Tag eins bis drei der Para-Schwimm-WM in London: Eine Zwischenbilanz.

Die erste Hälfte der Para Schwimm WM 2019 in London war für das ÖBSV-Team mit Janina Falk, Sabine Weber-Treiber, Andreas Ernhofer und Andreas Onea, eine mit Höhen und Tiefen. 

Andreas Ernhofer (Bild oben) lieferte bei seiner ersten WM gleich ein absolutes Top-Ergebnis ab. Am Mittwoch zog er zunächst ins Finale der 150 Meter Lagen ein, zerbröselt dabei den österreichischen Rekord. Im Finale lieferte er dann mit Platz sechs eine sensationelle Platzierung ab. Ernhofer zum ÖBSV: "Mein großes Ziel war ein Finale, das hab ich schon geschafft. Die Stimmung in der Schwimmhalle war toll, ich freu mich schon wieder aufs Wasser! Für die erste WM Teilnahme echt geil."

Am Freitag und Sonntags geht's für Ernhofer weiter. Über die 50 Meter Brust ist dem Niederösterreicher vielleicht noch mehr zuzutrauen. Da hat er bei der EM 2018 Bronze geholt. 

Für Andreas Onea lief es bisher ärgerlich. Bei seinem Vorlauf über 100 Meter Butterfly wurde er disqualifiziert. Warum, wusste er nicht. Lest aber sein Statement selbst (Bilden oben oder auf Instagram). Onea hat aber am 14.9. über 200 Meter Lagen und am Tag darauf über 100 Meter Brust die Gelegenheit, seinen Ärger vergessen zu machen. Und gute Chancen. Über die 200 Meter Lagen, seiner Parade-Disziplin, ist ein absolutes Top-Ergebnis drin.

„Es ist jedes Mal wieder eine besondere Ehre Österreich auf internationaler Bühne vertreten zu dürfen. Vor allem wenn ich sehe welche Entwicklung der Para-Schwimmsport in den letzten Jahren genommen hat. Die Leistungsdichte ist enorm und jede Platzierung bei dieser WM hat einen großen sportlichen Stellenwert. Ich werde mein Bestes geben um auf 200m Lagen am Podium zu stehen und auch wenn es nicht einfach wird, ich werde kämpfen um meine gute Form ins Wasser zu bringen. Außerdem habe ich mit dem Becken hier noch eine Rechnung offen, nachdem ich in London 2012 vor sieben Jahren um Haaresbreite Bronze verpasst habe“, blickt der Heeressportler zuversichtlich auf die anstehenden Rennen.

Wir drücken die Daumen.

(c) Gottfried Müllner

Janina Falk (Bild oben) schwamm in 200 Meter Freistil und 100 Meter Rücken tolle Zeiten - für den Einzug in ein Finale hat es aber (noch) nicht gereicht. Janina ist noch zwei Mal am Start: Am 14.9. über 200 Meter Lagen und am 15.9. über 100 Meter Butterfly. 

Die mehrfache Medaillen-Gewinnerin Sabine Weber-Treiber steigt am 14.9. bei 100 Meter Freistil ins Geschehen ein, am 15.9. dann die 50 Meter Freistil. "Es kommen unglaublich viele junge SchwimmerInnen nach, weil die Nachwuchsarbeit forciert wird. Ich fühle mich da manchmal wie die Oma, wenn ich auf die Geburtsdaten der Konkurrentinnen schaue, das könnten meine Kinder sein! Die Arbeit wird professioneller und im Kopf gibt es immer weniger Barrieren. Die meisten trainieren in ganz normalen Vereinen an der Basis und werden dann in den Leistungszentren im Parasport gezielt weiterentwickelt", so Weber-Treiber zum ÖBSV.

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