Die Flying Wheels bei Europas größtem Rollstuhlrugby-Turnier

Gruppenfoto: Eine Gruppe von acht Personen, die im Rollstuhl-Rugby aktiv sind, posiert lächelnd in einer Sporthalle.
Im Herzen der Community: Team Austria beim Bernd Best-Turnier in Köln 2026 © Selina Wlattnig

Rugby or not to be: Das „Bernd-Best-Turnier“ lockt jedes Jahr bis zu 700 Spielerinnen und Spieler nach Köln. Das Turnier gehört zu den größten Rollstuhlrugby-Events unseres Kontinents und bringt jährlich zahlreiche internationale Teams zusammen.

Die Community vereint in Köln

22 Teams aus elf Nationen, drei verschiedene Leistungsklassen (Basic, Advanced, Professional), Schiedsrichterteams – teils aus Südkorea eingeflogen – und Rugby-Begeisterte von nah und fern: Das Bernd-Best-Turnier bietet seit 1999 Teams aus aller Welt die Möglichkeit zum sportlichen Vergleich.

Benannt ist das Turnier nach Bernd Best, einem Pionier und Gründungsmitglied des Rollstuhlsportclubs RSC Köln-Lindenthal – jenem Klub, der auch jährlich als Veranstalter fungiert. Neben dem Sport stehen ganz klar die Community, der Austausch und gepflegtes Fachsimpeln im Mittelpunkt.

Für Christian Binder, Spieler der Flying Wheels, Österreichs nationaler Auswahl, war die Teilnahme am Turnier eine Premiere: “Ich war das erste Mal dabei. Wir hatten aber auch Spieler in der Mannschaft, die schon öfter teilgenommen haben. Für viele andere aus unserem Team war es ebenfalls eine Premiere. Und alle waren begeistert. Jeder sollte in seiner Rugby-Karriere zumindest einmal das Bernd-Best-Turnier gesehen haben.  Mit seinen zahlreichen Teams auf vier verschiedenen Courts gleichzeitig – das ist schon sehr interessant.”

Drei Rollstuhlbasketballspieler in Sportrollstühlen auf einer Hallenspielfläche, zwei tragen weiße Trikots, einer ein schwarzes, im Hintergrund Zuschauer auf Sitzbänken
© Selina Wlattnig
Mehrere Rollstuhlfahrer in Sportkleidung spielen in einer Halle ein Mannschaftsspiel
© Selina Wlattnig

Mal gewinnt man, mal lernt man

Sieben Athletinnen und Athleten aus Österreich nahmen die Reise nach Köln auf sich. Gespielt wurde an drei Tagen, von Freitag bis Sonntag. Team Austria zeigte dabei solide Leistungen und positionierte sich am Ende mit drei Siegen und zwei Niederlagen auf einem guten fünften Platz in der Basic League.

Ein Ergebnis, mit dem Christian Binder gut leben kann: “Man kann zufrieden sein. Freitag hatten wir Siege, Sonntag hatten wir Siege und am Samstag haben wir dazugelernt. Alle, die mitgekommen sind, haben ihre Spielzeit bekommen, und wir konnten in verschiedenen Konstellationen experimentieren. Wir hatten auch ein paar ärgerliche Endergebnisse, wie gegen die Wilden Schwaben, wo wir nur um einen Punkt verloren haben.”

Erfolgreicher Saisonstart

Wie schon erwähnt, liegt der größte Reiz aber in der Gemeinschaft, wie Christian Binder erzählt: “Alle Mannschaften und Betreuerteams aus verschiedenen Nationen hatten das ganze Wochenende über einen tollen Austausch. Es nahmen viele hervorragende internationale Spieler teil, bei denen es eine Freude ist, sich das einmal live anzusehen. Das wirkt noch einmal viel imposanter, wie sie sich bewegen und mit welchen Routinen sie sich auf ein Match vorbereiten.”

Mit den Erkenntnissen aus Köln steht Christian Binder und Co. einer gelungenen Spielzeit 2026 nichts mehr im Wege: “Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns. Platz fünf von zehn ist nicht schlecht, also können wir gut in die Saison starten.”

Mehrere Rollstuhlfahrer spielen in einer Halle mit einem Ball, einer hebt die Hand zum Fangen
© Selina Wlattnig

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