Fédération Française du Sport Adapté - FFSA Virtus Sport © ÖBSV
Eine Person in rotem Skianzug und weißer Startnummer fährt in tiefer Hocke auf roten Skiern eine schneebedeckte Piste hinab. Die Arme sind eng am Körper angelegt, die Skistöcke zeigen nach hinten. Ein schwarzer Helm und weiße Skischuhe sind sichtbar.
© Fédération Française du Sport Adapté - FFSA Virtus Sport

B-Meisterschaften mit prominenten Namen

Parallel zu den VIRTUS Open werden in Kitzbühel auch die Österreichischen B-Meisterschaften ausgetragen – mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld.

Mit Stephanie Zwatz und Alex Haissl stehen zwei ehemalige Kader-Athletinnen bzw. -Athleten am Start. Thomas Moser, Helena-Marie Klintschar und Christian Thomasen komplettieren das Starterfeld.

Zeitplan

Kitzbüheler Horn / Der Eintritt ist frei 

  •  5. Februar, 10:30 / Super-G
  • 6. Februar, 10:00 / Riesentorlauf
  • 7. Februar, 10:00 / Slalom

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