Lehrgeld bezahlt, Erfahrungen gesammelt

Alle Fotos (c) Angelino Zeller

Beim EUROLEAGUE 3 der Rollstuhl-Basketballer in Vigo, Spanien, war für die RBB Flinkstones aus Graz (noch) nichts zu holen. Warum man dennoch gestärkt aus dem Turnier geht, erklärt uns Kapitän Christoph Edler im Interview.

In Vigo, Spanien, trafen die Flinkstones von 26. Bis 28. April im Euroleague-3-Finale auf Teams aus der Türkei, Italien und Israel. Sowohl in der Vorrunde als auch im Platzierungsspiel zog man dabei den Kürzeren. 1907 Fenerbahçe EYSK gewann das Turnier (Hier geht’s zu allen Ergebnissen).  Für den Kapitän der Grazer aber kein Grund, Trübsal zu blasen.

ÖBSV: Letzter Platz beim EL3 Finalturnier - seid ihr als Team enttäuscht, oder überwiegt die Tatsache, sich dafür qualifiziert zu haben?
Christoph Edler: Über die Ergebnisse sind wir enttäuscht. Wir haben uns im Vorfeld einfach mehr ausgerechnet. Was uns die Qualifikation für das Finalturnier gebracht hat, ist aber dennoch wichtig: Es war über den gesamten Turnierverlauf eine positive Entwicklung unseres Spiels zu bemerken. Jetzt müssen wir die gesammelten Erfahrungen mitnehmen. 

Welche Erfahrungen sind das konkret?
Die Spiele waren alle auf einem sehr hohen Niveau und fordernd. In dieser Intensität hatten wir das als Team bis jetzt nicht. Und wir haben uns auch selbst Druck auferlegt. Immerhin war es unsere erste Euroleaugue-Teilnahme. Damit muss man auch erstmal umgehen können.

Deine persönliche Bilanz des EL3-Finalturniers?
Wie gesagt, eine gewisse Enttäuschung ist da. Ich bin aber auch auf Hinblick der A-Europameisterschaft in Polen dankbar dieses Turnier gespielt zu haben. Denn die Erfahrungen können mir und meinen Mitspielern dort sehr viel weiterhelfen.

Österreichs Rollstuhlbasketball befindet sich im Aufwind. Die Flinkstones im Finale der EL3, das Nationalteam bei der von dir angesprochenen A-EM in Polen. Was macht man gerade richtig?
Es wird von der Verbandseite im Moment einiges unternommen - Trainingslager in den USA, einen eigenen RS-BB-Koordinator, einen Bundestrainer und man hat begonnen, die Liga neu auszurichten. Diese Arbeit scheint Früchte zu tragen. Aber wir hinken den großen Nationen immer noch hinterher. Um diesen Rückstand aufzuholen, benötigt es noch sehr viel Energie und Zeit in den Trainingshallen. 

Es gibt keine österreichweite Liga, noch Probleme, alle Bundesländer zusammenzuführen. Würde das dem Sport in Österreich helfen?
Es ist ärgerlich, dass nicht alle österreichischen Mannschaften an einem Strang ziehen und versuchen den Rollstuhlbasketball in Österreich nach vorne zu bringen. Die Entscheidung, dass Teams aus Salzburg und Tirol in süddeutschen Ligen spielen, kann ich aber nachvollziehen. Es geht darum, gute Spiele in seiner Umgebung absolvieren zu können. Trotzdem wäre ich sehr froh, wenn wir wieder alle Teams vereinen könnten und dadurch die Anzahl der Spieler und Spiele in Österreich steigt. Dadurch würde die Liga automatisch attraktiver werden. 

Bis zur EM in Polen Ende August stehen einige Vorbereitungsturniere an. Was muss man tun um dann in der A-Division bestehen zu können?
Diese Frage ist rechnerisch einfach beantwortet: In Polen müssen wir am Ende besser als zwei Mannschaften sein um in der A-Division zu bleiben. Aber: Das wird ein sehr hartes Stück Arbeit. Wir werden als Team alles geben, soviel ist sicher.

Mehr zu den EL-Finalturnieren unter iwbf.org

EUROLEAGUE 3 FINAL 
26. bis 28, April in Vigo, Spanien
Spielplan, Termine und Informationen unter wbf.org/event/euro-league-3-finals-2019

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