Radsport: Weltmeisterlicher Hattrick

Drei Rollstuhlfahrer auf einem Siegerpodest mit Medaillen und erhobenen Händen vor einer Werbewand der Para-Cycling-Weltmeisterschaft 2026
Thomas Frühwirth feiert in den USA den Titel-Tripple © Cycling Austria / Peter Maurer

Thomas Frühwirth hat bei der Paracycling-Weltmeisterschaft 2026 in Huntsville (USA) erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Der Steirer sicherte sich im Einzelzeitfahren souverän seinen dritten WM-Titel in Folge. Cornelia Wibmer holte bei den Damen die Bronzemedaille.

Ehrliche Freude als Erfolgsgeheimnis

Bis zu 40 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent bei 28 Kilometern Strecke – die Bedingungen bei der Paracycling-WM in den USA könnten für die Athletinnen und Athleten kaum härter sein. Dennoch lieferten Österreichs beste Para-Cyclerinnen und -Cycler im Einzelzeitfahren eine beeindruckende Leistung ab. Allen voran Thomas „TiggerTom“ Frühwirth, der in Huntsville seinen dritten Weltmeistertitel in Serie feierte. “Ich konnte auch abliefern. Die Leistung entsprach voll meinen Trainingsleistungen und war fast noch besser als erhofft. In der ersten von zwei Runden führte ich noch überschaubar mit 15 Sekunden Vorsprung. Meine beiden Verfolger sind in der zweiten Runde aber ‚gestorben‘ und ich konnte überlegen gewinnen”, zeigt sich der Steirer nach dem Rennen mehr als zufrieden.

Das Geheimnis seines Erfolges? „17.000 reale Trainingsstunden in 22 Jahren (16 Jahre echter Leistungssport)! Und noch immer ehrliche, wahre Freude daran!“

Für die zweite Medaille in Rot-Weiß-Rot sorgte Cornelia Wibmer, die sich im Einzelzeitfahren mit einer starken Leistung Bronze sicherte. Als einzige Frau im WM-Aufgebot hatte die Salzburgerin während des gesamten Rennens mit Schaltungsproblemen zu kämpfen, schaffte es am Ende aber trotzdem auf das Podium.

Alexander Gritsch beendete das Einzelzeitfahren in der Klasse H4 ebenfalls mit einer starken Leistung auf dem sechsten Platz.

Sportler mit rotem Helm und rotem Trikot liegt auf einem Liegerad mit drei Rädern auf gepflastertem Boden
Cornelia Wibmer in den USA © Cycling Austria / Peter Maurer
Radrennfahrer in aerodynamischer Haltung auf Zeitfahrrad auf Asphaltstraße vor bewaldeter Hügellandschaft
Franz-Josef Lässer in den USA © Cycling Austria / Peter Maurer

Lässer und Ganahl zufrieden mit Leistung

Ebenfalls als Titelverteidiger ging Franz-Josef Lässer in der Klasse C5 gemeinsam mit Debütant Daniel Ganahl an der Start. Lässer, der vor zwei Monaten noch in der selben Disziplin zum Europameistertitel fuhr, beendete das Rennen auf dem fünften Platz. "Es war eine solide Leistung, eigentlich genau das, was ich noch im Tank hatte", so der Steirer. Am Ende fehlten nur 16 Sekunden auf das Podium. 

Der Vorarlberger Daniel Ganahl verpasste knapp die Top 10 und landete auf dem elften Platz. "Die Hitze hat zwar so geknallt, aber grundsätzlich bin ich zufrieden für die erste WM. Ich bin ziemlich in der Mitte des Feldes gelandet und darauf kann man aufbauen", schaut der Debütant positiv in die Zukunft. 

Kein Glück im Straßenrennen

Weniger erfreulich lief es für Team Austria im Straßenrennen. Österreichs Medaillen Duo aus dem Einzelzeitfahren verpasste im Straßenrennen zweimal knapp das Podium. Thomas Frühwirth wurde nach einem umstrittenen Sprint wegen eines vermeintlichen Regelverstoßes vom dritten auf den vierten Platz zurückgereiht. 

Cornelia Wibmer verpasste die entscheidende Spitzengruppe und wurde ebenfalls Vierte. Alexander Gritsch kämpfte sich nach einem Rückstand zurück ins Spitzenfeld und belegte am Ende den achten Platz. 

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