Schober und Malter durchbrechen Schallmauer

Georg Schober verbesserte einmal mehr seinen eigenen Rekord. © Olomouc WPA Grand Prix

Vom 27. September bis 3. Oktober ist Indien Schauplatz der Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Mit Georg Schober und Ludwig Malter setzten zwei österreichische Teilnehmer schon vor dem Großevent ein Ausrufezeichen.

Harte Arbeit macht sich bezahlt

Kugelstoßer Georg Schober wird am 5. Oktober in Indien ins Geschehen eingreifen. Der Wiener zeigt sich derzeit in bestechender Form und knackte vergangene Woche in Tschechien beim Pardubice Open Meeting die 14-Meter-Marke. Mit 14,22 Metern war die Leistung ein weiterer Meilenstein in der noch jungen Karriere Schobers – gleichzeitig natürlich neuer österreichischer Rekord und der Sprung auf Platz 4 der Weltrangliste: „Ich habe meine persönliche Bestleistung fast um einen ganzen Meter verbessert“, zeigt er sich mehr als zufrieden und erklärt, woher die Leistungsexplosion rührt: „Mein Trainer Gerhard Mayer und ich haben in den vergangenen Monaten großartige Arbeit geleistet. Wir haben sehr viel an der Prothese herumgeschraubt, viel ausprobiert und uns mit Tom Habscheid, Paralympics-Bronzemedaillengewinner, externe Hilfe geholt. Die Rechnung ist voll aufgegangen – jetzt kann es richtig losgehen.“ 

Auch Kollege und Trainings-Buddy Bil Marinkovic bewies in Tschechien, dass er die Kugel weit über die 10-Metermarke stoßen kann. In der Klasse der Blindensportler holte der Wiener mit einer Weite von 11,73 die Goldmedaille. 

© Privat
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20-jähriger Rekord geknackt

Auch Rennrolli-Racer Ludwig Malter ließ kurz vor der WM seine Klasse einmal mehr aufblitzen – ebenfalls mit einem Rekord. Der Salzburger bewies erneut, dass er sich auf den langen Distanzen pudelwohl fühlt. Beim Berlin-Marathon am vergangenen Sonntag bewältigte er die 42,195 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 29 km/h in einer Zeit von 1:28 Stunden. Damit belegte er in der Rolli-Wertung den 6. Platz und knackte den fast 20 Jahre bestehenden österreichischen Rekord von Gottfried Ferchl aus dem Jahr 2006. 

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