Rollstuhl-Basketball: FlinkStones verteidigen in Overtime-Thriller den Titel

Ein Team von Rollstuhlbasketballspielern feiert mit Medaillen und Sekt, während einer von ihnen die Flasche öffnet.
Kärntner Sektdusche: Von den Broncos gab es für den Meister eine verdiente Erfrischung. © ÖBSV Baubinder

Es kam einmal mehr, wie es kommen musste: Die FlinkStones und die Sitting Bulls lieferten sich auch im dritten Finalspiel ein Duell, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die Carinthian Broncos schnappen sich in souveräner Manier die Bronzemedaille. 

Die 8TF FlinkStones sind Meister der win2day Rollstuhl-Basketball-Bundesliga 2025/26. Die Steirer verteidigen damit erfolgreich ihren Titel und haben mit der 3x3-Staatsmeisterschaft sogar noch die Chance auf das Triple. Mit 3:0 in der Best-of-Five-Serie verweisen sie die HYLO Sitting Bulls erneut auf den zweiten Platz. Was nach einer eindeutigen Angelegenheit klingt, war in Wirklichkeit ein Tanz auf Messers Schneide. Schon die ersten beiden Duelle der beiden Spitzenteams waren ausgeglichen, das letzte Spiel heute Nachmittag setzte der Spannung die Krone auf.

 

Broncos verteidigen Vorsprung

Den Startschuss für einen legendären Basketball-Nachmittag macht das Rückspiel um den dritten Platz zwischen den Carinthian Broncos und den Rebound Warriors. Die Kärntner gehen mit 27 Punkten Vorsprung in die Partie – ein Vorsprung, der realistisch gesehen kaum aufzuholen ist. Doch die Warriors machen in Kapfenberg ihre Sache gut. Das Spiel ist ausgeglichen, und auch höhere Rückstände machen die Oberösterreicher mit Kampf und Leidenschaft wett. Die Broncos tun jedoch, was notwendig ist, um die Warriors auf Distanz zu halten, und können, wenn nötig, immer noch einen Gang höher schalten. Mit 69:54 gewinnen die Kärntner auch das zweite Spiel und sichern sich damit Bronze.

Ein Rollstuhl-Basketballer der Broncos wirft den ball in Richtung Korb. Mitspieler und Gegner schauen gespannt auf den Ball.
© ÖBSV Baubinder
Ein Spieler der FlinkStones wirft den Ball in Richtung Korb. Ein Spieler der Bulls versucht den Ball mit ausgestreckter Hand zu blocken.
© ÖBSV Baubinder

Eine würdige Finalserie endet in Kapfenberg

Um Punkt 14 Uhr folgt der Anwurf zum Grande Finale. Die beiden Teams bleiben dem bisherigen Drehbuch treu: eine Mannschaft legt vor, die andere zieht nach. Führungswechsel im Minutentakt zeigen einmal mehr, auch dieses Duell wird sich erst in den letzten Momenten entscheiden. Doch diesmal deutet viel auf einen Sieg der Sitting Bulls hin. Kurz vor der Schlusssirene führen die Bulls mit vier Punkten Vorsprung. Ein Dreier von Christoph Edler bringt die Stones noch einmal auf einen Punkt heran. Es geht spitz auf Knopf. Sekunden vor dem Ende egalisieren die Steirer den Zwei-Punkte-Rückstand durch zwei eiskalt verwertete Freiwürfe. Overtime. Dort nutzen die Grazer das Momentum, holen das Spiel mit 80:73 und damit den Titel.

FlinkStones-Kapitän Christoph Edler erklärt das Geheimnis des Finaltriumphes: „Das war Winning-Mentality. Wir waren in allen drei Spielen kurz vor Schluss zurück und haben sie dann noch gedreht. Vor drei bis vier Jahren waren wir von der Mentalität her noch nicht so weit. Da haben wir solche Spiele immer verloren. Wir wollten den Sieg heute unbedingt holen. In der Verlängerung war uns klar, dass wir das jetzt schaffen werden. Der Titel heuer ist mir viel, viel mehr wert als der im vergangenen Jahr, weil wir gezeigt haben, dass der letzte Titel kein Zufall war, dass wir kontinuierlich guten Basketball spielen können und keine Eintagsfliege sind.“

win2day bleibt Sponsor

Kleines Trostpflaster für die Bulls: Ondrej Pliska gewann den Titel als “Topscorer der Liga”. Und auch eine besonders frohe Botschaft gab es vor der Siegerehrung: win2day bleibt der Rollstuhl-Basketball-Bundesliga auch in der kommenden Saison als Sponsor und Liga-Namensgeber erhalten.

Zwei Spieler der FlinkStones umarmen sich innig
© ÖBSV Baubinder
Topscorer Ondrj Pliska mit der Auszeichnung zum Topscorer der Saison
© ÖBSV Baubinder
Ein Spieler der Broncos erhält seine Bronzemedaille
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Ein Spieler der Bulls erhält seine Silbermedaille
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Kapitän Christoph Edler jubelt mit dem Pokal in seiner rechten Hand
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Bulls Coach Zankl schlägt mit den Broncos Spielern ein
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