Paralympics: Pechvogel Ernhofer feiert emotionales Comeback

Andreas Ernhofer spannt nach Ende des Rennens seinen rechten Bizeps an. Er hat eine weiße Badekappe auf und lehnt auf der roten Schwimmbahnabtrennung.
Der Bizeps ist zurück. Andreas Ernhofer ist endlich bei den Paralympics angekommen. © GEPA

Andreas Ernhofer stieg heute Vormittag nach überstandener Krankheit endlich in die Paralympics ein.

Den Moment genießen

Das lange Warten hat ein Ende: Andreas Ernhofer startete am Dienstagvormittag mit seinem ersten Bewerb über 200 Meter Freistil in die Paralympics 2024. Krankheitsbedingt musste er seine beiden Hauptbewerbe absagen: „Es waren zwei Tage dabei mit über 40 Grad Fieber. Ich konnte nichts essen und nichts trinken und habe einiges an Substanz verloren.“ Nach dieser kräfteraubenden Zeit erhielt er heute die medizinische Freigabe, um in der La Defense Arena an den Start zu gehen.

Der Niederösterreicher belegte am Ende den 12. Platz. Trotz der Krankheit und der mentalen Herausforderung ist Ernhofer überglücklich über die Teilnahme an seinem ersten Rennen: „Aufgrund der Krankheit war auch der heutige Bewerb nicht sicher. Umso schöner und erleichterter bin ich, dass ich doch noch in Paris an den Start gehen kann. Als ich in der Früh in die Schwimmhalle gefahren bin, habe ich zu weinen begonnen. Es ist überwältigend, dass ich jetzt doch schwimmen kann. Ich habe das Rennen in vollen Zügen genossen.“

Einzug in die Arena © GEPA
Trotz aller Rückschläge Vollgas © GEPA

Blick in die Zukunft

Zwei Bewerbe über 50 Meter Rücken und 50 Meter Freistil hat Ernhofer noch vor sich. Auch diese beiden Bewerbe bei den Paralympics will der Niederösterreicher trotz der Rückschläge voll und ganz genießen: „Es ist natürlich immer noch ganz schlimm und schwierig zu verarbeiten, dass ich meine beiden stärksten Disziplinen absagen musste. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber die Zukunft schon. Und das sind die Rennen, die noch kommen.“

Vor allem das Publikum in Paris, gespickt mit bekannten Gesichtern, motiviert Ernhofer bei seinen kommenden Aufgaben: „Jetzt habe ich zwei Tage, um mich zu erholen. Dann darf ich noch einmal zwei Rennen schwimmen. Die Atmosphäre in der Halle ist gigantisch. Das Besondere ist natürlich, dass ich vor den Augen meiner Familie schwimmen kann. Das ist das Schönste, was mir in meiner Karriere passieren kann.“

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