
Rollstuhl-Tennis: Taucher startet in eine neue Ära

Die erste Saison bei den Erwachsenen
Am Wochenende war Maxi Taucher bei seinem ersten Turnier der noch jungen Saison im italienischen Cremona am Start. Das Besondere: Die ehemalige Nr. 1 der Junioren-Rangliste spielt ab sofort ausschließlich bei den Erwachsenen mit. Dass der 18-Jährige bei den “Großen” mithalten kann, bewies er bereits im vergangenen Jahr das eine oder andere Mal. Als Nr. 49 der Weltrangliste gilt es nun für Taucher, den älteren Kollegen spielerisch das Fürchten zu lehren.
Eine Operation verzögerte den Saisonauftakt, in Italien war es dann aber endlich so weit: Als Nummer 3 gesetzt überzeugte der Hohenemser gleich in der ersten Partie und zog mit einem ungefährdeten Zweisatz-Sieg ins Viertelfinale ein. Dort traf Taucher auf den Briten Ruben Harris, einen alten Bekannten aus gemeinsamen Jugendtagen. Den ersten Satz verlor er mit 4:6, steigerte sich danach jedoch deutlich und erzwang mit 6:2 den Satzausgleich. Der entscheidende dritte Satz war hart umkämpft. Am Ende fehlte dem Hohenemser das nötige „Eutzerl“ Glück, sodass er sich knapp mit 4:6 geschlagen geben musste. Trotz des Ausscheidens zeigte sich Taucher zufrieden: “Es war der erwartete schwere Auftakt, doch insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden und blicke zuversichtlich nach vorne.”
Halbfinal-Krimi in drei Sätzen
Wenn es nicht gegen Ruben Harris läuft, dann vielleicht gemeinsam mit ihm: Im Doppel war das österreichisch-britische Duo Taucher/Harris im ersten Spiel nicht zu stoppen. Im Halbfinale verloren die beiden einen wahren Tennis-Thriller gegen die späteren Turniersieger Luca Arca und Antonio Cippo aus Italien. Mit 5:7 und 7:5 gingen die ersten beiden Sätze denkbar knapp an das jeweilige Team, und auch der dritte Satz ging über die volle Distanz bis ins Tie-Break, das Taucher und Harris mit 7:10 verloren. Ein Spiel, das keinen Verlierer verdient hätte – aber manchmal ist Sport eben gnadenlos.
Viel Zeit zum Ärgern bleibt ohnehin nicht: Kommendes Wochenende reist Maxi Taucher zu seinem nächsten Turnier nach Frankreich.














