Rollstuhl-Basketball: Dolphins holen Bronze, FlinkStones wahren Titelchance

Ein Mannschaftsfoto der Dolphins in Jubelpose vor drei Beachflags mit dem Dolphinslogo.
Die ABSV LoFric Dolphins holen sich nach einer herausragenden Saison den 3. Platz. © ABSV LoFric Dolphins Wien

Am Samstag standen in Graz das dritte Finalspiel und das Entscheidungsspiel um Platz 3 der win2day Rollstuhl-Basketball-Bundesliga am Programm.

Mit einem klaren 68:49-Sieg der Coloplast Sitting Bulls über die 8TF FlinkStones Graz vergangenen Donnerstag hatten die Niederösterreicher in der Steiermark den ersten Matchball auf den 12. Titel in Serie. Gleichzeitig gingen die LoFric Dolphins mit einem knappen Vorsprung ins zweite Spiel um Platz 3 gegen die FlinkStones 2.

Ein Wiener Märchen

2. Spiel um Platz 3

8TF FlinkStones Graz 2 vs- ABSV LoFric Dolphins Wien

Mit einem 51:46-Sieg vergangenen Donnerstag schafften sich die Dolphins aus Wien eine gute Ausgangslage für das zweite Spiel um die Bronzemedaille. In Graz wollen die Wiener die Sensation gegen die FlinkStones 2 perfekt machen.

Das Duell beginnt dort, wo die letzte Partie aufgehört hat. Beide Teams spielen munter drauflos, einmal gehen die Wiener in Front, einmal die Steirer. Keine Mannschaft schafft es sich abzusetzen, beide kämpfen beherzt um jeden Ball. Mit 15:13 für die Stones endet das erste Viertel. Bis zur Pause ändert sich am Charakter des Spiels nicht viel, die Dolphins gehen mit drei Punkten Vorsprung in die Halbzeit: 29:26. 

Mit frischen Kräften starten die Teams in den zweiten Durchgang. Es geht hin und her, das Spiel ist mehr als unterhaltsam, spannend und intensiv. Jeder Rebound ist hart umkämpft, jeder Punkt wird lautstark zelebriert. Die Stimmung in der Halle ist großartig. Mit einem 41:38-Vorsprung haben die Dolphins im letzten Viertel alle Trümpfe in der eigenen Hand.

Aber auch die FlinkStones 2 wittern weiterhin ihre Chance, geben nicht auf. Fünf Minuten vor dem Ende haben die Steirer die Partie gedreht und führen plötzlich mit drei Punkten. Was für ein Thriller. In einer überaus hektischen Schlussphase haben die Dolphins die besseren Nerven, machen ihre Punkte und sind vor allem von der Freiwurflinie eiskalt. Mit 59:54 gewinnen die Wiener das Spiel und damit Bronze in der win2day-Rollstuhl-Basketball-Bundesliga 23/24. Eine Medaille, mit der nicht viele zu Saisonbeginn gerechnet haben. Denn die Dolphins haben sich erst am letzten Spieltag der Gruppe B als Zweitplatzierter gerade noch für die Quali-Runde qualifiziert, wo die Riesen-Überraschung gegen die Carinthian Broncos gelang. Herzliche Gratulation. 

Heiß umkämpft: das Spiel um Platz 3 zwischen den Dolphins und den Stones 2. © Katja Edler / OSTENTOS Media
Treffsicher: die FlinkStones verkürzten auf 1:2. © Katja Edler / OSTENTOS Media

Alles oder nichts

3. Finalspiel

8TF FlinkStones Graz vs. Coloplast Sitting Bulls

Für die FlinkStones ist das dritte Finalduell das Spiel der allerletzten Chance. Die Sitting Bulls hatten vor dem Duell beide Finalspiele für sich entschieden und haben somit in Graz den ersten Matchball. Für die Klosterneuburger wäre es Titel Nummer 12 in Serie. Vor heimischem Publikum gibt es für die FlinkStones also von Beginn weg nur eine Devise: alles oder nichts. Und die Grazer erwischen einen guten Start und gehen schnell mit 6:0 in Führung, ehe die Bulls das erste Mal von der Freiwurflinie erfolgreich sind. Wie von beiden Teams gewohnt, ist es eine hochklassige, temporeiche Partie. Mit 19:13 entscheiden die Stones das erste Viertel für sich.

Die Sitting Bulls bleiben aber lästig, lassen die Grazer nicht davonziehen. Immer wieder kommen die Klosterneuburger im zweiten Viertel bis auf 2 Punkte an die Steirer heran. Der Ausgleich will aber nicht gelingen, immerhin verkürzen die Niederösterreicher zur Pause auf vier Punkte Rückstand. Mit 31:27 für die Stones geht es in die Halbzeit.

Und wieder erwischen die FlinkStones den besseren Start. Teilweise schaffen es die Grazer den Vorsprung auf 9 Punkte auszubauen. Aber die Bulls wären nicht die Bulls, wenn sie sich einfach abschütteln ließen. Immer wieder kommt der Meister zurück, bleibt den Steirern dicht auf den Fersen. Allerdings haben die Steirer immer die passende Antwort parat, um sich wieder ein Stück weit abzusetzen. Mit 54:47 für die Hausherren geht es in den letzten Durchgang.

In den vergangenen Spielen schafften es die Bulls bisher immer, den Grazern doch noch auf den letzten Metern die Butter vom Brot zu nehmen. Das gelingt ihnen diesmal nicht. Zu abgebrüht spielen die Stones die Partie herunter. Auch ein schöner 3-Punktewurf von Bulls-Spieler Adam Simonek kurz vor dem Ende kann am Sieg der Steirer nichts ändern. Die Stones gewinnen mit 74:65 und verkürzen damit in der Finalserie auf 1:2 - Entscheidung vertagt.

Das vierte Finalspiel steigt am 25.5. im Happyland in Klosterneuburg. 

© Astrid Berger
© Astrid Berger
© Astrid Berger
© Astrid Berger
© Astrid Berger

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