Boccia-Gipfeltreffen in Schärding

Seigerehrung des Mannschaftsbewerbs. Die Teams haben sich nebeneinander aufgestellt, in der Mitte die Tiroler Goldmedaillengewinner.
Sowohl bei den Staatsmeisterschaften als auch im Cup kämpften die Sportlerinnen und Sportler im Einzel und in der Mannschaft um Medaillen. © ÖBSV Innerlohinger

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der präzisen Kugeln: In Schärding versammelten sich die besten Para-Boccia-Spielerinnen und -Spieler Österreichs, um gleich zwei Entscheidungen auszuspielen – die Staatsmeistertitel und den ÖBSV-Cup.

Alles, was Rang und Namen hat

Traditionell trifft sich Österreichs Para-Boccia-Szene gegen Ende des Jahres in Schärding. Heuer standen zum krönenden Abschluss gleich zwei Top-Events am Programm: die Österreichischen Staatsmeisterschaften und die Entscheidung im ÖBSV-Cup. Insgesamt 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer duellierten sich in den Klassen BC1, BC2 und BC3. Zusätzlich kämpften sie im Mannschaftsbewerb, im Paarbewerb und im Rahmenbewerb BC5 um Medaillen.

Konkurrenz belebt das Geschäft

In der Klasse BC2 war einmal mehr Laura Santer die Frau der Stunde. Die Tirolerin gewann bereits zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille bei den Staatsmeisterschaften. Von der Gruppenphase bis hin zum Tiroler Derby im Finale gegen Klubkollegen Thomas Schweiger zeigte sie einen extrem dominanten und routinierten Auftritt. Platz drei holte sich der Oberösterreicher Philipp Asenstorfer.

In der Klasse BC3 ging es deutlich spannender zu, da mit Newcomer Christian Schimpl und Steffi Proßegger gleich zwei vielversprechende Talente am Thron von Dauer-Champion Michael Kiefler rüttelten. In der Gruppenphase gelang Schimpl mit einem 3:1-Sieg gegen Kiefler sogar die kleine Sensation. Doch der Routinier konnte den Angriff der jungen Wilden einmal mehr abwehren. Knapp, aber doch, sicherte sich Kiefler mit einem 3:2-Sieg gegen Proßegger seinen sechsten Staatsmeistertitel in Serie. „Das Niveau in BC3 ist aktuell wirklich extrem hoch“, freut sich die ÖBSV-Boccia-Koordinatorin Danila Innerlohinger über den belebenden Konkurrenzkampf. HIER könnt ihr das Turnier aus Sicht des Titelträgers, Michael Kiefler, nachlesen. 

In der Klasse BC1, die erstmals seit drei Jahren wieder im Programm der Staatsmeisterschaften aufscheint, gibt es mit Martin Hartter einen neuen Staatsmeister. Er gewinnt vor Gerhard Gahleitner und dem Goldmedaillengewinner von 2022, Erich Mecl.

Im Team-Bewerb sorgten Laura Santer, Thomas Schweiger und Gerhard Gahleitner für Tiroler Festspiele. Das Trio gewann gegen Wien und Oberösterreich in überlegener Manier und damit hochverdient Gold.

Im BC5-Rahmenbewerb (ohne Staatsmeistertitel) gewann Daniel Orel vor Winfried Zwanziger und Judith Nagy.

Laura Santer und Thomas Schweiger im Finale. © ÖBSV Innerlohinger
Cupsieger des Mannschaftsbewerbs © ÖBSV Innerlohinger

Hat der Cup eigene Gesetze?

Nachdem sich bereits bei den Staatsmeisterschaften größtenteils die Favoriten durchgesetzt hatten, bot sich im ÖBSV-Cup ein ähnliches Bild. Sowohl Laura Santer als auch Michael Kiefler und Daniel Orel sicherten sich in der Gesamtwertung ihrer Klassen nach vier Stationen – Innsbruck, Krems, Wien und Schärding – den Cup-Titel.

Premiere: Erstmals fand im Rahmen des Cups eine Mannschaftswertung statt. Nina Greschitz, Daniel Orel, Winfried Zwanziger und Michael Griesser (WAT) gewannen diese.

Zum Abschluss bedankte sich Danila Innerlohinger bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern vor Ort: „Danke an den ÖTB Schärding, der das gesamte Wochenende großartig für uns alle gesorgt hat. Und natürlich auch an den Rotary Club Schärding, der wie immer engagiert als Zeitnehmer und Sponsor mit dabei war.“

Damit verabschieden sich auch unsere Boccia-Athletinnen und -Athleten in die verdiente Winterpause.

Alle Ergebnisse

© ÖBSV Innerlohinger
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