Ski Alpin: Fehlerkorrektur in Echtzeit

Ein Sportler mit Downsyndrom steht auf dem Skisimulator. Mit Skischuhen steht er auf zwei Brettern, die sich nach lins und rechts bewegen können. Sein Trainer achtet auch die richtige Ausführung.
Neben der Piste ging es für die Ski-Asse auch auf den Simulator. © M-Sport

Unser Ski-Kader der Sportlerinnen und Sportler mit mentaler Behinderung war am Wochenende zu einem Trainingslager in der Ski Austria Academy St. Christoph am Arlberg. Neben dem Riesentorlauftraining kam dabei auch ein Skisimulator zum Einsatz.

Fokus Riesentorlauf

Zwölf Kaderathletinnen und -athleten traten vergangene Woche die Reise in die Ski Austria Academy St. Christoph an. Begleitet wurde das Team von Chefcoach Martin Neßler, drei weiteren Coaches, einer Betreuerin, Kursleiter René Schönberger sowie Skireferentin Paula Grameiser-Scherl.

Der Fokus des Camps lag vor allem auf dem Riesentorlauf: “All unsere Athletinnen und Athleten waren mit vollem Einsatz dabei. Martin Neßler, Emil Wachter und dessen Tochter Theresa motivierten unsere Sportlerinnen und Sportler bei ihren Aufgaben. Die Entwicklung ist bei jedem Einzelnen sehr gut sichtbar. Die Unterkunft war wie immer perfekt und alle sehr freundlich”, zeigt sich Referentin Grameiser-Scherl zufrieden.

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Skisimulator gibt neue Einblicke

Neben dem klassischen Training auf der Piste stellte das Training am Skisimulator ein echtes Highlight dar. Unter der fachkundigen Leitung von Walter Hlebayna vom Vorarlberger Skiverband absolvierten unsere Athletinnen und Athleten eine besondere Einheit am Pro Ski-Simulator (Sky TechSport). Für viele war der Simulator Neuland, doch die Sportlerinnen und Sportler passten sich rasch an und nutzten die Möglichkeit, Skifahren einmal auf ganz neue Weise zu erleben.

Besonders wertvoll war die präzise Analyse und unmittelbare Korrektur der Hüft- und Kniestellung: Fehler wie eine blockierte oder verdrehte Hüfte konnten in Echtzeit korrigiert werden, was für einen optimalen Druckaufbau auf dem Außenski entscheidend ist. Zudem wurde gezielt an der Winkelung, der Trennung von Ober- und Unterkörper sowie am Abrollen von Knie und Sprunggelenk gearbeitet. Auch das Betreuerteam stellte sich selbst auf den Simulator, um anschließend Erfahrungen mit den Athletinnen und Athleten auszutauschen.

Perfekte Leistungen durch perfekte Ernährung

Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe der neuen Skianzüge der Firma Schöffel. Abgerundet wurde der Trainingstag durch einen spannenden und praxisnahen Vortrag von Isabella Grabner-Wollek, Ernährungswissenschaftlerin bei Leistungssport Austria und Mutter von Elena. Sie informierte eindrucksvoll über die richtige Ernährung im Training und Wettkampf – zur Begeisterung der Sportlerinnen und Sportler ebenso wie der anwesenden Eltern.

“Aus meiner Sicht war dieses Trainingswochenende ein voller Erfolg – abwechslungsreich, anstrengend, und unsere Sportlerinnen und Sportler konnten sich wieder um einen Tick steigern. Wir blicken mit großer Vorfreude auf das Highlight im nächsten Jahr, die Open Alpine Skimeisterschaft, sanctioned by VIRTUS und ÖBM, in Kitzbühel vom 4. bis 7. Februar 2026. Danke auch an Arlberg West – Lech für die Unterstützung”, so Paula Grameiser-Scherl und René Schönberger.

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