Showdown: Alles, was ihr über den Sport wissen müsst

Was braucht es für ein Showdown-Duell?
Brille, Handschuh und Schläger, einen Tisch
und los geht‘s! Foto (c) ÖBSV Baubinder

Showdown erfreut sich bei Sportlerinnen und Sportlern mit einer Sehbehinderung immer größerer Beliebtheit. Die rasanten Ballwechsel sind bereits ein fixer Bestandteil der Schoool Games.

Alice und Tobias stehen einander an einem Tisch gegenüber. Beide haben den Kopf leicht gesenkt, atmen schnell und gleichmäßig. Die Sinne sind scharf. Voller Fokus aufs Gehör. Die Muskeln sind angespannt. Keine Ablenkung. Stille. Und dann geht es los: peng, raschel, peng, raschel – Tor! Kurzer Jubel bei Alice. Und gleich wieder Stille – volle Konzentration auf den nächsten Ballwechsel. Was klingt wie die Szene aus einem Western, trägt den passenden Namen Showdown und ist eine aufstrebende Sportart für Menschen mit einer Sehbehinderung. Der Sport findet in Österreich immer größeren Anklang und ist seit Jahren fester Bestandteil der Schoool Games.

Worum geht es beim Showdown?

Showdown ist eine Mischung aus Tischtennis und Air-Hockey. Gespielt wird mit einer Dunkelbrille. Das schafft gleiche Voraussetzungen für alle. Die Gegner stehen sich gegenüber. Ziel ist es, den Ball mit einem Schläger ins Tor des Gegenübers zu befördern. Die Spielerinnen und Spieler können sich dabei die Bande zunutze machen oder hauen einfach direkt drauf.

Woher weiß man, wo der Ball ist?

Der Ball besteht aus Hartplastik und ist mit Metallsplittern gefüllt. Durch das auffällige Rascheln wissen die Spielerinnen und Spieler jederzeit, wo er sich befindet und wie schnell er unterwegs ist.

Wie gewinnt man beim Showdown?

Für jedes erzielte Tor gibt es zwei Punkte. Schießt man den Ball aus dem Feld oder an das Brett oberhalb der Mitte, bekommt das Gegenüber einen Punkt. Wer zuerst 11 Punkte hat, gewinnt. Wichtig: Man muss immer zwei Punkte Abstand haben, um zu gewinnen. 

Was macht eine gute Spielerin oder einen guten Spieler aus?

Showdown verlangt absolute Konzentration. Aus diesem Grund muss das Publikum während des Spiels still sein. Die Aktiven sind wieselflink, benötigen eine schnelle Reaktion, Geschick und starke Reflexe.

Was braucht man an Spielgeräten?

Für Showdown benötigt man einen Schläger, meistens aus Holz, einen Ball, eine Dunkelbrille und, ganz wichtig, feste Handschuhe. Der Ball erreicht eine enorme Geschwindigkeit, jeder Aufprall auf der nackten Hand würde sehr schmerzvoll sein.

Was machen die Schiedsrichterin und der Schiedsrichter?

Sie zählen die Punkte und achten darauf, dass der Ball immer in Bewegung ist. Bleibt er doch einmal stehen, ruft man: „Toter Ball!“, und es geht mit einem Aufschlag weiter. Außerdem sorgen sie dafür, dass es im Raum ruhig bleibt. Wer tratscht, wird ermahnt – also pssst.

Warum soll man Showdown spielen?

Der Sport ist für alle Menschen mit und ohne Sehbehinderung gleichermaßen geeignet. Durch die Dunkelbrille haben alle die gleichen Voraussetzungen. Der Fokus auf die Umgebung schärft die Konzentrationsfähigkeit. Und das Wichtigste: Es macht jede Menge Spaß. Man lernt neue Freunde kennen, und ihr macht gemeinsam Bewegung.

Mehr zu Showdown

Im November 2022 fand in Wien das erste Showdown-Turnier statt. Foto (c) Paul Sokolicek

ÖBSV 2023

Das könnte dich auch interessieren

Alle Berichte anzeigen
Eine Gruppe Monoskifahrer posiert für ein Gruppenfoto vor einem Bergpanorama.

Sportwochen: Jetzt für die Wintersportwochen anmelden

Bericht lesen
Gruppenfoto. Zahlreiche Personen, viele davon in E-Rollstühlen haben sich für ein Gruppenfoto vor einem grünen Zaun aufgestellt und jubeln in die Kamera. Viele Personen haben beide Arme in die Höhe gestreckt.

Sportwoche: Sommer, Sonne, Sport & Gemeinschaft in Obertraun

Bericht lesen
Zwei Gruppen stehen sich gegenüber und halten sich am selben Seil fest. Sie stehen auf einer Wiese und warten auf das Signal zum Ziehen.

Selbstständig durchs Leben: KGM-Naturcamp am Kinderbauernhof in Pöttelsdorf

Bericht lesen
Ein junge Dame im Rollstuhl nutzt einen Becher voller Wasser, um einen Herren abzuspritzen. Beide lachen dabei und befinden sich auf der Laufbahn des Bundesportzentrums.

Sportwoche: Der ÖBSV bewegt – und zwar die ganze Familie

Bericht lesen

Rollstuhl-Basketball: Vorschau aufs Semifinale und Entscheidungen in Liga 2

Bericht lesen
Eine erwachsene Begleitsportlerin steht mit einem sehbehinderten Kind auf Skiern auf einer verschneiten Piste. Beide tragen gelbe Sicherheitswesten, während die Begleitsportlerin das Kind sanft führt. Im Hintergrund sind Gebäude und Schneelandschaft zu sehen.

Ski Alpin: Winterabenteuer für Kinder und junge Erwachsene in Salzburg

Bericht lesen
Dieses Bild zeigt Jakob Lorenz mit der Startnummer 207 auf einem Rennmotorrad, wie er in einer dynamischen Pose fährt. Das Motorrad hat ein auffälliges Design in Lila- und Gelbtönen. Im Hintergrund ist eine verschwommene grüne Landschaft zu sehen, die auf die Geschwindigkeit hinweist. Jakob trägt vollständige Rennbekleidung mit Helm und auffälligen Farbdetails.

OHNE GRENZEN: Faszinierende Einblicke in den Motorsport

Bericht lesen

Alexander Suppan: Ein Multitalent zwischen Sport und Musik

Bericht lesen