Eine Gruppe von Schwimmern posiert lächelnd vor einem blauen Hintergrund mit dem Logo der Para-Schwimm-Weltserie 2026.
Routine und frischer Wind: Team Austria in Berlin (stehend v.l.n.r. Sarah-Maria Baumegger, Andreas Onea, Jakob Schumacher, Daniela Angerer, Angelika Angerer; sitzend v.l.n.r. Andreas Ernhofer, Carina Premstaller) © Lena Ernhofer

Gemeinsam mehr erreichen: Österreichs beste Para-Schwimmerinnen und -Schwimmer duellierten sich am Wochenende mit der Weltspitze. Dabei präsentierte sich unser Team als starke Einheit, was auch die Neulinge zu internationalen Spitzenleistungen antrieb.

“Die Stimmung im Team war echt super. Wenn einer mal nicht so gut schwamm, kamen die anderen und bauten ihn wieder auf. Besonders unsere vier Neuen verstanden sich prächtig”, erzählt ÖBSV-Schwimmreferent Andreas Steiner. Der Weltcup in Berlin war für Team Austria ein voller Erfolg. Sowohl die Routiniers als auch die Newcomer überzeugten auf ganzer Linie. Insgesamt erbrachten die heimischen Schwimmerinnen und Schwimmer 14 EM-Limits und stellten dabei acht neue österreichische Rekorde auf. 

Bereits am ersten Wettkampftag waren die Österreicherinnen und Österreicher kaum zu bremsen und lieferten Rekord um Rekord sowie Limit um Limit ab. Daran sollte sich auch in den folgenden Tagen nichts ändern.

Freitag

Auch der zweite Tag der World Para Swimming World Series Berlin 2026 verlief für das Team äußerst erfolgreich.

Jakob Schumacher zeigte in der stark besetzten Klasse S14 über 200 m Freistil eine hervorragende Leistung. In 2:14,53 Minuten verfehlte er seinen eigenen österreichischen Rekord lediglich um fünf Hundertstelsekunden. Über 200 m Lagen wollte er zu viel und ging die ersten 50 Meter zu schnell an, was sich im weiteren Rennverlauf bemerkbar machte. Am Ende stand dennoch eine solide Zeit von 2:46,95 Minuten zu Buche.

Auch Sarah-Maria Baumegger überzeugte mit einer starken Leistungssteigerung. Über 200 m Freistil verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um beeindruckende elf Sekunden und erreichte 3:05,33 Minuten.

Andreas Ernhofer qualifizierte sich über 50 m Brust souverän als Siebenter für das Finale. Mit 53,34 Sekunden erreichte er bereits im Vorlauf ein weiteres EM-Limit. Im Finale steigerte er sich nochmals leicht auf 53,33 Sekunden und belegte damit Rang sechs.

Für Carina Premstaller verlief der Wettkampftag ebenfalls äußerst erfolgreich. Im Vorlauf über 50 m Brust erreichte sie nicht nur ein zusätzliches EM-Limit, sondern stellte in 1:58,60 Minuten auch einen neuen österreichischen Rekord auf. Gleichzeitig bedeutete diese Leistung ihren ersten Finaleinzug bei einer World Series. Im B-Finale konnte sie ihre Vormittagszeit zwar nicht nochmals bestätigen, zeigte angesichts der neuen Erfahrungen auf internationaler Finalbühne jedoch eine passable Leistung.

Andreas Onea sicherte sich über 200 m Lagen ebenfalls ein weiteres EM-Limit und rundete damit einen erneut erfolgreichen Wettkampftag ab.

Samstag

Am letzten Tag der WPS Berlin 2026 machten unsere Schwimmerinnen und Schwimmer dort weiter, wo sie aufgehört haben und sorgten für einen erfolgreichen Abschluss des Wettkampfs.

Jakob Schumacher startete über die 100 m Rücken. Mit einer Zeit von 1:11,93 zeigte er erneut eine starke Leistung und bestätigte seine gute Form.

Auch Andreas Onea ging über die 100 m Rücken an den Start. Er schlug nach 1:20,21 Minuten an und verpasste seinen persönlichen Rekord nur denkbar knapp.

Angelika Angerer bewies einmal mehr ihre hervorragende Form. Über die 100 m Rücken schwamm sie in 1:33,78 Minuten zu einem neuen österreichischen Rekord und sicherte sich damit bereits ihr drittes Limit für die Para-Europameisterschaften im September in der Türkei. Über die 50 m Freistil bestätigte sie mit 38,74 Sekunden zudem ihr bereits bestehendes EM-Limit.

Ihre Zwillingsschwester Daniela Angerer machte über die 100 m Rücken einen kleinen Fehler und verpasste mit 1:39,89 Minuten knapp das Limit. Dennoch bedeutete die Zeit eine neue persönliche Bestleistung. Über die 50 m Freistil gelang ihr anschließend ein perfektes Rennen: Mit einem neuen österreichischen Rekord von 38,50 Sekunden bestätigte sie ihr Limit für die Europameisterschaften eindrucksvoll.

Auch Carina Premstaller startete über die 50 m Freistil. Dabei war deutlich zu erkennen, dass die anstrengende Wettkampfwoche bereits Kraft gekostet hatte und sie nicht mehr ihre volle Leistung abrufen konnte. Trotzdem bestätigte sie mit 1:26,90 Minuten souverän ihr EM-Limit.

Andreas Ernhofer schwamm im Vorlauf über die 150m Lagen kontrolliert zu einer Zeit von 2:43,81 Minuten und qualifizierte sich damit als Vierter für das Finale. Dort steigerte er sich nochmals deutlich und verbesserte seinen eigenen österreichischen Rekord um mehr als eine Sekunde auf starke 2:40,04 Minuten.

“Die WPS Berlin 2026 waren für das gesamte Team eine äußerst erfolgreiche Veranstaltung mit zahlreichen starken Leistungen, persönlichen Bestzeiten, österreichischen Rekorden und erfüllten Limits für die kommenden internationalen Meisterschaften”, zeigt sich Steiner zu Recht stolz auf die Mannschaft.

Betreuer-Team

Um das Team kümmerten sich: Andreas Steiner, Holger Brink, Mathias Baumegger, Beate Angerer, Imgar Karfka, Heidi Premstaller und Leni Ernhofer;

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