Tagebuch einer Sportwoche

Drei Teilnehmer stehen auf einer Straße im Wald, hinter ihnen zahlreiche Bäume. Sie tragen Klettergurte für den Hochseilgarten. Zwei von ihnen haben das Downsyndrom. Sie lachen in die Kamera und haben die Arme um die Schultern des anderen gelegt.
Viel Sport und genau soviel gute Laune bei der Sportwoche für Menschen mit mentaler Behinderung. © KG-M

Vergangene Woche stand – wie jedes Jahr – die Sportwoche für Sportlerinnen und Sportler mit mentaler Behinderung auf dem Programm. Sechs Tage lang erlebten die Teilnehmenden in Maria Alm/Hintermoos im und rund um das wunderschöne BSFZ Hintermoos zahlreiche sportliche Abenteuer.

Startschuss mit Kennenlernen, Wanderung und Abkühlung

Die legendäre Sportwoche in Maria Alm ist ein leuchtender Fixstern am Himmel der ÖBSV-Veranstaltungen und bildet den Auftakt zu zwei Sportwochen für Menschen mit mentaler Behinderung im Sommer 2025. Kursleiter René Schönberger und sein Team begrüßten am Sonntagnachmittag die Gruppe, die nach und nach im Bundessportzentrum Hintermoos eintraf. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und passte perfekt zur freudigen Ankunftsstimmung. Beim gemeinsamen Abendessen war die Gruppe – bestehend aus vielen bekannten, aber auch neuen Gesichtern – erstmals vollzählig versammelt. Anschließend sorgten lustige Kennenlernspiele für gute Laune und ein erstes Gemeinschaftsgefühl.

Frei nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ machte sich die Gruppe am nächsten Morgen zu einer gemeinsamen Wanderung auf die Eggeralm auf. Eine schweißtreibende Angelegenheit bei stetig steigenden Temperaturen. Die anschließende Abkühlung im Erlebnisfreibad Maria Alm war bei über 30 Grad mehr als verdient. Am Abend stand als sportlicher Abschluss eine Basketball-Einheit auf dem Programm.

© KG-M
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Geschicklichkeit und Mut auf der Matte sowie im Klettergarten

Am Dienstagvormittag ging es zur Leichtathletikeinheit ins Sportrealgymnasium HIB Saalfelden. Nach einer stärkenden Mittagspause bat ÖBSV-Bewegungs- und Informationscoach Manfred Roth die Sportlerinnen und Sportler auf die Matte. Beim Judo wurden Falltechniken und einfache Würfe für Anfänger erlernt – eine eindrucksvolle und spannende Erfahrung. Der Tag klang mit einem geselligen Spieleabend aus, der weniger actionreich, aber ebenso unterhaltsam war.

Der Mittwoch startete mit Tennis: Erstmals schwangen die Athletinnen und Athleten ihre Schläger und jagten dem gelben Filzball hinterher. Danach konnten sie beim Mountainbiken ihr Geschick auf zwei Rädern unter Beweis stellen. Am Nachmittag wartete eine besondere Herausforderung: Im Klettergarten bewiesen sowohl Sportlerinnen und Sportler als auch ihre Begleitpersonen Mut und Koordination in luftigen Höhen.

Ballsaison

Der Donnerstag begann mit der zweiten schweißtreibenden Leichtathletikeinheit – Laufen, Springen, Werfen – die mit viel Energie und Begeisterung absolviert wurde. Am Nachmittag drehte sich alles um Ballsportarten: Beim Handball, Volleyball und Fußball zeigten die Teilnehmenden ihr Können und ihren Teamgeist. Nach dem Abendessen folgte das Boccia-Training, bei dem die großen Kugeln gegen kleinere getauscht wurden. Anschließend wurden die Teams für das große Boccia-Turnier am nächsten Tag ausgelost.

Am Freitagvormittag brachte eine intensive Einheit im Bereich Kraft, Ausdauer und Koordination noch einmal alle ins Schwitzen. Gut gestärkt ging es nach dem Mittagessen ins Boccia-Turnier. Die anschließende Siegerehrung leitete über zum legendären Disco-Abend, bei dem eine Gruppe motivierter Tänzerinnen und Tänzer eine einstudierte Choreografie präsentierte – mit großem Applaus von allen Teilnehmenden des BSFZ.

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Bis zum nächsten Jahr

Am Samstagvormittag sorgte ein heiteres Abreisespiel für einen würdigen Abschluss, bevor sich die Sportlerinnen und Sportler erschöpft, aber glücklich auf den Heimweg machten. Kursleiter René Schönberger verabschiedete sich mit herzlichen Worten: „Ich bedanke mich bei allen Trainerinnen und Trainern sowie Betreuerinnen und Betreuern – ohne euch wäre diese Woche nicht möglich gewesen. Ein besonderer Dank gilt den BIC Claudia Holzinger und Manfred Roth, Waltraud Konrad und Birgit Leyerer. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder in Maria Alm!“

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