Rollstuhl-Basketball: Premiere bei den Final Four wird zum wahren Cup-Krimi

Zwei Rollstuhl-Basketballspieler liefern sich ein intensives Duell: Ein Spieler der Sitting Bulls greift mit ausgestrecktem Arm Richtung Korb, während ein Spieler der FlinkStones ihn energisch zu blocken versucht. Im Hintergrund ist die beleuchtete Halle des Sportparks Graz zu sehen.
FlinkStones und Sitting Bulls lieferten sich ein intensives Duell auf höchstem Rollstuhl-Basketball-Niveau. © GEPA pictures/Avni Retkoceri

Am 19. Jänner 2025 fand im Raiffeisen Sportpark Graz das Rollstuhl-Basketball Cup-Finale statt. Die Sitting Bulls holen sich gegen den Favoriten aus Graz, die FlinkStones, den ersten Titel in dieser Saison.

"If you’re happy and you know it, clap your hands!"

Mit diesem Ohrwurm startete der Finaltag der Basketball Austria Finals 2025 im Raiffeisen Sportpark Graz. Die Spannung lag greifbar in der Luft, als die FlinkStones und die Sitting Bulls zum ersten Titelspiel der Saison im Rollstuhl-Basketball aufeinandertrafen. Die FlinkStones galten als leichte Favoriten, da sie in der win2day Basketball-Bundesliga ungeschlagen sind und das letzte Aufeinandertreffen mit den Sitting Bulls klar mit 78:44 für sich entschieden hatten. Rund 200 Fans erlebten ein Spiel, das alles bot: Leidenschaft, packende Führungswechsel und am Ende einen dramatischen Schlussspurt. Nach der 3x3-EM im Sommer war es das zweite inklusive Event, bei dem Rollstuhl-Basketballer gemeinsam mit den stehenden Basketball-Kolleginnen und -Kollegen auf derselben Bühne spielten. 

Erstes Viertel: Blitzstart der FlinkStones

Die FlinkStones starten mit hohem Tempo ins Spiel. Ademir Demirovic bringt sein Team gleich mit den ersten Punkten in Führung. Die Defense der FlinkStones zeigt sich aggressiv und sorgt für viele Ballgewinne. Zwischenzeitlich ziehen sie auf einen Vorsprung von 12 Punkten davon, bevor die Sitting Bulls sich fangen. Dennoch hält die Routine von Mehmet Hayirli die Bulls im Spiel. Gegen Ende des Viertels starten die Bulls einen kleinen Lauf. Mit einem Spielstand von 19:16 für die FlinkStones endet das erste Viertel. Die Spannung ist greifbar – das Spiel ist offen.

Ein Spieler der FlinkStones bereitet sich konzentriert auf einen Freiwurf vor, während ein Spieler der Sitting Bulls im Hintergrund aufmerksam das Geschehen verfolgt.
Die FlinkStones starten fulminant ins Spiel und erarbeiten sich einen komfortablen Vorsprung. © GEPA pictures/Avni Retkoceri
Ein Spieler der Sitting Bulls hebt den Basketball zum Wurf, während zwei Verteidiger der FlinkStones versuchen, ihn zu blockieren. Die Spannung und Intensität des Spiels sind in der Körpersprache der Spieler deutlich erkennbar.
Die Sitting Bulls setzen immer wieder zum Angriff an, doch die FlinkStones verteidigen ihren Vorsprung hartnäckig. © GEPA pictures/Avni Retkoceri

2. Viertel: Aufholjagd der Sitting Bulls

Die Sitting Bulls kommen mit neuer Energie aus der Viertelpause. Frühes Draufgehen und ein gefühlvolles Passspiel bringen sie immer näher an die FlinkStones heran. Der Ausgleich zum 28:28 durch Ramo Rekamovic sorgt für einen wahren Trommelwirbel auf den Tribünen. Beide Teams schenken sich nichts, die Bulls nutzen ihre Chancen an der Freiwurflinie besser. Doch die FlinkStones lassen sich nicht beirren und setzen kurz vor der Halbzeitpause wieder Akzente. Zur Halbzeit führen die FlinkStones knapp mit 37:32 – das Spiel bleibt unberechenbar.

3. Viertel: Der erste Führungswechsel

Nach der Pause zieht das Tempo weiter an. Die FlinkStones versuchen, den Vorsprung auszubauen, doch die Bulls halten dagegen. Nach gut vier Minuten im dritten Viertel ist es so weit: Matthias Wastian bringt die Sitting Bulls erstmals mit 40:41 in Führung. Der Jubel ist riesig, doch die FlinkStones holen sich die Führung schnell zurück. Beide Teams geraten nun in Foultroubles, was immer wieder zu Unterbrechungen und Freiwürfen führt. Mit 47:46 endet das Viertel – nur ein Punkt trennt die beiden Teams. Die Fans sind begeistert.

Matthias Wastian von den Sitting Bulls mit der Nummer 5 dribbelt konzentriert den Ball, während ein Verteidiger der FlinkStones ihn aufmerksam beobachtet. Beide Spieler wirken fokussiert, und die Szene spiegelt die Intensität des Spiels wider.
Matthias Wastian von den Sitting Bulls steuert mit einem konzentrierten Dribbling zum Führungswechsel bei. © GEPA pictures/Avni Retkoceri
Drei Spieler liefern sich ein intensives Duell: Ein Spieler der Sitting Bulls versucht, den Ball zu sichern, während zwei Verteidiger der FlinkStones ihn aktiv bedrängen.
Beide Teams kämpfen um jeden Zentimeter und zeigen vollen Einsatz. © GEPA pictures/Avni Retkoceri

4. Viertel: Dramatische Schlussphase

Jetzt wird es richtig spannend. Führungswechsel im Minutentakt halten alle Zuschauer in Atem. Mal sind es die Sitting Bulls mit Top-Scorer Ramo Rekamovic, die in Führung gehen, mal schlagen die FlinkStones zurück. Mitte des Viertels steht es 52:52, und die Schlussminuten versprechen Dramatik pur. 21 Sekunden vor dem Ende liegen die Sitting Bulls knapp mit 63:64 vorne. Die FlinkStones versuchen alles, um den Ball zurückzugewinnen, doch ein Foul kurz vor Schluss bringt Rekamovic an die Freiwurflinie. Er verwandelt einen von zwei Freiwürfen. Vielleicht macht sich doch Nervosität bemerkbar, aber der erste gelungene Versuch reicht. Endstand: 63:65 für die Sitting Bulls.

Ein gelungener Auftakt

Die Sitting Bulls krönen sich in einem packenden Finale zum Cup-Sieger und halten die Spannung in der Liga weiter aufrecht. MVP (Most Valuable Player) des Spiels wird Mehmet Hayirli, der trotz krankheitsbedingtem Ausfall in den Tagen zuvor ein entscheidender Faktor für die Bulls war: „Die Grazer haben uns das Leben in der bisherigen Saison mehr als schwer gemacht. Aber dieses Spiel hat gezeigt, dass alles offen ist, beide gewinnen können. Wir waren heute sicher auch das etwas glücklichere Team.“ 

Dieses Spiel war der perfekte Start in den Finaltag. Neben dem spannenden Rollstuhl-Basketball-Finale gab es weitere Höhepunkte: Bei den Damen sicherten sich die BK Duchess aus Klosterneuburg den Titel, bei den Herren triumphierten die BK Dukes. Damit holten sich alle drei Klosterneuburger Teams die begehrten Trophäen. 

Herzlichen Glückwunsch an alle Teams zu ihren herausragenden Leistungen sowie an alle Beteiligten und Organisatoren, die dieses Event möglich gemacht haben!

Das Team der Sitting Bulls feiert ausgelassen den Titelgewinn beim Basketball Austria Cup 2025. Mit strahlenden Gesichtern halten die Spieler die "Champion"-Tafel und den Pokal hoch, während Funken und Jubel die Atmosphäre unterstreichen. Im Hintergrund ist das Maskottchen des Events, Airwin, zu sehen.
Die strahlenden Sieger: Sitting Bulls © GEPA pictures/Avni Retkoceri

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