Rollstuhl-Basketball: Das Team stellt sich vor - Teil 2

v.l.o. im Uhrzeigersinn: Philipp Hochenbuger, Lucas Fiedler, Mehmet Hayirli, Andreas Steiner. Alle Fotos (c) ÖBSV/Lorenz Globits

Am 4. Dezember beginnt die A-EM der Rollstuhl-Basketballer in Madrid. Österreich kämpft um den Klassenerhalt in einer Gruppe mit Israel, Italien, der Türkei, den Niederlanden und Großbritannien.

Spielplan, News und Infos zum Livestream findet ihr auf der Rollstuhl-Basketball-Seite des ÖBSV. Bevor es aber am 4. 12. los geht, stellen wir euch das Team vor. Bei Teil 1 der Vorstellung waren Coach Abes und sie Spieler Hager und Edler dran. Diesmal präsentieren wir euch die Spieler Philipp Hochenbuger, Lucas Fiedler, Mehmet Hayirli und Andreas Steiner.

Der 31-Jährige ragt nicht nur durch seine Größe heraus, die er vor allem beim Rebounden gekonnt einsetzt, er weiß auch mit seinem Stuhl gekonnt umzugehen, wodurch er eine enorme Schnelligkeit erreicht. Dies merkte auch der damalige Headcoach Andreas Zankl und holte den 4.0-Punkte-Spieler 2017 ins Nationalteam. Bereits 2016 startete der gebürtige Steirer bei den Flink Stones Graz durch und blieb seither seiner Mannschaft immer treu. Neben zwei Aufstiegen in die A-Liga mit dem Team Austria gewann Andi mit den Grazern auch die Euroleague Vorrunde und erreichte somit die Qualifikation für Vigo.

Der für seine verrückten Frisuren bekannte Spieler ist gelernter Koch. Dadurch, dass er seinen Beruf seit seinem Unfall nicht mehr ausüben kann, widmet er sich intensiv dem Studium der Ernährungswissenschaften. Abseits des Spiel- und Kochfeldes dürfen bei Andi der Punkrock und die Bassgitarre sowie Lego und Harry Potter nicht fehlen.

Unser 1-Punkte-Spieler Lucas startete seine Basketballlaufbahn in jungen Jahren in Kärnten. 2011/12 wurde er mit den Carinthian Broncos österreichischer Meister. Als er 2016/17 in die deutsche Regionalliga wechselte, holte er sich auch dort gleich mit seinem Team Salzburg 1, den Titel. Schon kurze Zeit später zog es den gebürtigen Deutschen wieder nach Österreich. Dieses Mal rollte er für die Flink Stones Graz auf und konnte mit diesem Team ebenso schnell Erfolge erzielen. In der Saison 2018/19 standen sie im EuroLeague3 Finale in Vigo.

Dass er Teil des österreichischen Nationalteams wurde, ist noch nicht allzu lange her. Doch wie auch in seiner restlichen Laufbahn musste er auch hier nicht lange auf Erfolge warten. Er gewann in diesem Sommer die B-Europameisterschaft mit uns und wird jetzt mit um den Klassenerhalt kämpfen. Durch seine Wendigkeit und dank seines Kämpferherzes ist er vor allem in der Defense eine riesige Stütze.

Abseits vom Feld engagiert sich Luci im Rotaract Club Klagenfurt-Wörthersee; ein Club junger Menschen mit dem Ziel sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen, die helfen, Persönlichkeit zu entfalten, auf konkrete und soziale Bedürfnisse im Gemeinwesen einzugehen und weltweite Beziehungen durch Freundschaft und Dienen zu pflegen.

Seit 2009 hält Philipp regelmäßig den Basketball in seinen Händen. Fünf Jahre später wurde er Teil des Nationalteams, welches er seither als Power bzw. Small Forward unterstützt. Durch seine fleißige Arbeit am Stuhl, stärkt er das Team vorallem in der Defense. Begonnen hat Philipp in Wien, bei den Lofric Dolfins. Schon zwei Jahre später wechselte er zum amtierenden Staatsmeister, den Sitting Bulls. Auch wenn er einige Zeit  sowohl die Steirer, als auch die Oberösterreicher unterstützte, blieb er den Niederösterreichern treu und spielt seit 2020/21 wieder bei ihnen.

Philipp ging mit uns, um es mit seinen eigenen Worten zu sagen, durch Höhen und Tiefen. Nicht nur zweimal den hervorragenden Aufstieg in die A-Liga durften wir mit ihm feiern, sondern auch die Erfahrung des Abstieges in die C-Liga mussten wir teilen. Als ob das intensive Basketballtraining sowohl beim Club, als auch im Nationalteam nicht genug wäre, begeistert sich Philipp für fast jede Sportart. Tauchen, Skifahren, Rudern, Klettern ... wir könnten jetzt noch ewig so weiter machen.

Der 37-jährige Mehmet spielt schon seit 2004 Rollstuhlbasketball. Es hat nicht lange gedauert, bis das Nationalteam auf ihn aufmerksam wurde. Seit 2006 ist er eine große Bereicherung für das Team. Vorallem seinen starken, konstanten Wurf möchte das Team nicht missen.

Begonnen hat Mehmet in Niederösterreich bei den Sitting Bulls. Schon sehr früh, im Jahr 2007 wechselte er nach Deutschland zu den RSC Rollis Zwickau. Von 2010 bis 2014 war er Teil des Teams Jena Caputs in Deutschland.
Die Sitting Bulls konnten sich 2014 dann wieder freuen, Mehmet für sich zu gewinnen wo er bis heute spielt. Zwei riesen Erfolge konnte er 2009 erreichen. Er wurde nicht nur deutscher Meister, sondern stand auch im Champions Cup Finale mit den RSC Rollis Zwickau. Auch dieses Jahr konnte Mehmet jubeln - denn wir erreichten mit ihm den Sieg der B-EM und somit den Aufstieg in die A-Liga!

Was ihr von Mehmet vielleicht noch nicht wusstet: Er ist ein absoluter Comic-Nerd.

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Texte: Sarah Wastian

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