Matzinger siegt erstmals im Para-Triathlon

Günther Matzinger ist gerade in Top-Form. (c) -Thomas Kaserer

Günther Matzinger, jahrelang einer der besten Para-Leichtathleten, konzentriert sich seit letztem Jahr voll auf Triathlon. In Australien konnte er erstmals ein Rennen gewinnen.

Günther Matzinger ist in der Paralympics-Saison  ein Auftakt nach Maß in die gelungen. Der Salzburger gewann im tasmanischen Devonport ein Rennen der World Paratriathlon Series (WPS) - also der höchsten Wettkampfserie im Paratriathlon.

Seinen ersten WPS-Podestplatz hatte sich Matzinger im Vorfeld des Rennens in Devonport zum Ziel gesetzt. Seine eigenen Erwartungen hat der 32-Jährige damit mehr als erfüllt. Der Salzburger distanzierte in der Klasse PTS5 den zweitplatzierten Australier David Bryant um 14 Sekunden. Weitere 42 Sekunden dahinter wurde der Franzose Yannick Borseaux Dritter. "Das war ein genialer Wettkampf mit einem Mega-Ergebnis für mich. Das sind richtig fette Punkte für die Paralympics-Quali, da komme ich jetzt deutlich nach vorne" freute sich Matzinger, der 550 Zähler für die maßgebliche Rangliste auf dem Weg zu den Spielen in Tokio gesammelt und seinen imaginären Quotenplatz damit weiter abgesichert hat. Der Sieg in Devonport ist für ihn nicht nur der erste WPS-Sieg, sondern der erste Triumph im internationalen Paratriathlon-Geschehen überhaupt - also auch den Weltcup mitgezählt.

Trotz widriger Bedingungen gelang Matzinger ein starkes Rennen. "Es war extrem windig. Vor dem Start hat es mein Rad vom Ständer gehaut. Auch im Wasser waren dementsprechend hohe Wellen, da ist es auf und ab gegangen und man hat die Bojen fast nicht mehr gesehen", so der Salzburger, der als Fünfter auf das Rad wechselte. Das durch den Wind vor dem Rennen umgewehte Rad wurde durch den Zwischenfall in Mitleidenschaft gezogen. Das habe auch die Reparaturkünste Matzingers gefordert. "Es dürfte beim Vorderrad etwas verbogen oder verschoben gewesen sein. Während des Fahrens habe ich dann versucht, das wieder herzurichten, dann ist es eh gegangen." Die sechs Radrunden wurden bei hohem Tempo absolviert, als Vierter ging der 32-Jährige in den Laufabschnitt. "Beim Laufen habe ich dann natürlich versucht, voll anzudrücken. Ich bin dann langsam aber den Führenden immer näher gekommen. Den Australier habe ich dann am letzten Kilometer eingeholt", so Matzinger. 

Mehr zu Matzinger: guenthermatzinger.com

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