Ski-Alpin: Team Austria gewinnt Nationenwertung

Team Austria posiert für ein Gruppenfoto. Sie stehen vor einer Sponsorenwand und halten die österreichische Fahne in die Kamera.
Eine starke Familie, ein tolles Team. © KG-M

Auch am letzten Tag der großen VIRTUS Ski-WM für unsere Ski-Asse mit mentaler Behinderung regnete es Medaillen. Eva-Maria Dünser und Christian Öllinger schnappen sich am letzten Drücker doch noch Edelmetall.

Österreich erfolgreichste Nation

Hinter Team Austria liegen intensive und anstrengende Tage. Die 2025 Virtus World Alpine Skiing Championships haben sowohl unseren Athletinnen und Athleten als auch unserem großartigen Betreuerteam alles abverlangt. Und die Reise in die französischen Alpen hat sich einmal mehr bezahlt gemacht. Mit 17 Medaillen verabschieden sich die Österreicherinnen und Österreicher aus Tignes – und gewinnen damit vor Gastgeber Frankreich die Nationenwertung. 

Ski-Referentin Paula Grameiser-Scherl ist mehr als zufrieden mit ihren Schützlingen: „Die WM war für uns sehr erfolgreich. Ein großes Dankeschön geht an unser Trainerteam mit seinem unermüdlichen Einsatz. Vielen Dank auch an unsere Gastgeber für die tolle Organisation. Das Skigebiet war wunderschön, perfekt für die Weltmeisterschaft. Es sind wieder zahlreiche neue Freundschaften entstanden, die Stimmung unter allen teilnehmenden Nationen war sensationell.“

Ein großer Dank auch an unser Betreuer-Team © FFSA Sport Adapté
Eva Maria Dünser am Start in Richtung Silber © FFSA Sport Adapté

Machtdemonstration und Erleichterung

Am letzten Wettkampftag stand für unsere Sportlerinnen und Sportler die Kombination auf dem Programm. Bei den Damen mit Downsyndrom war Anna Sophie Friedl einmal mehr nicht zu schlagen. Die Oberösterreicherin holte sagenhafte drei Goldmedaillen. Stephanie Schlömmer und Elena Grabner lagen mit den Plätzen 2 und 3 nach dem Super-G ebenfalls auf Medaillenkurs, schieden aber jeweils mit Torfehlern unglücklich aus.

Ein wahrer Thriller war die Entscheidung bei den Herren mit Downsyndrom: Markus Grameiser lag nach dem ersten Durchgang noch auf Platz 3, legte im Slalom einen Husarenritt hin und schnappte sich doch noch die Goldene und damit WM-Titel 2. Richard Strohhäusl, der vor Frankreich noch ohne WM-Edelmetall war, lag nach dem Super-G noch in Führung, am Ende darf er sich über Bronze und seine vierte WM-Medaille freuen.

Erleichterung auch im Hause Dünser: Mit zwei super Läufen feierte Eva-Maria Dünser doch noch ihren WM-Stockerlplatz und verlängerte damit ihre Serie, bei jeder ihrer vier WM-Teilnahmen zumindest eine Medaille gewonnen zu haben. Auch Christian Öllinger freute sich im letzten Rennen doch noch über eine Medaille und Laufbestzeit im Slalom – auch er holt Silber. Kärntens Aushängeschild im Ski-Alpin, Julia Pleikner, verabschiedet sich mit einem soliden 5. Platz aus Tignes.

Pechvogel bei dieser WM war ganz klar Michael Konrad, der nicht nur mehrmals mit Platz 4 das Podest verpasste, sondern auch krankheitsbedingt im Riesentorlauf passen musste – Kopf hoch.

Freud und Leid liegen nah beisammen

17 Medaillen, erster Platz in der Nationenwertung – nicht selbstverständlich, wie Paula Grameiser-Scherl betont: „Für die Sportlerinnen und Sportler waren es extrem anstrengende Tage – körperlich aber auch mental. Die Rennen waren extrem schwer gesetzt und noch dazu sehr lang.“

Dazu kommt, dass solche Großveranstaltungen auch immer ein Wechselbad der Gefühle sind: „Von Weinen bis zur totalen Freude – über die eigene Leistung aber auch die der Kolleginnen und Kollegen. Überforderung, Glück, Enttäuschung – das alles muss immer auch erst verarbeitet werden“, erklärt die Ski-Referentin.

Das Ziel, dass die Ski-Asse mit mentaler Behinderung 2030 bei den Paralympics an den Start gehen, wurde weiter intensiviert. „Die Rennen fanden auf schwierigen Pisten statt, damit unsere Athletinnen und Athleten beweisen konnten, dass sie auch solche Strecken bestens bewältigen können“, so Grameiser-Scherl abschließend.

Freundschaften über die Landesgrenzen hinaus © FFSA Sport Adapté
Michael Konrad auf der Piste © FFSA Sport Adapté
Alle für einen, einer für alle! © KG-M
Eva-Maria Dünser holte auch bei ihrer vierten WM-Teilnahme eine Medaille. © FFSA Sport Adapté
Ein starkes Duo: Markus Grameiser (m.) und Richard Strohhäusl (r.) holten zusammen 8 WM-Medaillen. © FFSA Sport Adapté
Dreimal WM-Gold - Anna Sophie Friedl enteilte mal wieder der Konkurrenz. © FFSA Sport Adapté
Christian Öllinger (l.) freute sich über Silber © FFSA Sport Adapté

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