
Leichtathletik: "Fühlte sich an wie eine kleine WM"

Von 23. bis 25. April war Rabat bereits zum zehnten Mal Treffpunkt der weltbesten Para-Leichtathletinnen und Para-Leichtathleten. Rund 500 Sportlerinnen und Sportler aus 58 Ländern versammelten sich zu diesem Großevent in der 37-Millionen-Einwohner-Region an der Atlantikküste. Für Österreich gingen die beiden Routiniers Natalija Eder und Bil Marinkovic beim World Para Athletics Grand Prix 2026 an den Start.
Schon die Anreise verlief nicht ganz reibungslos, wie Marinkovic berichtet: „Der Flug nach Marokko dauerte recht lange. Und die Zwischenlandung in Paris war so knapp bemessen, dass wir zum nächsten Flieger laufen mussten.“ Nach der Ankunft in Rabat stand für das Duo zunächst die internationale Klassifizierung auf dem Programm. Für beide wurde die Einstufung um weitere vier Jahre verlängert. Turbulent ging es danach weiter: “Ich habe mich unter der Dusche richtig schlimm verrissen. Mein Betreuer Ivo hat mich aber innerhalb von 24 Stunden wieder so hinbekommen, dass ich mich auf die Wettkämpfe vorbereiten konnte”, erzählt Marinkovic.
Sportlich zeigte Team Austria solide Leistungen: Natalija Eder, Paralympics-Bronzemedaillengewinnerin von 2024, schleuderte den Speer im vierten Versuch auf 33,99 Meter. Damit belegte sie den vierten Platz. Auf eine Medaille fehlten am Ende knapp vier Meter.
Noch etwas besser lief es für ihren Teamkollegen Bil Marinkovic im Kugelstoßen. Mit einer Weite von 11,60 Metern sicherte er sich die Bronzemedaille. “Es waren viele Top-Athleten in Marokko. Es hat sich angefühlt wie eine kleine WM. Es gibt noch Potenzial nach oben. Meine Leistungen machen mir Mut, dass ich auch als älterer Sportler mit der Weltspitze mithalten kann”, resümiert Marinkovic.














