Gruppenfoto der Sportler mit ihren Coaches in Trainingsanzügen vor einer Sponsorenwand
Bereit, Berlin zu rocken! © Lena Ernhofer

Ankommen, klassifizieren, Rekorde schwimmen: Österreichs Para-Schwimm-Asse sind von 7. bis. 9. Mai beim Weltcup in Berlin im Einsatz. Zu den etablierten Namen gesellen sich diesmal gleich mehrere hoffnungsvolle Talente, die auf Anhieb überzeugen konnten.

Klassifizierung verlief optimal

Österreichs beste Schwimmerinnen und Schwimmer mit Behinderungen kämpfen derzeit in Deutschlands Hauptstadt mit der Weltelite um Medaillen, Bestzeiten und Limits. Mit dabei sind natürlich allen voran Andreas Ernhofer, Andreas Onea und Jakob Schumacher – Janina Falk muss verletzungsbedingt auf ihren Einsatz in Berlin verzichten.

Aber auch neue Gesichter sind diesmal mit am Start: die Zwillingsschwestern Angelika Angerer und Daniela Angerer, Sarah-Maria Baumegger sowie Carina Premstaller. Sie alle wollen künftig auch auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam machen.

Dafür benötigt es jedoch zunächst eine internationale Einstufung, wie ÖBSV-Schwimmreferent Andi Steiner vor Ort berichtet: “Für unser Team verlief der Klassifizierungsprozess optimal: Angelika Angerer (S11) und Daniela Angerer (S11) erhielten jeweils die Bestätigung ihrer Klassifizierung. Auch Carina Premstaller wurde in die Klassen S3/SB2/SM3 eingestuft, während Sarah-Maria Baumegger (S14) ebenfalls bestätigt wurde. Besser hätte es für die vier Athletinnen kaum laufen können.”

Zwei Personen mit Ausweisen vor einem Schwimmbecken mit Startblöcken und mehreren Offiziellen im Hintergrund
Sarah-Maria Baumegger (l.) in Berlin © Lena Ernhofer
Zwei Männer stehen nebeneinander, einer trägt eine rot-weiße Sportjacke, der andere ein weißes T-Shirt mit Ausweis um den Hals
Jakob Schumacher (l.) in Berlin © Lena Ernhofer

EM-Limits und Rekorde am laufenden Band

Am Donnerstag war es dann so weit: Die ersten Wettkämpfe standen auf dem Programm und Team Austria legte los wie die Feuerwehr. Mit guter Stimmung und großer Motivation gingen unsere sieben Sportlerinnen und Sportler am ersten Wettkampftag an den Start – und lieferten dabei beeindruckende Leistungen ab. Mehrere österreichische Rekorde sowie zahlreiche EM-Limits sorgten für einen erfolgreichen Auftakt in den internationalen Bewerb.

Besonders stark präsentierte sich Youngster Jakob Schumacher. Über 100 m Freistil schwamm er in 01:00,87 nur knapp am österreichischen Rekord vorbei. Über 100 m Brust gelang ihm dann in 01:21,22 ein neuer österreichischer Rekord.

Andreas Ernhofer sorgte über 50 m Rücken für ein weiteres Highlight. In 00:47,18 erreichte er das EM-Limit und qualifizierte sich damit für das A-Finale. Dort verpasste er den österreichischen Rekord mit 00:46,63 nur hauchdünn.

Andreas Onea komplettierte den erfolgreichen Wettkampftag mit einem starken Rennen über 100 m Brust. Mit 01:18,68 erreichte auch er das EM-Limit.

Schwimmer auf dem Rücken mit erhobenem Arm in einem Schwimmbecken mit Bahnenbegrenzungen
Andreas Ernhofer in Berlin © Lena Ernhofer
Vier Personen in weißen T-Shirts mit Österreich-Flaggen stehen vor einem Schwimmbecken in einer Halle mit Zuschauerrängen
Die Angerer-Schwestern (Mitte) in Berlin © Lena Ernhofer

Angelika Angerer überzeugte ebenfalls mit starken Rennen. Über 100 m Freistil stellte sie in 01:24,12 nicht nur einen neuen österreichischen Rekord auf, sondern unterbot gleichzeitig auch das EM-Limit. Auch über 100 m Brust zeigte sie mit 01:57,65 eine Rekordleistung.

Daniela Angerer erreichte über 100 m Freistil in 01:31,40 das EM-Limit. Über 100 m Brust schlug sie nach starken 02:16,73 an.

Sarah-Maria Baumegger zeigte über 100 m Brust eine solide Leistung und beendete ihr Rennen in 01:37,15.

Carina Premstaller konnte gleich mehrfach überzeugen. Über 100 m Freistil schwamm sie in 03:11,41 zu einem österreichischen Rekord und erreichte zugleich das EM-Limit. Auch über 50 m Rücken gelang ihr mit 01:23,42 das EM-Limit. Zusätzlich stellte sie über 100 m Freistil in 03:11,45 ebenfalls einen österreichischen Rekord samt EM-Limit auf.

Der erste Wettkampftag zeigte eindrucksvoll die starke Form des Teams und macht Lust auf die kommenden Bewerbe.

Zwei Personen mit Ausweisen, eine sitzt im Rollstuhl und trägt eine rot-weiße Jacke, die andere steht hinter ihr in einem weißen T-Shirt mit farbigem Logo und hält den Rollstuhlgriff
Carina Premstaller (l.) in Berlin © Lena Ernhofer
Mann mit weißem T-Shirt und blauem Lanyard steht vor einer Tribüne in einer Sporthalle
ÖBSV-Schwimmreferent Andreas Steiner in Berlin © Lena Ernhofer
Muskulöser Mann im Rollstuhl posiert vor einer Wand mit dem Logo der World Para Swimming World Series Berlin und zeigt seine Oberarmmuskeln
Andreas Ernhofer lässt die Muskeln spielen © Lena Ernhofer

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