Rollstuhl-Tennis: Taucher startet in eine neue Ära

Ein Rollstuhltennisspieler mit kurzem, braunem Haar trägt ein weißes Trikot mit dunkelblauen Ärmeln und spielt auf einem Sandplatz. Er hält einen Tennisschläger in der rechten Hand und schlägt einen gelben Tennisball. Im Hintergrund ist ein grünes Banner mit weißer Schrift zu sehen.
Maximilian Taucher beendete 2025 seine erfolgreiche Junioren-Karriere und startet jetzt bei den Erwachsenen durch. © GEPA Pictures

Die Junioren-Jahre sind vorbei: Österreichs große Nachwuchshoffnung im Rollstuhltennis, Maximilian Taucher, schlug vergangenes Wochenende in Italien ein neues Kapitel auf. Es ist die erste Saison, in der der junge Vorarlberger ausschließlich im Erwachsenenbereich spielt.

Die erste Saison bei den Erwachsenen

Am Wochenende war Maxi Taucher bei seinem ersten Turnier der noch jungen Saison im italienischen Cremona am Start. Das Besondere: Die ehemalige Nr. 1 der Junioren-Rangliste spielt ab sofort ausschließlich bei den Erwachsenen mit. Dass der 18-Jährige bei den “Großen” mithalten kann, bewies er bereits im vergangenen Jahr das eine oder andere Mal. Als Nr. 49 der Weltrangliste gilt es nun für Taucher, den älteren Kollegen spielerisch das Fürchten zu lehren.

Eine Operation verzögerte den Saisonauftakt, in Italien war es dann aber endlich so weit: Als Nummer 3 gesetzt überzeugte der Hohenemser gleich in der ersten Partie und zog mit einem ungefährdeten Zweisatz-Sieg ins Viertelfinale ein. Dort traf Taucher auf den Briten Ruben Harris, einen alten Bekannten aus gemeinsamen Jugendtagen. Den ersten Satz verlor er mit 4:6, steigerte sich danach jedoch deutlich und erzwang mit 6:2 den Satzausgleich. Der entscheidende dritte Satz war hart umkämpft. Am Ende fehlte dem Hohenemser das nötige „Eutzerl“ Glück, sodass er sich knapp mit 4:6 geschlagen geben musste. Trotz des Ausscheidens zeigte sich Taucher zufrieden: “Es war der erwartete schwere Auftakt, doch insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden und blicke zuversichtlich nach vorne.”

Halbfinal-Krimi in drei Sätzen

Wenn es nicht gegen Ruben Harris läuft, dann vielleicht gemeinsam mit ihm: Im Doppel war das österreichisch-britische Duo Taucher/Harris im ersten Spiel nicht zu stoppen. Im Halbfinale verloren die beiden einen wahren Tennis-Thriller gegen die späteren Turniersieger Luca Arca und Antonio Cippo aus Italien. Mit 5:7 und 7:5 gingen die ersten beiden Sätze denkbar knapp an das jeweilige Team, und auch der dritte Satz ging über die volle Distanz bis ins Tie-Break, das Taucher und Harris mit 7:10 verloren. Ein Spiel, das keinen Verlierer verdient hätte – aber manchmal ist Sport eben gnadenlos.

Viel Zeit zum Ärgern bleibt ohnehin nicht: Kommendes Wochenende reist Maxi Taucher zu seinem nächsten Turnier nach Frankreich.

Das könnte dich auch interessieren

Alle Berichte anzeigen
Drei Personen stehen und sitzen nebeneinander an einem Schwimmbecken in einer großen, beleuchteten Schwimmhalle. Zwei tragen Badehosen, eine trägt einen bunten Badeanzug. Im Hintergrund sind mehrere Schwimmbahnen, Startblöcke und eine große Tribüne zu sehen. Die Halle ist mit blauen und weißen Elementen gestaltet, und über dem Becken hängen zahlreiche Lampen.

Schwimmen: Paralympics-Trio gibt in Lignano Vollgas

Bericht lesen
Eine Gruppe von Menschen in Sportkleidung sitzt und steht in einem Innenraum mit Holzfußboden und Betonwand. Mehrere Personen nutzen Rollstühle. Im Hintergrund stehen drei Roll-Ups mit Logos und Schriftzügen, darunter das Logo des Österreichischen Behindertensportverbands und der Schriftzug 'PARA DANCE SPORT AUSTRIA'. Die Kleidung ist überwiegend rot, schwarz und weiß gehalten. Einige Personen tragen Trainingsanzüge mit Verbandsabzeichen.

Tanzen: Internationales Flair bei den Austrian Para Dance Sport Days

Bericht lesen
Zwei Rollstuhlbasketballspieler kämpfen auf einem Hallenparkett um den Ball. Der Spieler links trägt ein helles Trikot mit der Nummer 5 und hält den Basketball fest. Der Spieler rechts im dunklen Trikot mit der Nummer 9 streckt den Arm weit nach vorne, um den Ball zu blockieren. Im Hintergrund sind weitere Spieler, leere Tribünenreihen und eine große Anzeigetafel zu sehen.

Rollstuhl-Basketball: Der Kampf ums Finale ist eröffnet

Bericht lesen
Vier Personen in roten Trainingsanzügen stehen nebeneinander vor einer Wand mit dem Logo des Österreichischen Paralympischen Committees. Die Wand zeigt außerdem den Schriftzug 'XIV. Paralympische Winterspiele MILANO CORTINA 2026', das Datum '6. – 15. März 2026' sowie verschiedene Social-Media-Symbole. Die Personen tragen passende Hosen und Jacken mit weißen Details.

OHNE GRENZEN: Ein Paralympics-Infofestival zur Primetime

Bericht lesen
Zwei junge Männer lächeln fröhlich, während sie eine rot-weiße Flagge hinter sich halten, in sportlichen T-Shirts gekleidet.

Das müsst ihr über die Winter-Paralympics 2026 wissen

Bericht lesen
Eine Trainerin zeigt einem Mädchen mit rosa Boxhandschuhen die richtige Technik im Boxring.

Goldene Fäuste: Para-Kickbox-Workshop begeistert Linz

Bericht lesen
Eine Gruppe von acht Rollstuhlbasketballspielern posiert stolz auf dem Spielfeld, während sie ihre Erfolge feiern.

Rollstuhl-Basketball: Warriors sichern sich Play-Off-Ticket

Bericht lesen
Ein Mann im Rollstuhl trägt ein weißes Poloshirt mit mehreren Sponsorenlogos und hält eine goldene Medaille in der rechten Hand. Im Hintergrund befindet sich ein großes Schwimmbecken mit mehreren Bahnen und Tribünen. Die Szene spielt in einer Schwimmhalle mit künstlicher Beleuchtung.

Schwimmen: Ernhofer mit Dreierpack in Down Under

Bericht lesen
Die Kinder tragen bunte Skikleidung und Helme, während sie auf ihren Mono-Ski-Schlitten auf dem Schnee auf ihre nächste Abfahrt warten.

Ausbildung: Werde Ski-Instruktor und wecke die Begeisterung für den Skisport

Bericht lesen
Ein Basketballspieler im Rollstuhl hebt den Ball zum Wurf, während ein Gegner ihn herausfordert und seine Hand ausstreckt.

Rollstuhl-Basketball: Eurofighter kämpften beherzt

Bericht lesen
Zwei Basketballspieler im Rollstuhl posieren lächelnd mit Daumen hoch neben einem Basketball auf dem Spielfeld.

Rollstuhl-Basketball: Heimspiel und Frankreichreise im Europacup

Bericht lesen
Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck meistert Blinden-Skifahrerin Veronika Aigner die Herausforderung eines Slalomrennens auf frischem Schnee.

OHNE GRENZEN: Auf der Loipe, Piste und am Fußballplatz

Bericht lesen