Leichtathletik-Trio glänzt in der Schweiz

Das Bild zeigt Georg Schober beim Kugelstoßen. Der hat die Kugel gerade losgelassen, die er mit der rechten Hand abgefeuert hat. Er steht in einem runden, abgetrennten Kreis. Sein linkes Bein ist amputiert, er trägt eine silberne Prothese.
Pure Kraft: Georg Schober schmetterte die Kugel auf eine Weite von 12,96 Meter. © Team Urs Sigg

Mit starken Leistungen, geknackten WM-Limits und persönlicher Bestform sorgten Thomas Geierspichler, Georg Schober und Daniel Stütz beim internationalen Meeting in der Schweiz für Aufsehen – ein Vorgeschmack auf die kommenden Weltmeisterschaften!

Geierspichler knackt WM-Limit

Der Salzburger eröffnete in der Schweiz seine Wettkampfsaison. Dabei startete Geierspichler über 1500 m und 400 m. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen überzeugte er vor allem über die längere Distanz und erreichte mit Platz vier das für die Weltmeisterschaften Ende September in Indien nötige WM-Limit.

„Die Bahnmeetings fahre ich ganz bewusst aus dem Training heraus. Mein Formaufbau ist klar auf die Weltmeisterschaften Ende September in Indien ausgerichtet. Dafür ist es gestern – trotz teils starkem Wind – verhältnismäßig gut gelaufen. Wichtig war für mich, das WM-Limit zu erbringen“, so der Paralympics-Sieger.

© Tobias Lackner
© Tobias Lackner

Georg Schober packt drauf

Schober trat in Nottwil in zwei Disziplinen an – in seiner Paralympics-Disziplin, dem Kugelstoßen, und seit 2025 wieder in seiner „ersten Liebe“ im Para-Sport: dem Speerwurf. Es war sein erster Grand Prix im Wettkampfkalender als Vorbereitung für die Weltmeisterschaften in Neu-Delhi.„Meine Leistung im Kugelstoßen mit 12,96 Metern war in Ordnung“, berichtet der Paralympics-Teilnehmer. Noch besser lief es im Speerwurf: „Das WM-Limit für Indien liegt bei 30 Metern. Mit über 39 Metern - persönliche Bestleistung - war ich deutlich drüber. Da ich Schulterprobleme habe, werde ich den Speer in Paris auslassen und will dort unbedingt mit der Kugel die 13-Meter-Marke knacken.“

Damit dieser Plan aufgeht, stehen nicht nur hartes Training, sondern auch große Mengen an Nahrung auf dem Programm: „Ich bin derzeit im Trainingslager in Luxemburg, arbeite zusätzlich mit einem Physio an meinen Schulterproblemen. Um zur Weltspitze aufzuschließen, muss ich noch 15 kg Körpergewicht zulegen." 

Daniel Stütz im Weitenrausch

Daniel Stütz ging in der Schweiz sowohl auf Zeiten- als auch auf Weitenjagd. Der Tiroler startete im Sprint über 100 m sowie im Weitsprung. Bereits bei der Ankunft in Nottwil am Donnerstagnachmittag herrschten mit Dauerregen und etwa 9 Grad schwierige Bedingungen. Ein Weitsprungtraining war nicht möglich, doch der Tiroler absolvierte trotz der widrigen Umstände konzentriert seine Sprintübungen. 

Der Weitsprungbewerb fand am Freitagvormittag zu einer für ihn ungewohnten Uhrzeit statt. Auf einen Start über 200 m verzichtete Stütz, um sich ganz auf seine Sprungversuche zu konzentrieren. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Im fünften und letzten Versuch erzielte er 4,76 Meter und sicherte sich damit den dritten Platz sowie die Bronzemedaille. Auch im 100 m-Sprint zeigte er mit 13,85 Sekunden eine beachtliche Leistung – nur 0,12 Sekunden über seiner Bestzeit. Insgesamt konnte der Leichtathlet aus der gut organisierten Veranstaltung in Nottwil wertvolle Erfahrung mitnehmen, auch wenn die äußeren Umstände nicht an seine Leistungen von Innsbruck anschließen ließen.

Alle Ergebnisse findet ihr HIER

© Team Urs Sigg

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