Tirol läutet Countdown für Winter Deaflympics 2027 ein

Eine große Gruppe von Menschen posiert fröhlich auf einer verschneiten Fläche vor einer Skisprungschanze.
Der Countdown läuft - Gruppenfoto in Seefeld © Jakub Sichelski

In genau einem Jahr wird Tirol zur internationalen Bühne für gehörlose Spitzensportlerinnen und -sportler: Vom 15. bis 24. Jänner 2027 bringen die 21. Winter Deaflympics Athletinnen und Athleten aus über 30 Nationen nach Innsbruck und Seefeld. Rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in sieben Sportarten um Medaillen kämpfen.

Vorbereitung auf ein einzigartiges Sportevent

Zur optimalen Vorbereitung fand kürzlich die Chef-de-Mission-Reise statt: Über 70 Delegierte, darunter Vertreterinnen und Vertreter des International Committee of Sports for the Deaf (ICSD), des Österreichischen Gehörlosen-Sportverbandes (ÖGSV) sowie der teilnehmenden Nationen aus Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika reisten nach Tirol, um die Austragungsorte persönlich zu begutachten und Details abzustimmen.

Im Mittelpunkt standen nicht nur sportliche Aspekte, sondern auch barrierefreie Zugänge, inklusive Side-Events und innovative Lösungen für visuelle Kommunikation in den Stadien – etwa Videowalls, Live-Moderation in Gebärdensprache oder klare Sichtachsen für Zuschauerinnen und Zuschauer.

Die Reise endete mit der Eröffnung der Fotoausstellung „50 Jahre Olympische Winterspiele Innsbruck 1976“ am Innsbrucker Boznerplatz – und markierte den offiziellen Countdown von 365 Tagen bis zur Eröffnung der Deaflympics 2027.

© Jakub Sichelski
v.l.n.r. stehend: Barbara Plattner (CEO Innsbruck Tourismus), Elias Walser (CEO Region Seefeld - Tirols Hochplateau), Mariella Lutz (Stadträtin Innsbruck), Peter Paul Mölk (Obmann Innsbruck Tourismus), Patrica Hetfleisch (CMO & Prokurist Tirol Werbung).

v.l.n.r. sitzend: Bernhard Kurzmann (Präsident ÖGSV), Johannes Anzengruber (Bürgermeister Innsbruck), Adam Kosa (Präsident ICSD), Philip Wohlgemuth (Landeshauptmann-Stv. Tirol).
© Jakub Sichelski

Tirol als Gastgeber der besonderen Art

Bürgermeister Johannes Anzengruber betont: „Innsbruck blickt auf eine lange Tradition als Gastgeber internationaler Wintersportevents zurück. Mit den 21. Winter Deaflympics 2027 setzen wir ein starkes Zeichen für Inklusion. Innsbruck verfügt über erstklassige Infrastruktur, die wir für dieses hochklassige Event optimal nutzen können.“

Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth ergänzt: „Die Winter Deaflympics sind für Tirol weit mehr als ein Sportevent. Sie stärken unsere regionale Wirtschaft, fördern Inklusion und unterstreichen Tirols Ruf als verlässlicher Gastgeber internationaler Wintersport-Großereignisse.“

Auch Elias Walser, Geschäftsführer Region Seefeld, zeigt sich begeistert: „Die Sportstätten in Seefeld präsentierten sich bei besten Bedingungen in perfektem Zustand. Die Winter Deaflympics werden ein inklusives und einzigartiges Sportevent.“

Und Bernhard Kurzmann, Präsident des ÖGSV, hebt hervor: „Dieses Event zeigt, wie Inklusion, gesellschaftliches Miteinander und sportliche Höchstleistungen Hand in Hand gehen können. Wir freuen uns, die einzigartige Atmosphäre der Deaflympics international sichtbar zu machen.“

Historische Bedeutung und Zukunft

Die Deaflympics sind die weltweit bedeutendste Sportveranstaltung für gehörlose Sportlerinnen und Sportler und zählen zu den ältesten Multisportevents der Welt. Kommunikation erfolgt nicht gesprochen, sondern über Gebärdensprache und visuelle Signale.

Mit den 21. Winter Deaflympics 2027 kehren die Spiele auch an ihren Ursprungsort zurück: Seefeld, wo 1949 die erste Winterausgabe stattfand.

Die Anmeldung der Nationen startet am 2. Februar 2026. Für Jänner 2027 werden rund 850 Athletinnen und Athleten sowie 550 Betreuerinnen und Betreuer aus aller Welt erwartet. 

© Jakub Sichelski

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