E-Rolli-Fußball: Teilnehmerrekord beim Trainingslager in der Steiermark

Zwei Spieler sitzen in ihren e-Rollstühlen in der Sporthalle. Ihnen gegenüber steht Trainer Leo Vasile mit einem weißen Brett in der Hand, auf dem mittels bunter Magneten die Spielzüge angebracht sind.
Zuhören und Umsetzten: Coach Leo Vasile gibt die Taktik vor. © erollifussball.at

Ende August versammelten sich Österreichs beste E-Rolli-Kicker in der Steiermark. Beim Trainingslager verfeinerten sowohl Routiniers als auch Newcomer ihr Zusammenspiel und feilten an der Taktik.

Alte Hasen und frisches Blut

Von 24. bis 29. August traf sich Österreichs erweiterter E-Rolli-Nationalkader, bestehend aus elf Spielerinnen und Spielern im Alter zwischen 18 und 58 Jahren aus vier Bundesländern, im wunderschönen Bundessportzentrum rund um Schloss Schielleiten. Das Trainerduo Leo Vasile und Michael Streit leitete die Trainingseinheiten. Spielpraxis, Teamwork und taktische Varianten bestimmten das Geschehen in der Sporthalle.

Carolina Csöngei ist seit vielen Jahren ein fixer Bestandteil des Teams und auch des Trainingslagers. Sie weiß, worauf es ankommt: “Ziel ist es, unsere bestehenden Taktiken weiter zu verbessern, aber auch neue Spielzüge zu erlernen.”

Auch Winfried Zwanziger gehört zu den Routiniers im Team und erklärt seine Beweggründe, warum er jedes Jahr aufs Neue dabei ist: “Zum einen bin ich sehr gerne mit meinen Mitspielern unterwegs. Noch wichtiger ist aber, dass ich mich immer weiter verbessern möchte – besonders seitdem ich ins Dreieck gewechselt bin. Hier habe ich die Möglichkeit, mich über fünf Tage hinweg in verschiedene Positionen hineinzuversetzen, Neues auszuprobieren, herauszufinden, was schon gut klappt und woran ich noch arbeiten muss. Schritt für Schritt versuche ich so, immer besser zu werden.”

Coach Leo Vasile sieht dank des großen Teilnehmerfelds optimistisch in die Zukunft des E-Rolli-Fußballs: "Ich freue mich sehr, dass wir es heuer wieder geschafft haben, ein Trainingslager auf die Beine zu stellen – auch dank der Unterstützung des Österreichischen Behindertensportverbands. Dieses Jahr verzeichnen wir einen Rekord: Wir haben elf Spielerinnen und Spieler am Start. Der Schwerpunkt dieses Trainingslagers liegt nicht auf kurzfristigem Erfolg, sondern auf der langfristigen Entwicklung der Athletinnen und Athleten. Außerdem dürfen wir zwei neue Zugänge begrüßen – eine Spielerin aus der Steiermark und einen Spieler aus Wien."

© erollifussball.at
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Lernen, Teambuilding und Spaß

Für Newcomerin Nicola Dotta aus der Steiermark war die Teilnahme eine Premiere: “Das ist mein erstes Trainingslager, und ich finde es sehr spannend – vor allem, weil ich neue Positionen ausprobieren kann, auch als Torhüterin und in der Defensive, da ich normalerweise nur offensiv spiele. Es macht mir außerdem großen Spaß, das Teambuilding weiter zu stärken und neue Leute kennenzulernen.”

Ähnlich geht es Martin Zwicker aus Wien: “Mir geht es vor allem darum, dazuzulernen. Da ich noch nicht so lange spiele, möchte ich so viel wie möglich aufsaugen – von meinen Mitspielern, von den erfahrenen Kollegen und natürlich auch von Leo, der mir viele wertvolle Tipps gibt. Aber genauso von allen anderen. Außerdem möchte ich meinen Rollstuhl noch besser kennenlernen und einfach auch Zeit mit der Mannschaft verbringen.”

Auch erfahrene Spieler wie Henri Ziegner wollen von der gemeinsamen Zeit so viel wie möglich profitieren: "Mir ist es wichtig, dazuzulernen – vor allem durch das Teambuilding, bei dem ich viele gemeinsame Momente mit dem Team erlebe. Außerdem möchte ich mich in diesem Sport persönlich verbessern: Ich lerne, wie ich als Verteidiger agiere, und auch, wie ich andere Positionen übernehmen kann."

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