Indoor Para Skydiving: Das Fliegen lernen

Zwei Personen in einem Windkanal, eine fliegt mit ausgestreckten Armen, während die andere sie anleitet und zuschaut.
"Völlig losgelöst von der Erde" - im Windkanal war die Schwerkraft wie weggeblasen © Silvia Wagner

Anfang April wartete auf fünf motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein besonderes Highlight: Beim ersten Schnuppertag des Indoor Para Skydiving im Windtunnel von WINDOBONA im Wiener Prater hatte die Gruppe die Möglichkeit, das Indoor-Fliegen auszuprobieren und ihren Körper im Luftstrom des Windtunnels schweben zu lassen.

Was ist Indoor Para Skydiving?

In dieser Disziplin können Sportlerinnen und Sportler mit unterschiedlichen Behinderungen im Windtunnel fliegen und dabei einen vorgegebenen Parcours absolvieren. Ziel ist es, in einer festgelegten Reihenfolge definierte Sensorpunkte an der Tunnelwand zu berühren. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Behinderung wird der Parcours individuell und fair angepasst.

Ziel dieser Veranstaltung war es, zu zeigen, dass Fliegen im Windtunnel eine inklusive und barrierearme Freizeit- und Sportmöglichkeit sein kann. Darüber hinaus kann diese Erfahrung den Einstieg in den Wettkampfsport im Bereich Indoor Para Skydiving ermöglichen.

Zwei Personen in schwarzer Kleidung und Helmen fliegen in einem Windkanal mit Glaswänden und grünen Logos
© Silvia Wagner
Person in Windkanal mit Helm und Overall wird von zwei weiteren Personen in Sportkleidung gehalten
© Silvia Wagner

"Einfach fallen lassen"

Nach der Ankunft und Registrierung eröffnete Organisatorin Silvia Wagner gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Österreichischer Aero-Club, Hannes Taborsky, die Veranstaltung mit kurzen Begrüßungsworten. Dabei betonten sie die Bedeutung von Inklusion im Sport und die Chancen, die Indoor Skydiving insbesondere für Menschen mit körperlichen Behinderungen bietet.

Im Anschluss übernahmen zwei erfahrene Instruktoren das Programm. In einer kurzen Einschulung erklärten sie den Teilnehmenden den Ablauf im Windtunnel, das sichere Ein- und Aussteigen sowie die wichtigsten Handzeichen zur Kommunikation während des Flugs. Besonders hervorgehoben wurde, dass keinerlei Angst vor Verletzungen bestehen müsse, da höchste Sicherheitsstandards gewährleistet sind.

Rasche Fortschritte und steigendes Selbstvertrauen

Die fünf Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt – ein Team mit drei und eines mit zwei Personen. Alle hatten die Möglichkeit, insgesamt vier Flüge zu je 2,5 Minuten zu absolvieren. Für einige war es die erste Erfahrung in einem Windtunnel überhaupt.

“Mit jeder Runde wurde deutlich, wie schnell die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fortschritte machten. Das anfängliche Zögern wich wachsendem Selbstvertrauen, Bewegungen wurden zunehmend flüssiger und kontrollierter. Mit jeder Einheit verbesserten sich die Flugfähigkeiten sichtbar, und die Begeisterung war allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben”, erzählt Silvia Moser und bedankt sich abschließend für die großartige Unterstützung:

“Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden, das Organisationsteam, alle Helferinnen und Helfer sowie an das Team von WINDOBONA – sie alle haben diesen besonderen Tag erst ermöglicht.”

Gruppe von Menschen, darunter mehrere Personen im Rollstuhl und eine Person liegend in grüner Kleidung, vor einer Wand mit einem großen Poster und einem Aufzug
© Silvia Wagner

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