Ski-Alpin: Titel und Medaillen in rot-weiß-rot

Große Freude am Siegerpodest: Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Georg Dornauer, Markus Grameiser, Michael Konrad, Richard Strohhäusl und Benni Raich. © Mario Forgo

Mit der Austragung der Virtus Open Alpine Ski 2024 fand von 26. bis 28. Jänner im Skigebiet Hochzeiger in Jerzens im Pitztal eine neue Rennserie für Menschen mit mentaler Behinderung ihren Auftakt.

Internationale Klasse

Mit zahlreichen Siegen und Podestplätzen war der erste Stopp der Serie ein absoluter Erfolg für das Gastgeberland. Bei den drei Skirennen, die auch als Österreichische Meisterschaft ausgetragen wurden, präsentierten sich die heimischen Athletinnen und Athleten in absoluter Bestform.

37 Rennläuferinnen und Rennläufer aus fünf Nationen gingen in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom und Super-G an den Start. Am Freitag wurden die 1. Virtus Open eröffnet. Nach einem Trainingslauf unter schlechten Bedingungen besserte sich das Wetter jedoch schnell und schlussendlich konnte der Super-G bei Sonnenschein gestartet werden.

Erfolgreicher Super G

Schon am ersten Tag konnte das Duo Anna-Sophie Friedl mit Platz eins und Stephanie Schlömmer mit Platz zwei in der Klasse Damen mit Down-Syndrom die Weichen für die weiteren Tage stellen. Für Anna-Sophie Friedl bedeutete das auch gleichzeitig den Titel in der österreichischen Meisterschaft.

Eine tolle Leistung zeigte auch die jüngste Österreicherin in dieser Klasse: Elena Grabner belegte hier sensationell den dritten Platz.

Bei den Damen Mental siegte eine Französin. Die Plätze zwei bis vier gingen an österreichische Athletinnen. Auf Rang zwei und damit zur österreichischen Meisterin fuhr Eva-Maria Dünser vor Julia Pleikner.

Besonders spannend entwickelte sich das Auftaktrennen bei den Herren mit Down-Syndrom.: Lokalmatador Michael Konrad setzte sich hauchdünn vor seinem Teamkollegen, Markus Grameiser, durch.

Bei den Herren Mental überraschte Alexander Haissl, dessen Spitzenzeit für den dritten Platz hinter den zwei starken Franzosen reichte.

Super Zeiten im Riesenslalom

Der zweite Renn-Tag stand ganz im Zeichen des Riesenslaloms. Die Piste präsentierte sich aufgrund der niedrigen Temperaturen extrem hart. Aber dank der hervorragenden Präparierungen der Bergbahnen Hochzeiger quasi in Weltcup-Zustand.

Bei den Damen mit Down-Syndrom zeigte sich das Podium mit den österreichischen Damen Friedl, Schlömmer und Grabner in der exakt selben Reihenfolge wie am ersten Tag. Somit holte Friedl auch ihren zweiten Meisterschafts-Titel.

Bei den Damen Mental erfuhren die Österreicherinnen erneut auf die Plätze zwei bis vier, wobei dieses Mal Julia Pleikner das Feld vor Eva-Maria Dünser anführte. Zudem konnte auch der Pitztaler Lokalmatador Michael Konrad erneut den Sieg einfahren und wurde bei der Abendveranstaltung im vollen Gemeindesaal dementsprechend gefeiert.

Mit dabei war neben dem Landeshauptmannstellvertreter Georg Dornauer auch Marlies und Benjamin Raich, die, gemeinsam mit den zahlreichen Fans den zweiten Renntag ausklingen ließen.

Die Kärntnerin Julia Pleikner gibt auf der Piste Vollgas. © Mario Forgo

Mit Vollgas durch den Slalom

Auch am Finaltag sorgte die harte Piste wieder für Herausforderung bei den Ski-Assen. Daher gab es im Slalom auch einige Ausfälle. So fielen dem recht schwierigen Lauf einige der Top-Gesetzten wie Anna-Sophie Friedl, Eva Maria Dünser und Markus Grameiser zum Opfer.

Bei den Damen mit Down-Syndrom schnappte sich Stephanie Schlömmer den Titel, sowohl in der Virtus Open Alpine Ski als auch in der österreichischen Meisterschaft. Ihre Teamkollegin Elena Grabner folgte hinter einer Tschechin auf Rang drei.

In der Kategorie Damen Mental fuhr Julia Pleikner zu ihrem ersten Sieg und gleichzeitig zum österreichischen Meistertitel. Hinter ihr reihte sich die Salzburgerin Stephanie Kogler vor der Tirolerin Stephanie Zwatz ein.

Für die große Sensation sorgte der Lokalmatador Michael Konrad, der sich bei den mit Herren Down-Syndrom mit seinem dritten Sieg nun das begehrte Tripple, sowohl in der Virtus Open Alpin Ski, als auch in der österreichischen Meisterschaft, holte. Auf Rang drei fuhr in dieser Klasse der Tiroler Matthias Köll.
Bei den Herren Mental ging der Sieg im Slalom an den Franzosen Thomas Girard. Auf Rang zwei fuhr der Oberösterreicher Christian Öllinger, der sich somit auch den österreichischen Meistertitel holte.

Lokalmatador Michael Konrad fuhr allen davon. © Mario Forgo

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