Rollstuhl-Basketball: FlinkStones am Ziel ihrer Träume

Emotionen, wie sie nur der Sport kennt © ÖBSV Baubinder

Es ist vollbracht: Die 8TF FlinkStones Graz gewinnen das vierte Finalspiel der win2day Rollstuhl-Basketball-Bundesliga gegen die Coloplast Sitting Bulls mit 65:56 und sichern sich mit einem Gesamtscore von 3:1 den Meistertitel.

Spaß als Erfolgsfaktor

„Ich kann das alles noch gar nicht realisieren“, zeigt sich Christoph Edler – Obmann, Spieler und Herz der FlinkStones Graz – nach dem Spiel noch etwas ungläubig. Seine Mannschaft hat soeben die zwölfjährige Titelserie der Sitting Bulls durchbrochen und erstmals seit 2008 wieder den Meistertitel nach Graz geholt. „Ich freue mich einfach riesig für das ganze Team und bin unglaublich stolz. Auch auf alle, die im Hintergrund zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Bereits 2024 waren die Stones nah dran am Titel. Was in dieser Saison schließlich den Ausschlag zugunsten der Grazer gab, weiß Edler genau: „Wir haben in den letzten sechs, sieben Jahren so hart dafür gearbeitet. Das Team ist menschlich und sportlich zusammengewachsen. Nach der bitteren Niederlage im Vorjahr haben wir im Sommer die richtigen Entscheidungen getroffen. Und vor allem: Jeder hatte unglaublich viel Spaß – das war am Ende das entscheidende Quäntchen.“

© ÖBSV Baubinder
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Eine Achterbahn der Gefühle

Ganz im Stil eines Finales zweier Spitzenteams entwickelte sich das vierte Spiel der win2day Rollstuhl-Basketball-Bundesliga zu einer echten Achterbahnfahrt der Emotionen. Wie schon in den vorangegangenen Begegnungen erwischten die FlinkStones den besseren Start und konnten sich phasenweise mit über zehn Punkten absetzen. Doch die Sitting Bulls zeigten erneut, warum sie als Serienmeister gelten – im dritten Viertel drehten die Klosterneuburger vor lautstarker Heimkulisse die Partie.

Im Schlussviertel machten sich die Bulls das Leben jedoch selbst schwer. „Wir hatten unsere Chancen“, resümiert Sitting-Bulls-Spieler Matthias Wastian und analysiert die entscheidende Phase: „Wir waren ungeduldig – ein großer Fehler, wenn die Kräfte nachlassen. Mit unserer Erfahrung hätten wir das einen Tick besser machen und mehr Ruhe ins Spiel bringen müssen.“

Das Comeback blieb diesmal aus. Die Grazer behielten kühlen Kopf, spielten konzentriert zu Ende – und sicherten sich mit einem 65:56-Sieg das Spiel und den Meistertitel.

Die Feste feiern, wie sie fallen

Nach dem Ertönen der Schlusssirene kannte der Jubel bei den Steirern keine Grenzen. Vor den Augen von IWBF-Europe Präsident Walter Pfaller, der maßgeblich zur steigenden Popularität des heimischen Rollstuhl-Basketballs beigetragen hat, wurden Medaillen und Pokal überreicht. Elisabeth Altmann von win2day und ÖBSV-Generalmanager Matthias Bogner hatten die Ehre, Pokal und Edelmetall zu überreichen – zunächst an den Vizemeister, dann an den neuen Champion: die 8TF FlinkStones Graz rund um Coach Malik Abes.

„Heute wird auf jeden Fall gefeiert“, gibt Christoph Edler die Marschroute vor. Wenn nicht jetzt – wann dann?

Herzliche Gratulation an die FlinkStones zum Meistertitel!

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Auch IWBF World Vizepräsident Walter Pfaller feierte mit den FlinkStones © 8TF FlinkStones Graz
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