Leichtathletik: Historischer Rekord in Tirol

Alexander Haissl beim Weitsprung in Tirol. Foto (c) Sportgemeinschaft Wattens

Bei den 32. Tiroler Leichtathletik-Meisterschaften für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung zeigten die Athletinnen und Athleten starke Leistungen. Dabei fiel auch ein Rekord aus den 80er-Jahren.

Das volle Programm

Anfang September trafen sich in der Universitätssportanlage Fürstenweg in Innsbruck die besten Leichtathletinnen und -athleten mit Behinderung Tirols. Gemeinsam mit einem Dutzend Gästen aus Wien und Salzburg nahmen sie bei Kaiserwetter die 32. Landesmeisterschaften in Angriff. Traditionell wurden die Bewerbe gemeinsam mit den Meisterschaften für Athletinnen und Athleten ohne Behinderung ausgetragen. So fanden gleichzeitig die Tiroler Landesmeisterschaften der U16 und U20 sowie die Tiroler Hindernismeisterschaften der Altersklassen ab U18 statt. 

Auf der Sportanlage und auf den Tribünen herrschte reges Treiben, was die Sportlerinnen und Sportler zu Höchstleistungen anspornte.  

Multisportler Markus Grameiser lief in seiner Klasse über die 400 Meter nicht nur allen davon, er knackte mit einer Zeit von 1:20,86 den bisherigen österreichischen Rekord.

Erfolgreichste Athletinnen an diesem Wochenende waren Lilly Kranebitter und Angelina Mund, die sich jeweils 4 Goldmedaillen abholten. Erfolgreichste Leichtathleten waren Markus Grameiser, Patrick Bichlmaier, David Bloemer und Andreas Gratt mit 3 jeweils Meistertiteln.

Leichtathletik-Ass Daniel Stütz trat in seiner Klasse meist als Einzelstarter an: Der Tiroler sorgte dabei für die Tageshöchstweite aller Klassen beim Speerwurf und beim Weitsprung und lief über die 400 Meter seine zweitschnellste Zeit überhaupt. Über die 100 Meter holte er Gold.

Weitere Tiroler Meisterinnen und Meister: Dagmar Unterwurzacher (3), Liselotte Heiss (2), Christian Thomsen (2), Wolfgang Timischl (1), Harald Siegl (1), Martin Corazza (1), Anita Ruetz (1), Sabrina Bichlmaier (1), Alex Haissl (1), Florian Auer (1) und Sören Schneeweiss (1).

Rekordhalterin Valentina Baier beim Weitsprung. Foto (c) ÖBSV KGB

Baier knackt Uralt-Rekord

Für ein historisches Ereignis in Innsbruck sorgte Valentina Baier. Die 17-Jährige knackte im Weitsprung einen Rekord aus den 80er-Jahren.

Charly Mair vom ÖSBV Kompetenzgremium Blindensport zeigt sich über die Leistung der jungen Sportlerin begeistert: „Dass sich Valentina zum Ende der Saison in bestechender Form befand, war bereits im Training ersichtlich. Dass sie gleich fünfmal von sechs Versuchen im Weitsprung über den bisherigen Rekord von Elisabeth Maxwald aus dem Jahr 1986 blieb, übertraf allerdings alle Erwartungen. Sie überbot mit 3,88 m den österreichischen Weitsprungrekord bei den blinden Frauen um genau 26 Zentimeter.“

Alle Ergebnisse

Drei stolze Medaillengewinner am Podest. Foto (c) Sportgemeinschaft Wattens

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