FrameRunning: Kopenhagen auf drei Rädern

Im Vordergrund steht FrameRunner Max Krehon in seinem Sportgerät. Ein Framerunner ist ein dreirädriges Gerät mit einem Sitz oder einer Beckenstütze, einer Bruststütze, einer Lenkstange und drei Rädern. Dahinter stehen drei Personen aus dem Begleiterteam, Christa Grabher ganz rechts mit einer großen Österreich-Fahne in der Hand.
Team Austria in Kopenhagen © Privat

Vom 6. bis 13. Juli fand in Kopenhagen zum 28. Mal das Frame Running Development Camp und der World Abilitysport International Cup 2025 statt. ÖBSV-BIC Christa Grabher war mit dabei und berichtet aus Dänemark.

Die Szene trifft sich in Kopenhagen zum Austausch

Seit 1997 ist Kopenhagen das internationale Zentrum des Frame Runnings: Beim Frame Running Development Camp & World Abilitysport International Cup treffen sich Athletinnen und Athleten, Coaches sowie Expertinnen und Experten aus aller Welt, um gemeinsam zu trainieren, Erfahrungen auszutauschen und sich in spannenden Wettkämpfen zu messen. Das einzigartige Event setzt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung dieser Disziplin.

„Was für eine Woche in Kopenhagen!“, zeigt sich ÖBSV-Bewegungs- und Informations-Coach aus Vorarlberg, Christa Grabher, begeistert. Als Delegationsleiterin führte sie ein fünfköpfiges Team aus Österreich an: Max Krehon als Sportler mit seinen persönlichen Assistenten Susanne Krehon und Bernhart Riegler, sowie Thomas Luger, mit dem Grabher gemeinsam den Trainerkurs absolvierte. 

 120 Athletinnen und Athleten aus 18 Nationen kamen in der dänischen Hauptstadt zusammen – „eine beeindruckende Vielfalt an Menschen, Persönlichkeiten und sportlichen Leistungen“, erzählt Grabher und schwärmt von den Weiterbildungsmöglichkeiten: „Der Trainerkurs war nicht nur lehrreich, sondern auch unglaublich inspirierend. So viele neue Perspektiven, Methoden und Ideen – der Austausch unter Coaches war auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.“

© Privat
© Privat

Inoffizieller Weltrekord in einer aufsteigenden Sportart

Ein sportliches Highlight lieferte FrameRunner Max Krehon, der am Donnerstag fulminant in seine Wettkämpfe startete: Über 800 m lief er eine neue persönliche Bestzeit von 3:28,41 min – „eine Zeit, die sogar einen neuen Weltrekord bedeuten würde“, berichtet Grabher stolz, mit einem kleinen Wermutstropfen: „Da er aber international noch nicht klassifiziert ist, bleibt der Rekord inoffiziell.“

2028 wird Frame Running erstmals Teil der Paralympics in Los Angeles sein – mit 100 m- und 200 m-Distanzen. „Der Sport ist auf dem Weg nach ganz oben, und wir freuen uns, Teil dieser Entwicklung zu sein. Ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten für diese unvergessliche Woche voller Sport, Begegnungen und Inspiration!“, so Christa Grabher abschließend.

© Privat

Das könnte dich auch interessieren

Alle Berichte anzeigen
Die Boccia-Spielerinnen und Spieler sitzen in ihren E-Rollis und versuchen die Kugeln in verschiedenfarbige Reifen, die vor ihnen am Boden liegen, zu werfen.

Boccia: Nikolo brachte Trainingslager in Dornbirn

Bericht lesen
Die Teilnehmer sitzen in ihren E-Rollstühlen in der Sporthalle. Vor ihnen liegen Boccia-Kugeln und ein FrameRunner steht im Eck.

Sporttag in Linz als Ausgangspunkt für neue Sportgruppen

Bericht lesen
Karatelehrer Stefan Mayr posiert mit sechs Down Syndrom Sportlern in einer Turnhalle. Sie alle tragen ihre weißen Kampfanzüge.

Raus aus der Isolation: Vorarlbergs Karate-Tiger

Bericht lesen
Österreichs Rollstuhl-Basketball-Nationalteam bildet bei der EM in den Niederlanden 2023 einen Kreis. Die Spieler berühren jweils die Spieler neben ihnen mit den Fäusten und stimmen sich so auf das Spiel ein.

Rollstuhl-Basketball-EM: Österreich will in der Spitzengruppe bleiben

Bericht lesen
Maximilian Taucher hält seine Trophäen in die Kamera. Einen weißen Löwen aus Keramik und eine Glasscheibe mit goldenem Rand.

Rollstuhl-Tennis: Taucher kann’s auch bei den Großen

Bericht lesen

Rollstuhl-Tennis: Taucher in New York unaufhaltsam

Bericht lesen
Zwei Rollstuhl-Rugby-Spieler im Kampf um den Ball. Christian Binder hat den rot-weiß-roten Ball auf seinem Schoß gelegt und taucht mit den Händen beide Räder seines Rollstuhls an. Ein Gegenspieler fährt neben ihm und versucht mit der linken Hand ihm den Ball abzunehmen. Hinter ihnen steht die Schiedsrichterin und beobachtet das Geschehen in der Sporthalle.

Rollstuhl-Rugby: Österreichs Auswahl zu Gast bei den Bären

Bericht lesen