Rückblick 2018: 60 Jahre ÖBSV

Was vor sechs Jahrzehnten als kleine Gemeinschaft von Kriegsversehrten begann, ist heute eine bundesweite Organisation, die sich eines zum Ziel gesteckt hat: Menschen mit Behinderung für den Sport zu begeistern und ihnen die Infrastruktur und das Know-How zu bieten, das sich jede einzelne Aktive verdient hat.

Der ÖBSV unterstützt dabei alle – ob jemand als Ziel die Paralympics hat oder ganz einfach Freundschaften beim Sport in einem Verein schließen will. Die 6000 Mitglieder sind die wichtigsten Botschafter des ÖBSV. Der ÖBSV bleibt aber nicht stehen. Unsere Ziele in den nächsten Jahren: Neue Mitglieder gewinnen, weiterhin der Verband mit den meisten Medaillen bei paralympischen Spielen bleiben und ein noch breiteres Angebot an Ausbildungen für Übungsleiterinnen und Trainerinnen.

1958 Gründung des Österreichischen Versehrtensportverbandes (ÖVSV). Anfangs drei Gruppen: Amputiertensport, Rollstuhlsport und Blindensport.

1982 Aufnahme der Sportgruppe für Personen mit Cerebralparese in den ÖVSV. 1989 Aufnahme der Sportlerinnen mit Hörbehinderung und Mentalbehinderung in den ÖVSV. Mit dieser Aufnahme ist klar, dass ein neuer Name für den Verband erforderlich ist. Der ÖVSV wird in Österreichischen Behindertensportverband (ÖBSV) umbenannt.

1998 Mit der Gründung des Paralympischen Committees wird ein weiterer Grundstein für professionellen Spitzensport gelegt. Das ÖPC entsendet seither das österreichische Team zu den Paralympics.

2002 Einrichtung des Fonds zur Förderung des Behindertensports. Sport kostet auch Geld. Mit dem Fonds stellt man sicher, dass sich der Behindertensport weiterentwickelt.

2003 Fachausschuss Hörbehindertensport wird Teil des Österreichischen Gehörlosensportverbandes. Seit damals besteht ein Kooperationsvertrag zwischen ÖBSV und dem ÖGSV. Der sichert die reibungslose Zusammenarbeit.

2003 Bundessportfördergesetz: Gesetzliche Verankerung des Behindertensports und Aufnahme des ÖBSV in die Bundessportorganisation als ordentliches Mitglied. Damit verpflichtet sich der Staat, den Behindertensport zu fördern, unabhängig von Parteiprogrammen und Personen.

2005 Bewilligung der ersten Spitzensportförderprogramme im Behindertensport. So kann der Spitzensport in Österreich auf internationales Niveau gehoben werden.

2007 Aufnahme des Spitzensports in das staatliche Programm Team Rot-Weiß-Rot. Das Programm löst die eigenen Spitzensportförderprogramme ab.

2011 Aufnahme von Sportlerinnen mit Behinderung in die Österreichische Sporthilfe. Athleten werden seit damals individuell gefördert.

2012 Start des ORF-Behindertensportmagazins Ohne Grenzen. Die Sendung läuft alle zwei Wochen und ist in ganz Europa einzigartig.

2013 Neues Bundes-Sportfördergesetz mit Einrichtung eines Bund-Sport-Förderungsfonds. Einer der Schwerpunkte war die Inklusion im Sport sowie der Beginn der Kooperationsverträge mit Fachverbänden.

2014 Der ÖBSV erhält die Spendenbegünstigung. Spenden sind somit steuerlich absetzbar.

2016 Öffnung des Heeressports für Sportlerinnen mit Behinderung. Die einzelnen Aktiven haben damit ein Einkommen, sind versichert und finanziell abgesichert.

2017 Bundes-Sportförderungsgesetz mit Einrichtung einer Bundes-Sport GmbH. Der ÖBSV hat damit ein eigens ausgewiesenes Budget, mit dem er arbeiten kann. Auch werden die Aufgaben klar definiert. Sportentwicklung steht dabei an oberster Stelle.

2018 Start der ÖBSV-Initiative „Behindertensport bewegt!“ mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Ziel der Tour: Möglichst viele Menschen mit Behinderung für regelmäßige Bewegung und Sport zu gewinnen sowie möglichst viele Menschen für die positive Bedeutung des Behindertensports zu sensibilisieren.

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