Schwimmen: Train the Trainer

Die Kurs-Teilnehmer befinden sich am Beckenrand eines Indoor-Pools und blicken hinauf in die Kamera, die von einer Erhöhung fotografiert.
Die Schwimm-Coaches der Zukunft. © Anna Taupe-Lehner

Von April bis Mitte Juni nahmen 14 Interessierte aus 8 Bundesländern am „Spezialmodul Para-Schwimmen“ teil.

Schwimmen ist bei Menschen mit Behinderung enorm beliebt. Die regelmäßige Bewegung im Wasser fördert die körperliche Fitness, stärkt das Selbstvertrauen und unterstützt die soziale Integration. Im „Spezialmodul Para-Schwimmen“ bekommen die Trainerinnen und Trainer der Zukunft das Rüstzeug, um eigenständig Kurse zu leiten. Dr.in Anna Taupe-Lehner zeichnete sich für die Leitung der Ausbildung verantwortlich: „Solide Grundlagenarbeit im Para-Schwimmsport ist sehr wichtig. Das klingt anfangs etwas langweilig, war aber sehr spannend.“

Wenn man mit Sportlerinnen und Sportlern mit unterschiedlichsten Behinderungen arbeitet, benötigt man ein breitgefächertes Know-how. Das Themenspektrum ist sehr umfangreich. In drei Abschnitten erfuhren die Azubis alles über Sicherheit, Aufsichtspflichten, Didaktik und Methodik. Mit der theoretischen Grundlage ging es bei Unterrichtssequenzen und Hospitationen an die Praxis.

Mit- und voneinander lernen

Für Anna Taupe-Lehner trug vor allem ein ständiger Dialog zwischen Lehrenden und Auszubildenden zum Erfolg des Kurses bei: „Die Gruppe hatte sehr unterschiedliche Vorerfahrungen im Bereich Para-Schwimmen. Dadurch entstand ein intensiver Erfahrungsaustausch. Wir haben die Hospitationen sehr aufmerksam beäugt und immer wieder Feedback gegeben. Dadurch konnten alle ihren Wissensstand individuell erweitern.“

Der Kurs wird den Teilnehmenden für ihre Ausbildung zum Übungsleiter im Behindertensport angerechnet und sorgt dafür, dass die Zahl an professionellen Coaches auch für die Zukunft gesichert ist. „Ich bin überzeugt, dass heterogene Gruppen aus dem Para-Schwimmsport und dem Schwimmsport der Dachverbände – wir hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom ASKÖ, ASVÖ und ÖBSV – in Aus- und Fortbildungen eine Win-win-Situation sind“, so Taupe-Lehner. „Wir haben eine bereichernde Zusammenarbeit in einer motivierten Gruppe erlebt und hoffen auf weitere Spezialmodule Para-Schwimmen in ähnlichen Settings“, resümiert die Kursleiterin abschließend.

Das könnte dich auch interessieren

Alle Berichte anzeigen

OHNE GRENZEN: Schwimm-WM, Basketball-WM und Solidaritäts-Run

Bericht lesen

Para-Schwimm-WM: Onea und Weber-Treiber mit erstem Einsatz

Bericht lesen
Andreas Ernhofer im Becken. Er schwimmt auf dem Rücken, eine Hand ist gerade in der Luft.

Para-Schwimm-WM: Ernhofer mit Rang 7, Falk auf Platz 9

Bericht lesen
Janina Falk macht einen Kopfsprung in den WM-Pool

Para-Schwimm-WM: Ernhofer erneut im Finale, Falk auf Platz 14

Bericht lesen
Andreas Ernhofer beim Brustschwimmen im WM-Pool

Para-Schwimm-WM: Ernhofer zum Auftakt mit Finaleinzug

Bericht lesen
Gruppenfoto in der Sporthalle in Salzburg: Die Kids im Rollstuhl und das Coachingteam reißt die Hände in die Höhe.

Kids im Rollstuhl rockten Tanzfläche und Schwimmbad

Bericht lesen
Gruppenfoto bei den Youth Games: Team Austria steht vor einer Werbewand, auf der das Maskottchen, eine Katze, abgebildet ist. Christian Schimpl steht in seinem E-Rollstuhl im Vordergrund, dahinter reihen sich die Sportler und Betreuer auf.

Fantastische Leistungen: Österreich jubelt über zwei Medaillen bei den Youth Games

Bericht lesen
Das Bild ist eine Zusammenstellung der drei Athletinnen und Athleten. Links ist Christian Schimpl in seinem E-Rollstuhl. Er trägt ein blaues Shirt, hat blonde Haare und eine Brille. In der Mitte Noah Rainer: er hat dunkles Haar einen Oberlippenbart und trägt eine Goldmedaille um den Hals. Seine rechte Hand ist amputiert. Rechts ist Sarah-Maria Baumegger: Sie trägt eine Goldmedaille um den Hals und hält in jeder Hand einen Pokal. Sie hat blondes Harr zu einem Zopf gebunden und lacht in die Kamera.

Para Youth Games: Ein bärenstarkes Trio in Istanbul

Bericht lesen
Gruppenfoto einer Übungsleiterausbildung. 9 Personen, davon vier im Rollstuhl, stehen in einer Sporthalle vor einem Fußballtor, dahinter steht ein ÖBSV-Banner. Zwei Personen halten einen Tischtennisschläger, eine PErson einen Basketball. Sie lachen in die Kamera.

Werde Teil unserer Gemeinschaft – die neuen Ausbildungstermine sind online!

Bericht lesen

Glanzlichter in Berlin: Weltrekord, Edelmetall und starke Signale Richtung WM

Bericht lesen
Sieben Sportlerinnen stehen auf dem Podest und jubeln über ihre Medaillen. Sie stehen eng zusammen, da sehr wenig Platz ist. Es sind Sportlerinnen mit Downsyndrom und mentaler Behinderung. Sie tragen grüne und blaue Shirts.

Staatsmeisterschaften Schwimmen: Über Grenzen hinaus bis zum Weltrekord

Bericht lesen