Paralympics: Thomas Frühwirth glänzt erneut mit Silber

Thomas Frühwirth jubelt im Ziel liegend in seinem Handbike. Er streckt beide Arme in die Luft und hat ein breites Lächeln im Gesicht. Er trägt einen Helm und seinen österreichischen Rennanzug.
Mit Übergepäck aus Paris - zweite Silbermedaille für Thomas Frühwirth © GEPA

Doppelpack: Der Handbiker Thomas Frühwirth holt im Straßenrennen seine nächste Medaille in Paris.

Silber-Doppelpack für Frühwirth

Wie schon vor drei Jahren in Tokio verlässt der Steirer Thomas Frühwirth die Paralympischen Spiele mit Übergepäck. Einen Tag nach Silber im Einzelzeitfahren sicherte sich der 43-jährige Steirer bei den Paralympics 2024 auch im Straßenrennen die Silbermedaille. Einzig der Dominator Jetze Plat aus den Niederlanden war erneut unschlagbar: „Vor wenigen Tagen war der Start noch fraglich, und jetzt sind es zwei Silbermedaillen. Ohne Worte, einfach geiles Racing“, jubelte Frühwirth im Ziel. Für den 43-Jährigen aus Edelsbach bei Feldbach war es die fünfte Medaille bei Paralympischen Spielen – und die fünfte in der gleichen Farbe.

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Herausfordernde Umstände stoppen Frühwirth nicht

Nur 24 Stunden nach dem Einzelzeitfahren mussten die Para-Cycler in der Klasse H4 im Straßenrennen erneut auf das Handbike – 56,8 Kilometer in Clichy-sous-Bois standen auf dem Programm. Weder die anhaltende Infektionskrankheit noch der Regen und die nasse Straße konnten Frühwirth aus der Bahn werfen.

„Ich habe keine Scheibenbremsen und verlor deshalb immer in den Abfahrten. Ich wusste aber auch, dass ich vorsichtig sein muss, um das Rennen nicht wegzuschmeißen“, schilderte Frühwirth. Andere Fahrer hatten weniger Glück: So erwischte es unter anderem den Franzosen Joseph Fritsch und den Belgier Jonas van de Steene, die in Stürze verwickelt waren und dabei ihre Räder zerstörten. Beide zählten vor dem Rennen zu den Medaillenanwärtern.

Gritsch mit Top-10-Ergebnis

Zu diesen zählte auch der Tiroler Alexander Gritsch, der in Tokio zweifacher Bronzemedaillengewinner war. „Ich habe vom Podium geträumt, die Top fünf waren mein Ziel. Am Ende wurde es der sechste Platz – das ist okay, aber auch nicht mehr“, resümierte er kurz. Schon früh sorgten die stärksten Athleten rund um Frühwirth am ersten Anstieg für eine Selektion im Starterfeld, der Gritsch nicht folgen konnte. „In der ersten Steigung sind die Medaillengewinner davongerauscht, und mir blieb nichts anderes übrig, als 50 Kilometer lang ein Einzelzeitfahren zu absolvieren“, kommentierte er mit schwarzem Humor.

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